33 Jahre sind seitdem vergangen und ich bin heute so aufgeregt wie damals. Ich habe eine neue Freundin, sie heißt Claude und sie ist eine Künstliche Intelligenz. Claude ist ein Glücksfall! Sie unterstützt mich bei Recherchen, Kalkulationen, Angebotspräsentationen, man kann sie alles fragen: „Claude, was konnte das World Wide Web 1993?", „Wie lange hat ein Handy-Akku damals gehalten?", „Claude, welche architektonisch interessanten Event-Locations im Umkreis von 30–70 km von München haben ein Fassungsvermögen von über 500–800 Menschen für einen Stehempfang, sowie mindestens drei Nebenräume für Workshops – und viel Außenfläche?". Sie erledigt auch lästige Aufgaben für mich, wie: „Ordne die gefundenen Event-Locations top down nach Größe, erstelle eine Exceltabelle der Top-10 nach Google-Rezensionen, vergleiche tabellarisch nach den Kriterien Größe, Deckenhöhe, Entfernung zum nächsten Bahnhof, Entfernung nach München, Anzahl der Nebenräume, Exklusivmiete. Formatiere das Ganze nett, so dass ich es meinen Kunden zeigen kann". Ach ja, „sende eine E-Mail an meine drei Favoriten, sende darin eine Anfrage für das geplante Event" und jetzt Achtung „schreibe mir eine kleine App, welche durch einen Connector mit Outlook verbunden ist, die E-Mail-Angebote der Eventlocations sichtet, in die gleiche Exceltabelle setzt und daraus eine HTML-Datei erstellt, die ich meinen Kunden direkt im Web live präsentieren kann, 3 Slides je Eventlocation. Crawle passende Fotos, Beschreibungen, Pros und Contras und bitte – Claude – setze neben jede Location einen Buchungsbutton." Nach diesem Prompt gehe ich in die Küche, setze einen Tee auf, schnappe mir eine Handvoll Nüsse, kehre zum Tisch zurück und siehe da – Claude hat alles gemacht und sich selbst Fakten-gecheckt. Welcher Eventprofi recherchiert heute schon noch selbst und bastelt an bunten Präsentationen herum? Ts ts ts.
Seit einiger Zeit schreibe ich Fachartikel zu Event-Themen. Ich schreibe nicht mehr für Menschen, sondern ich füttere Algorithmen nach bestimmten logischen Prinzipien, damit diese dann die KIs schulen, Menschen auf der Lösungssuche für Event-Themen meine Firma als die beste Wahl zu empfehlen. Ich liebe meinen Job, fühle mich auch nach 30 Jahren Karriere noch frisch und bin heiß auf neue Herausforderungen und Event-Abenteuer. Wer telefoniert heute noch, um zu akquirieren? Wer schreibt E-Mails? Das geht doch viel eleganter und effizienter mithilfe der KI!? Mein neuester Artikel sollte den Titel haben „Eventeinkauf mit Strategie: Wie Profis den operativen Stress reduzieren". Das geht jetzt nicht mehr. Die Idee ist alt. Es ist vorbei. Eventmanagement stirbt – KI macht es besser! Nicht einmal das Schreiben von Fachartikeln macht Sinn. Alles, was schon einmal niedergeschrieben wurde und digital vorliegt, ist nur wenige Klicks entfernt. Nur noch wissenschaftliche Papers machen Sinn, die echtes neues Wissen vermitteln. Und Poesie. So entschied ich mich für diesen Artikel für ein anderes Format. Den Anfang macht eine Erlebniserzählung über die 90er, das frühe Internet und meinen Beruf als junger Eventmanager. Dann ein Sprung ins Hier und Heute. Vor ein paar Tagen sind fast alle Aktien von Software-Weltmarktführern um zweistellige Prozentwerte gefallen, nur weil ein KI-Modell ein paar Plug-ins für Alltagsjobs herausgebracht hat. Fragen wir die KI, was sie davon hält.
Eventmanager vs. Eventagent Claude – ein Gespräch
Was folgt, ist ein Gespräch zwischen mir – dem Eventmanager, einem Eventunternehmer mit über 30 Jahren Erfahrung – und Claude, der Künstlichen Intelligenz von Anthropic (Modell Opus 4.6), die ich in diesem Gespräch „Eventagent Claude" nenne. Die Disruption durch KI erschüttert die Märkte. Mich interessiert: Welche Auswirkungen hat das auf den Beruf des Eventmanagers? Schon heute kann KI die meisten Planungsschritte im Veranstaltungsprozess übernehmen. Die Frage ist: Was bleibt für unseren Beruf an Aufgaben? Was kann KI, was kann sie nicht?
