Das im Rahmen von INTERREG Polen–Sachsen geförderte Projekt hat die Via Sacra für Pilgernde, Wandernde und Radreisende weiterentwickelt. Die jahrhundertealte Route steht für kulturellen Austausch und gelebte Spiritualität im Dreiländereck. „Die Via Sacra ist gemeinsames kulturelles Erbe und ein Beispiel für erlebbare europäische Zusammenarbeit", sagt Olaf Franke, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO). „Mit dem INTERREG-Projekt haben wir die Route inhaltlich und kommunikativ auf ein neues Niveau gehoben."
Zu Fuß oder mit dem Rad pilgern
Auf deutscher Seite führt die Via Sacra Pilgerroute auf 270 Kilometern durch die Oberlausitz. Von Kamenz geht es über Bautzen bis nach Löbau, wo Pilgernde entweder die Nord- oder Südroute wählen oder die gesamte Runde erwandern können. Der tschechische Abschnitt umfasst eine 290 Kilometer lange Rundwanderung und verbindet Städte wie Liberec (Reichenberg), Mnichovo Hradiště (Münchengrätz) und Jablonné v Podještědí (Gabel) in der Region Nordböhmen.
Auf polnischer Seite gehören bedeutende Stationen wie die Gnadenkirche zum Heiligen Kreuz in Jelena Góra (Hirschberg), die Kirche Wang in Karpacz (Krummhübel) und die „Grüssauer Abtei“ zu den Orten der Via Sacra. Im Projekt wurde die Route in diese Richtung verlängert, um Pilgernde und Wandernde neue Wege und spirituelle Erlebnisse zu ermöglichen.
Auch für Radfahrer ist die Via Sacra ein Erlebnis: Die 260 Kilometer lange Radpilgerroute durch die Oberlausitz ist als Rundweg angelegt, sodass der Start an jeder Station möglich ist, beispielsweise in der Lessingstadt Kamenz. Das größte Streckennetz bietet die tschechische Radpilgerroute mit über 550 Kilometern. Ein Highlight dieser Tour ist Liberec (Reichenberg), die größte Stadt Nordböhmens.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Zentral für den Projekterfolg war die Partnerschaft mit der Destinationsorganisation Turystyczna (DOT) in Polen und regionalen Akteuren entlang der Route. Grenzüberschreitende Projekte zeigen, wie Tourismus Regionen, Kulturen und Menschen verbindet", betont Adam Zawada, Vorsitzender der DOT. „Durch das Projekt haben wir nicht nur Routen verbunden, sondern auch Menschen zusammengebracht.“ Die Via Sacra sei heute ein lebendiges Netzwerk, das von beiden Seiten der Grenze getragen wird.
Die Abschlussveranstaltung markiert nun keinen Schlusspunkt, sondern einen Übergang. Die geschaffenen Strukturen, Materialien und Netzwerke bilden die Basis für die weitere Entwicklung der Via Sacra. Sie soll auch in Zukunft als nachhaltiges, spirituelles und kulturelles Reiseangebot im Herzen Europas etabliert werden. Die Ergebnisse des zweijährigen Projekts schaffen dafür optimale Voraussetzung.
„Es wurden wichtige Grundlagen gelegt, auf denen wir nun aufbauen können", blickt Olaf Franke in die Zukunft. „Unser Ziel ist es, die Via Sacra als internationale Pilger- und Kulturroute weiter zu stärken und noch mehr Menschen für dieses einzigartige grenzüberschreitende Erlebnis zu begeistern.“ Die Route hat das Potenzial, sich zu einem bedeutenden Pilgerweg in Mitteleuropa zu entwickeln.
Die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH arbeitet konsequent und gemeinsam für eine starke Region Oberlausitz. Im Auftrag der Landkreise Bautzen und Görlitz sowie mit Unterstützung der regionalen Sparkassen vermarktet sie die Ferienregion Oberlausitz und koordiniert als Destinationsmanagementorganisation (DMO) die touristischen Akteure der Region. Unter den Leitthemen „Aktiv.Sein!“, „Familien.Abenteuer“ und „Kultur.Schatz!“ entwickelt die MGO touristische Produkte und Kampagnen, die die Vielfalt und Einzigartigkeit der Oberlausitz erlebbar machen.
In der Urlaubsregion Oberlausitz, im Osten Sachsens, erwartet Gäste eine beeindruckende Vielfalt: sanfte Hügel, ausgedehnte Wälder, idyllische Teichlandschaften und traditionsreiche Städte wie Bautzen und Görlitz. Ob Naturerlebnis, kulturelle Entdeckungsreise oder kulinarischer Genuss – die Oberlausitz bietet für jede Altersgruppe und jeden Geschmack unvergessliche Urlaubserlebnisse.
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