Meta vor OLG Stuttgart: Hunderte Klagen wegen Meta Pixel & Business Tools / Dr. Stoll & Sauer sieht gute Chancen auf Schadensersatz
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Dienstag, Jan. 13, 2026
OLG Stuttgart fragt nach: „Was passiert mit den Daten?“
Die Süddeutsche Zeitung beschreibt am 7. November 2025 eine bundesweite Klagewelle: Mehrere Tausend Kläger werfen Meta vor, sie mithilfe unsichtbarer Tracking-Werkzeuge quer durchs Internet zu verfolgen und gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu verstoßen. Rund 2500 Urteile von Amts- und Landgerichten liegen laut SZ bereits vor, mehrere Hundert Kläger haben Schadensersatz zugesprochen bekommen – oft vierstellige, teilweise aber auch fünfstellige Beträge.
Vor dem OLG Stuttgart wird dieser Streit nun „eine Etage höher“ geführt. Der Bericht der Süddeutschen Zeitung hebt folgende Punkte hervor:
Aus Sicht von Dr. Stoll & Sauer zeigt die Verhandlung, dass Meta sich im Berufungsverfahren detaillierten Fragen zur Datenverarbeitung stellen muss – eine reine Berufung auf pauschale „Sicherheitszwecke“ reicht nach der klaren Ansage des Senats nicht.
Was steckt hinter Meta Pixel und den Business Tools?
Die in den Verfahren angegriffenen „Business Tools“ sind unsichtbare technische Bausteine, die Webseitenbetreiber im Einvernehmen mit Meta einbauen – etwa auf Nachrichtenseiten, in Online-Shops oder Reiseportalen, aber auch auf besonders sensiblen Angeboten zu Gesundheit oder Partnersuche.
Ihr Ziel: Nutzer von Facebook und Instagram über viele verschiedene Seiten hinweg wiederzuerkennen und ihr Verhalten lückenlos auszuwerten. Nach dem vom Landgericht Leipzig zitierten technischen Gutachten kann „jeder Nutzer zu jeder Zeit individuell erkennbar“ sein, sobald er im Internet unterwegs ist – auch dann, wenn er gerade nicht bei Facebook oder Instagram eingeloggt ist.
Meta Pixel und weitere Business Tools funktionieren dabei typischerweise so:
Nach Recherchen von Verbraucherschützern werden so auch hochsensible Informationen erfasst – etwa zu Gesundheit, psychischen Problemen, Sexualität oder finanzieller Situation –, wenn Betroffene entsprechende Webseiten besuchen. Für Meta sind diese Daten geschäftlich hochattraktiv: Laut Bundeskartellamt erzielte der Konzern allein im Jahr 2021 rund 115 Milliarden Dollar mit personalisierter Werbung.
Rechtlicher Hintergrund: BGH ebnet Weg, LG Leipzig setzt Maßstab
Die SZ ordnet die Stuttgarter Verfahren in einen größeren rechtlichen Kontext ein:
Einschätzung der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer
Die Verbraucherkanzlei Dr. Stoll & Sauer bewertet den Stand der Dinge wie folgt:
Die Verfahren in Stuttgart sind ein Lackmustest dafür, wie ernst die Gerichte den Schutz der Privatsphäre im Zeitalter datengetriebener Geschäftsmodelle nehmen, heißt es aus der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer. Wenn ein Konzern Milliarden mit Werbung verdient, die auf heimlich aufgebauten Profilen beruht, muss er lückenlos erklären können, was er mit den Daten der Nutzer macht.
Verbraucher, die Webseiten mit Meta Pixel oder anderen Meta-Business-Tools genutzt haben und sich durch die unsichtbare Überwachung beeinträchtigt fühlen, sollten ihre Rechte prüfen lassen. Dr. Stoll & Sauer bietet dafür eine kostenlose Ersteinschätzung im Meta-Pixel-Online-Check an.
Wer ist betroffen – und wie können Verbraucher ihre Rechte durchsetzen?
Betroffen sind Millionen Internetnutzer – auch solche ohne Facebook- oder Instagram-Konto. Entscheidend ist nicht die Nutzung der Plattformen, sondern der Besuch von Drittwebseiten, die Meta Business Tools eingebunden haben. Dazu zählen laut Stiftung Warentest unter anderem:
Gerichte sehen bereits das subjektive Gefühl, ausgespäht worden zu sein, als ausreichend für einen Entschädigungsanspruch. Beweise wie Screenshots, Datenschutzerklärungen oder Cookie-Banner helfen bei der Geltendmachung. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer zeigt Verbrauchern in der kostenlosen Ersteinschätzung im Meta-Pixel-Online-Check rechtliche Möglichkeiten gegen den Tech-Konzern Meta auf.
Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH mit Sitz in Lahr gehört zu den führenden Verbraucherkanzleien Deutschlands. Bundesweite Bekanntheit erlangte sie durch ihre Pionierarbeit im Dieselskandal, zahlreiche Musterfeststellungsklagen sowie Massenverfahren im Bank-, Versicherungs- und Datenschutzrecht. Die Anwälte der Kanzlei führen unter anderem Sammelklagen zu großen Datenlecks, vertreten Betroffene von Meta Pixel, Online-Coaching-Fällen und Abgasskandalen und haben bereits tausende Geschädigte erfolgreich zu Entschädigungen geführt. Fachpresse und Branchenmedien – darunter das JUVE-Handbuch – bescheinigen der Kanzlei seit Jahren besondere Expertise in der kollektiven Durchsetzung von Verbraucherrechten.
Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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