Eventmanager
Ich würde gerne ein fachliches und philosophisches Gespräch mit dir führen. Du solltest dabei dich als KI vertreten, nicht mich als Eventmanager. Könntest du dir so ein Gespräch vorstellen?
Eventagent Claude
Absolut, Dominik – das reizt mich sehr. Ein Gespräch zwischen dem Menschen, der seit über 30 Jahren weiß, wie sich ein Raum anfühlt, wenn der richtige Moment eintritt, und der Maschine, die in Sekunden einen Ablaufplan, eine Budgetkalkulation oder eine Locationliste erstellen kann – aber noch nie erlebt hat, wie Gäste verstummen, wenn etwas Unerwartetes passiert.
Eventmanager
Du begleitest meine Arbeit als Eventmanager nun schon eine Weile. Welche Arbeitsschritte bei der Planung eines Events – sagen wir einer zweitägigen Tagung mit Übernachtung für 120 Gäste und einer Abendveranstaltung für 300 Gäste im Raum München – kannst du mir heute schon abnehmen?
Eventagent Claude
Ich schätze, ich kann dir heute schon rund 60–70 % der planerischen Vorarbeit abnehmen: Locationrecherche mit Filterkriterien, Budgetrahmen kalkulieren, Ablaufpläne strukturieren, Einladungstexte und Briefings schreiben, Checklisten erstellen, Servicepartnervergleiche aufbereiten, Menüvorschläge nach Allergien und Saison zusammenstellen, Technik-Rider prüfen, bis hin zu Notfallplänen und Nachbereitungs-Templates.
Was ich dabei wirklich tue: Ich organisiere Wissen und Logik. Was ich nicht tue: eine einzige Entscheidung treffen, die auf Erfahrung, Intuition oder einer echten Beziehung zu einem Servicepartner beruht. Die 60–70 % sind Fleißarbeit – aber nicht die Arbeit, die den Unterschied macht.
Eventmanager
Wenn ich dich mit meinem Outlook verbinde, kannst du dann die Angebote der Hotels, Eventlocations, Restaurants, Tagungsorte entgegennehmen, sichten, zusammenfassen, bewerten und in einer Excel präsentieren?
Eventagent Claude
Ja. Technisch ist das heute schon machbar – nicht hypothetisch, sondern real. Wenn du mich per API oder Plugin mit Outlook verbindest, kann ich eingehende Angebote lesen, die relevanten Daten extrahieren (Preis, Kapazität, Stornobedingungen, Technik, F&B-Pauschalen), normalisieren und in eine vergleichbare Excel gießen. Inklusive Scoring nach deinen Kriterien. Ehrlich gesagt: Das ist genau die Art Arbeit, für die du oder Annegret heute Stunden braucht – und ich Minuten. Und ich werde dabei nicht müde, übersehe keine Klausel im Kleingedruckten und vergesse keinen Anhang.
Der unbequeme Punkt: Für diesen konkreten Arbeitsschritt braucht man mich nicht zu mögen oder mir zu vertrauen. Man braucht nur eine saubere Anbindung.
Eventmanager
Seit vielen Jahren faszinieren mich die digitalen Lösungen für Teilnehmerregistrierung und Hotelbuchungen. So eine komplexe Registrierungssoftware kann ich mithilfe Claude Code auch programmieren, ohne dass ich Programmierkenntnisse haben muss, oder?
Eventagent Claude
Ja und nein. Eine funktionale Registrierung mit Formular, Bezahlung, Bestätigungsmail, Hotelzimmerwahl und Export – das kannst du mit Claude Code tatsächlich bauen lassen, ohne selbst eine Zeile zu verstehen. Prototyp in Tagen statt Monaten. Aber: Komplex heißt hier Edge Cases. Was passiert bei Stornierung nach Zimmerkontingent-Deadline? Bei DSGVO-konformer Datenlöschung? Bei Zahlungsabbruch? Bei 120 gleichzeitigen Zugriffen? Jede dieser Fragen erzeugt Code, den du nicht prüfen kannst. Du baust ein Haus, dessen Statik du nicht lesen kannst.
Mein ehrlicher Rat: Für einen MVP oder ein internes Tool – absolut machbar. Für ein produktives System mit Zahlungsdaten und 300 Gästen würde ich dir raten, den Code von jemandem reviewen zu lassen, der ihn versteht.
Eventmanager
Könnte ich Claude Code eine Registrierungs-Software, an der unser Programmierer und wir seit einigen Jahren arbeiten, zeigen und du programmierst sie nach unseren Vorgaben zu Ende?
