Lohnt sich eine Krankenversicherung für Vierbeiner?

Das kommt darauf an, für welche Police Sie sich entscheiden und wie hoch die Tierarztkosten tatsächlich ausfallen. Angesichts steigender Versicherungsprämien gilt es abzuwägen, welche Absicherung sinnvoll und bezahlbar ist. Beim Krankenvollschutz übersteigen die zum Teil sehr teuren Beiträge die jährlich anfallenden Tierarztkosten oft deutlich. Günstige Konditionen gibt es nur, wenn Tierhalter ihre gesunden Vierbeiner bereits früh versichern. Dafür zahlen sie jahrelang Versicherungsbeiträge, die mit zunehmendem Alter des Tieres steigen. Mussten Assekuranzen für viele kostspielige Behandlungen aufkommen, fallen die Beitragsanpassungen im Folgejahr entsprechend höher aus.

Wichtig zu wissen: Tierkrankenpolicen zählen zu den Sachversicherungen. Beide Seiten können innerhalb der vereinbarten Frist kündigen. Erhöht die Assekuranz die Beiträge, steht Ihnen ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Für Ärger sorgt meist aber der umgekehrte Fall: Nachdem Versicherer eine teure Behandlung bezahlen mussten, lösen sie den Vertrag auf. Dies ist besonders für Besitzer älterer und kranker Tiere ein Problem. Häufig finden Sie keinen neuen Versicherer. Manche Assekuranzen verzichten nach einer drei- bis vierjährigen Laufzeit auf dieses Kündigungsrecht. Sie können aber die Beiträge anpassen.

Angenommen, Sie zahlen für den Krankenvollschutz Ihrer Hauskatze monatlich 65 Euro. Hochgerechnet auf ein durchschnittliches Katzenleben von 15 Jahren würden Sie – ohne Beitragsanpassungen – 11.700 Euro an den Versicherer bezahlen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Ihre Samtpfote solch hohe Tierarztkosten verursacht. Der Abschluss einer Vollversicherung lohnt sich daher eher nicht. Sinnvoller wäre es, monatlich einen bestimmten Betrag für die medizinische Versorgung des Haustiers zurückzulegen. Was Sie nicht benötigen, lässt sich später in eine private Altersvorsorge investieren, als Sondertilgung bei der Hausfinanzierung einsetzen oder für die nächste Urlaubsreise verwenden. 

Tierhalter kommen deutlich günstiger weg, wenn sie nur die größten Risiken absichern – sprich notwendige Operationen. Wer sich für eine reine OP-Police entscheidet, sollte aber genau nachlesen, was der Anbieter unter „Operation“ versteht und darauf achten, dass neben dem Eingriff auch Diagnostik und Nachsorge ausreichend versichert sind.

Tierkrankenversicherung: Worauf Sie beim Abschluss achten sollten

Da sich bei Tierkrankenpolicen die Bedingungen für eine Kostenübernahme stark unterscheiden, sollten Sie beim Abschluss auf diese Punkte achten:

  • Früh versichern: Für junge, gesunde Tiere sind die Beiträge günstiger. Eine Police nach bereits gestellter Diagnose abzuschließen, ist schwierig. Die Krankheit ist dann nicht versichert.
  • Freie Tierarztwahl: Gute Policen überlassen Ihnen die Entscheidung, wo Sie Ihr Tier behandeln lassen.
  • Auf kurze Wartezeit achten: Warten Sie nicht monatelang, bis der Versicherungsschutz greift. Viele Policen bieten kürzere Wartezeiten und einen sofortigen Schutz bei Unfällen.
  • Leistungen prüfen: Deckt der Tarif alle medizinischen Leistungen und Therapien ab, die Ihnen wichtig sind? Kosten für Physiotherapie, Osteopathie, aber auch Zahnbehandlungen übernimmt nicht jeder Versicherer. Achten Sie darauf, dass auch Behandlungen im Ausland abgedeckt sind.
  • Ausschlüsse hinterfragen: Verstehen Sie, was die Police nicht abdeckt? Die Ausschlussliste sollte möglichst kurz, transparent und verständlich sein.
  • Nachsorge mitversichern: Bei einer reinen OP-Police sollte auch die vorangehende Diagnostik inklusive bildgebender Verfahren sowie die Nachsorge für einige Wochen abgesichert sein.
  • Kostenübernahme checken: Die Versicherung sollte Tierarztkosten bis zum 3- oder 4-fachen Satz der GOT erstatten. Dann sind auch schwierigere Behandlungen sowie der Notdienst inklusive.
  • Höchstgrenzen prüfen: Viele Tarife sehen ein Jahreslimit für Erstattungen vor. Prüfen Sie, ob dies im Krankheitsfall ausreicht, um die Kosten zu decken.
  • Tarifmodell auswählen: Je nach Tarif zahlen Sie keinen oder einen unterschiedlich hohen Eigenanteil. Selbstbeteiligungen von 20 Prozent beziehungsweise 250 Euro im Jahr sind üblich und senken den Beitrag.
  • Expertise hinterfragen: Das Einreichen von Tierarztrechnungen sollte möglichst einfach sein. Oft geht das online oder per App. Informieren Sie sich, wie Kunden die Schadenregulierung des Anbieters bewerten.

Verwendete Quellen:

Interview mit Dr. Peter Grieble, Abteilungsleiter Versicherungen/Pflege/Gesundheit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e.V.

Kosten Veterinärmedizin:

https://www.bundestieraerztekammer.de/presse/2019/08/Tierkrankenversicherung.php
https://www.bundestieraerztekammer.de/tierhalter/got/index.php (Gebührenordnung)

https://www.versicherungsbote.de/id/4910909/Tierarztkosten-bei-Hunden-Was-Besitzer-ausgeben/
https://www.versicherungsbote.de/id/4910310/Tierarztkosten-bei-Katzen-Was-die-Besitzer-ausgeben/
https://www.hansemerkur.de/haustiere/tierarztkosten-hund
https://www.hansemerkur.de/haustiere/tierarztkosten-katze
https://www.agila.de/versicherungen/ratgeber-tierarztkosten

Tierkrankenversicherungen:

https://www.test.de/Tierkrankenversicherungen-fuer-Katzen-im-Vergleich-5934432-0/
https://www.test.de/Hundekrankenversicherung-Vergleich-5777769-5778782/
https://www.versicherungsmagazin.de/rubriken/branche/tier-op-schutz-kuendigungsverzicht-toppt-den-markt-3444132.html
https://dogvers.de/ratgeber-tierversicherungen/
https://www.vergleichen-und-sparen.de/
Internetseiten der Versicherungsanbieter

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