Zu viel des Guten

Das neue Buch der US-Bestsellerautorin und Psychotherapeutin wendet sich vor allem an Frauen, die immer nur für andere da sind, sich für alle und alles verantwortlich fühlen – und sich dabei selbst zu verlieren drohen. Sie zeigt Wege auf, den Überlastungskreislauf zu durchbrechen und das Leben neu zu entdecken.

Die Probleme anderer zu den eigenen machen

Viele erfolgreiche und kompetente Frauen aus allen Gesellschaftsschichten werden von der unbewussten Überzeugung getrieben, dass die Welt allein auf ihren Schultern lastet – und dass es an ihnen sei, sämtliche Probleme im Alleingang zu lösen. Von der Termin- und Reiseplanung im Job über die Organisation von Haushalt und Familie bis hin zu den komplizierten Liebesbeziehungen von Freunden oder völlig Fremden werden dabei oft die Probleme anderer zu den eigenen gemacht.

Die US-amerikanische Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Terri Cole gehörte selbst lange Zeit zu diesen übermotivierten und hochengagierten Menschen und verbrachte daher viel Zeit damit, die „Grundlagen der Co-Abhängigkeit zu erforschen und herauszufinden, wie ich anderen beibringen kann, die psychischen Knoten zu lösen, wegen denen wir uns die Hacken ablaufen“. Nachdem sie in ihrem ersten Buch „Boundary Boss“ zeigte, wie es gelingt, sich selbst erfolgreich abzugrenzen, geht es in „Too Much!“ um die Heilung von dem Drang, „alles für alle tun und sein zu wollen“. Damit will sie helfen, einen Weg raus aus Verhaltensmustern zu finden, die Energie rauben und den echten und wichtigen Beziehungen schaden.

Was bedeutet „hochfunktionale Co-Abhängigkeit“ (HFC)?

Vieles von dem, was heute über Co-Abhängigkeit bekannt ist, hat seinen Ursprung in den 1970er-Jahren, als neue Theorien zu Fürsorge und schwierigen Beziehungen im Bereich der Suchtforschung auftauchten. Doch handelt es sich nicht um eine klinische Diagnose oder Persönlichkeitsstörung, sondern gilt als tiefgreifende Problematik im Bereich der mentalen Gesundheit. Die übermäßige Beschäftigung mit dem Leben anderer – seien es Partner, Angehörige oder Freunde – kann dazu führen, das eigene Leben ganz automatisch, instinktiv und geradezu zwanghaft rund um andere zu organisieren. Das resultiert in ungleichen, ungesunden Beziehungen, in denen man die eigenen Bedürfnisse zugunsten der Bedürfnisse anderer opfert – auch wenn gar niemand darum gebeten hat.

Terri Cole definiert HFC als „Verhalten, bei dem man übermäßig in die Gefühlswelt, Entscheidungen und Lebensumstände seiner Mitmenschen eingebunden ist, was auf Kosten des eigenen inneren Friedens sowie des emotionalen und/oder finanziellen Wohlergehens geht“. Die Betroffenen sind oft gebildet, beruflich erfolgreich und funktionieren augenscheinlich bestens in ihrem Umfeld. Erschwerend kommt hinzu, dass all diese Merkmale wie Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft als sozial erwünscht gelten, wodurch es Betroffenen schwerer fällt zu verstehen, dass ihr Verhalten dysfunktional ist.

Wie lässt sich die HFC überwinden?

Bereits in ihrem Bestseller „Boundary Boss“ hat Terri Cole die Kombination bewusster und unbewusster Einflüsse erforscht, die den Umgang mit der Abgrenzung bestimmen. In „Too Much!“ überträgt sie dieses Grundmuster auf das Problem der hochfunktionalen Co-Abhängigkeit: „Um wirklich davon loskommen zu können, müssen wir wissen, inwieweit sich die Erfahrungen unserer Kindheit auf unsere Beziehungen als Erwachsene auswirken, ganz egal, wie lange sie zurückliegen.“

Vielen Frauen wurde von klein auf eingetrichtert, sich nach den Wünschen und dem Wohlergehen anderer zu richten – also fürsorglich zu sein, um negatives Feedback zu vermeiden. Wenn man jedoch übermäßig funktioniert, um sich wertgeschätzt, anerkannt oder geliebt zu fühlen, hat das wenig mit echter Fürsorge zu tun. Diese bedeutet, sich bewusst und willentlich zu engagieren, seinen Verpflichtungen nachzukommen und zu klären, was in die eigene Zuständigkeit fällt und was nicht: „Statt übermäßig auf die Wünsche anderer zu achten, kümmert man sich um das eigene Wohlergehen.“ Denn wenn man das rechte Maß beim Geben und Helfen beachtet, gewinnen alle Beteiligten. Bei der Überwindung der HFC geht es darum, in Beziehungen ein gesundes Miteinander zu suchen und der Selbstliebe den ihr zustehenden Platz einzuräumen.

Terri Cole
Too Much! Für alle, die zu viel geben, tun, machen, denken fühlen
Den Überlastungskreislauf durchbrechen und das Leben neu entdecken
Mankau Verlag, 1. Aufl. August 2025
Klappenbroschur, 13,5 × 21,5 cm, 270 Seiten
ISBN 978-3-86374-767-1
22,00 Euro (D) | 22,70 Euro (A)

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