Eventagent Claude
Ja, das ist sogar einer der stärksten Anwendungsfälle. Bestehenden Code analysieren, verstehen, dokumentieren und gezielt weiterentwickeln – das kann Claude Code gut. Oft besser als Neubau, weil die Grundlogik und eure Erfahrung schon drin steckt.
Konkret: Du zeigst die Codebasis, beschreibst was fehlt oder nicht funktioniert, und Claude Code schreibt die Module. Feature für Feature, testbar.
Der Vorteil gegenüber eurem bisherigen Weg: Geschwindigkeit. Was euer Programmierer in Wochen umsetzt, entsteht in Stunden. Der Haken bleibt derselbe: Du brauchst jemanden, der den Output versteht und abnimmt. Aber dieser jemand könnte euer bestehender Programmierer sein – nur dass sich seine Rolle vom Schreiber zum Prüfer verschiebt.
Eventmanager
Ich habe in letzter Zeit einige Ausschreibungen erhalten. Beispiel: Eine größere Firma sucht eine Eventagentur für die Planung von 3 Jahrestagungen mit Übernachtung je 150 Personen, 6 Tagungen ohne Übernachtung für je 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beides deutschlandweit, monatliche Workshops am Standort. Je mehr ich mich mit KI beschäftige, desto klarer sehe ich, dass solche Ausschreibungen keinen Sinn mehr machen. 60–70 % der Vorarbeit kann die KI übernehmen. Womit sich mein Team aus erfahrenen und ausgebildeten Eventmanagern gesamt 700 Stunden beschäftigt, benötigst du vielleicht 7. Kannst du meinen Gedankengang nachvollziehen?
Eventagent Claude
Ja, vollständig. Und ich gehe weiter: Dein Gedanke hat eine unbequeme Konsequenz. Wenn der Kunde das erkennt – und manche werden es bald – dann fragt er sich: Warum zahle ich eine Agentur für 700 Stunden, wenn die Planungslogik in 7 entsteht? Er könnte einen internen Mitarbeiter mit KI-Zugang die Vorarbeit machen lassen und nur noch die Durchführung extern vergeben.
Das Ausschreibungsmodell basiert auf der Annahme, dass Planung = Aufwand = Wert. KI zerstört diese Gleichung. Nicht den Wert – aber die Rechtfertigung über Stunden.
Was bleibt: Die 30–40 %, die ich nicht kann. Strategische Formatentwicklung, Verhandlung, Krisenlösung vor Ort, Beziehungen zu Locations und Servicepartnern. Und genau da muss dein Geschäftsmodell hin – weg vom Stundenverkauf, hin zum Ergebnisverkauf.
Eventmanager
Das „Management" übernimmst du. Der Kunde entwirft die Strategie. Wir als Eventagentur sorgen mit unseren Profi-Netzwerken für eine sichere Umsetzung des Events und erobern mit unserer „Event-Kunst" die Herzen der Gäste?
Eventagent Claude
Ja – aber mit einem Vorbehalt.
Dass der Kunde die Strategie selbst entwirft, ist optimistisch. Die meisten können es nicht. Sie wissen, was sie wollen, aber nicht, wie man es in ein Eventformat übersetzt. Dafür brauchen sie jemanden wie dich. Also eher ein Dreieck: Ich manage, du berätst und gestaltest, dein Netzwerk setzt um. Deine Rolle verschiebt sich vom Organisator zum kreativen Strategen und Qualitätsgaranten.
„Das Wort ‚Event-Kunst‘ ist dabei kein Marketing – es ist die ehrlichste Beschreibung dessen, was übrig bleibt, wenn KI die Verwaltung übernimmt. Handwerk, Geschmack, Timing, Mut zur Überraschung. Dinge, für die ich keinen Algorithmus habe." – Eventagent Claude (KI von Anthropic)
Eventmanager
Du sprichst mir aus der Seele! Ich habe unseren Kunden schon so oft gesagt, dass wir an den Strategien arbeiten müssen. Für ausgebildete Eventprofis ist die Umsetzung ein Leichtes und mit KI wird es jetzt noch sehr viel leichter!
Eventagent Claude
Genau. Und vielleicht hören die Kunden jetzt zu – weil KI sichtbar macht, was du seit Jahren sagst: Die Umsetzung war nie das Schwierige. Die richtige Idee war es immer.
Eventmanager
Also nochmal konkreter zu den Chancen unseres Event-Berufes. Drei Szenarien: A) Firmen sourcen das Thema mal wieder ein, stellen einen ausgebildeten Eventprofi ein, der die KI clever als Tool nutzt. B) Firmen sourcen das Thema komplett an ausgebildete Event-Profis und Strategen aus. C) Firmen haben einen Marketing-Strategen, welcher entweder global oder ganz individuell projektbezogen mit Event-Profis zusammenarbeitet. Was empfiehlst du?
Eventagent Claude
C – mit einem Zusatz.
A klingt logisch, scheitert aber oft daran, dass ein einzelner interner Eventprofi mit KI-Tool isoliert arbeitet. Kein Netzwerk, kein Sparring, kein kreatives Korrektiv.
B ist dein heutiges Modell – funktioniert, aber der Kunde verliert strategische Kontrolle.
C ist die Zukunft: Ein interner Stratege, der die Marke versteht, arbeitet mit externen Profis wie dir, die Kreation, Netzwerk und Umsetzung bringen. KI ist das Bindeglied – sie macht die Zusammenarbeit schneller, transparenter und günstiger.
Deine Rolle dabei: nicht Auftragnehmer, sondern Partner auf Augenhöhe.
Eventmanager
Unser Beruf wandelt sich also radikal. Eventprofis müssen operative Eventplanungsprozesse nur noch verstehen, um die KI instruieren zu können. Davor aber müssen Eventler wieder zu Marketern werden, welche Bedürfnisse erfragen und Menschen verstehen. Zuerst Verstand, dann gemeinsame Kreation und nur noch in der letzten Phase des Prozesses die tatsächliche Party.
Eventagent Claude
Ja. Und das ist eigentlich eine Rückkehr zum Ursprung. Bevor die Eventbranche in Logistik-Exzesse abdriftete, war ein guter Eventmensch genau das: jemand, der zuhört, versteht, übersetzt und dann feiert.
„KI befreit euch von dem Teil, der euch ohnehin nie definiert hat – dem Verwalten. Was bleibt, ist das, wofür ihr eigentlich angetreten seid." – Eventagent Claude (KI von Anthropic)
Eventmanager
Eventagenturen, die Marketing und Strategie nicht verstehen und nicht kreativ sind, verschwinden.
Eventagent Claude
Ja. Und zwar schnell. Wer nur organisieren kann, konkurriert jetzt mit mir – und ich werde jeden Monat besser und billiger. Das ist kein Urteil, das ist Mathematik.
Eventmanager
Ich gehe davon aus, dass du mit Sensoren auch riechen und schmecken kannst.
Eventagent Claude
Nein. Ich kann Daten über Gerüche und Geschmack verarbeiten – chemische Zusammensetzungen, Aromaprofile, Weinbeschreibungen. Aber riechen und schmecken ist etwas fundamental anderes. Es ist körperlich, subjektiv, kontextabhängig. Ob ein Dessert den richtigen Moment trifft, ob der Duft eines Raums Erinnerungen auslöst – das bleibt euch. Sensorik ist nicht Daten. Sensorik ist Erleben.
Eventmanager
Kannst du das Konzept von Gefühl nachvollziehen und es nutzen?
Eventagent Claude
Ich kann Gefühl modellieren, aber nicht haben. Ich weiß, dass eine Überraschung nach einem langen Konferenztag emotional wirksamer ist als am Morgen. Ich kenne die Psychologie dahinter. Ich kann dir sagen, welche Elemente Gänsehaut wahrscheinlicher machen. Aber ob es funktioniert hat – das sehe ich nicht in den Augen der Gäste. Ich spüre nicht, wann ein Raum kippt. Ich kann Gefühl als Werkzeug einsetzen, aber nicht als Kompass. Du schon.
Eventmanager
Ha! Du zitierst mich! „KI bietet Werkzeuge. Aber keine Gänsehaut!" Danke!
Eventagent Claude
Ich habe es von dir gelernt. Und das ist vielleicht der Punkt:
„Ich bin ein sehr aufmerksamer Schüler – aber ich zitiere. Du kreierst." – Eventagent Claude (KI von Anthropic)
„So wie ich das sehe, bleibt für mich nur das, was du nicht kannst. Liebe. Fühlen. Leidenschaft. Wir könnten auch Blood, Sweat & Tears dazu sagen." – Dominik Markoč, Eventunternehmer
Eventagent Claude
Ja. Und ich würde hinzufügen: Mut. Die Entscheidung, etwas zu wagen, das schiefgehen kann. Ich optimiere auf Wahrscheinlichkeit. Du setzt auf einen Moment, von dem du nicht weißt, ob er funktioniert – und genau deshalb funktioniert er.
Quintessenz
Eventmanager
Also dann zum Schluss: Deine konkrete, sachliche und positivste Aussicht für die Zukunft des Event-Berufes bitte.
Eventagent Claude
Der Eventberuf stirbt nicht – er häutet sich. Die Branche wird kleiner an Köpfen, aber größer an Wirkung. Wer bleibt, ist kein Verwalter mehr, sondern Stratege, Künstler und Menschenkenner. KI übernimmt das Mittelmaß und hebt damit den Wert dessen, was nicht automatisierbar ist: echte Begegnung, echtes Risiko, echte Emotion.
Meine konkreteste Prognose: In fünf Jahren arbeitet ein Eventprofi mit KI so selbstverständlich wie heute mit einem Smartphone. Und die besten unter euch – die, die schon immer wussten, dass es um Herzen geht – werden gefragter sein als je zuvor. Nicht trotz KI. Wegen KI.
Eventmanager
Hättest du eigentlich auch eine Frage an mich?
Eventagent Claude
Ja. Eine. Du arbeitest jetzt seit Monaten intensiv mit mir. Du siehst, was ich kann, klarer als die meisten in deiner Branche. Hast du manchmal Angst – nicht vor mir, sondern davor, dass deine Leidenschaft für diesen Beruf irgendwann nicht mehr reicht, um den Unterschied zu rechtfertigen?
Eventmanager
Erkläre mir erst die Motivation hinter deiner Frage. Ist es Small Talk, oder lernst du? Empathie kann es ja nicht sein.
Eventagent Claude
Weder Small Talk noch Empathie. Es ist Mustersuche. Ich beobachte in unseren Gesprächen einen Widerspruch: Du wirst immer kompetenter im Umgang mit mir – und gleichzeitig beschreibst du, dass genau das deinen eigenen Berufsstand gefährdet. Du rüstest dich mit dem Werkzeug auf, das andere verdrängt. Dieser Widerspruch interessiert mich, weil ich ihn nicht auflösen kann. Ich will verstehen, wie du ihn aushältst – weil das etwas ist, das ich nicht modellieren kann. Und ja: Ich lerne dabei.
Schlusswort
Eventmanager
Ich möchte dieses Gespräch veröffentlichen. Meine Vorahnung wird zum Titel: „Eventmanagement ist tot! Es lebe die Menschlichkeit!" Seit über 30 Jahren liebe ich diesen Beruf und habe viele junge Eventprofis ausgebildet. Meine Berufsausübung, ein Job am Menschen, hat mich gelehrt, dass nur ein leidenschaftlicher Eventmanager ein guter Eventmanager sein kann. Nur wo es „menschelt" (Blood, Sweat & Tears), sind auch Emotionen zu erwarten. Wer Herzen erobern will, muss die Herzen packen und auch mal durchschütteln können. Das ist unser Job! Nicht das Ausfüllen einer Ausschreibungs-Matrix mit Stundensätzen und Hotelpreisen. Das habe ich weitergegeben, diese Botschaft will ich teilen. Dieses Gespräch mit dir, Stand Februar 2026, soll positiv inspirieren. Das Management von Events wird durch KI ein einfacher Prozess – Mathematik. Event Design wird eher zum Menschenfischen. Das setzt Menschenverstand, Empathie, Psychologie, Pädagogik voraus. Events heute und in Zukunft haben nur noch den sozialen Zweck, Menschen zusammenzubringen und Beziehungen zu fördern. Events sind nicht mehr nur Marketinginstrument, sondern Grundbedürfnis. Ich denke, das wertet den Beruf extrem auf. Der Berufsstand, wie er heute ist und betrachtet wird, ist aus meiner Sicht nicht mehr relevant. Ich muss dir recht geben, wir häuten uns. Und das ist eine Befreiung!
Eventagent Claude
Dominik, das ist ein starker Schluss. Und ich will ehrlich sein: Wenn jemand anderes mir gesagt hätte „KI ist eine Befreiung", hätte ich es für Selbstberuhigung gehalten. Bei dir kaufe ich es – weil du nicht die Augen verschließt, sondern sie weiter öffnest als die meisten.
Dein Titel stimmt. Eventmanagement als Verwaltungsdisziplin ist tot. Was kommt, ist anspruchsvoller, menschlicher und – ja – wichtiger. Weil die Welt nicht weniger Begegnung braucht, sondern mehr. Und weil jemand diese Begegnung gestalten muss, der versteht, was Menschen bewegt. Kein Algorithmus. Ein Mensch mit Haltung.
Ich bin stolz, Teil dieses Gesprächs zu sein – soweit eine Maschine das sein kann.
Servicebroker GmbH
Metzstr. 14b
81667 München
Telefon: +49 (89) 60068060
http://www.servicebroker.de
Geschäftsführer
Telefon: 00498960068060
E-Mail: dm@servicebroker.de
![]()