„Ein Handwerk lernt man immer für sein Leben“

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Freitag, Aug. 29, 2025
Zimmerer-Azubi Enno Theis: Ein eigenes Holzhaus als Ziel
Enno Theis hat seine Ausbildung zum Zimmerer bereits vor einigen Tagen begonnen. Der 20-Jährige aus Kirchzarten ist durch Freunde, die ebenfalls das Zimmerer-Handwerk lernen, auf den Ausbildungsberuf aufmerksam geworden. „Die Arbeit mit Holz macht mir Spaß und ich arbeite gerne an der frischen Luft“, sagt der Nachwuchszimmerer. Schon die ersten Arbeitstage haben ihm gut gefallen. Das liegt wohl auch an seinem Ausbilder Dominik Hug. Der Zimmermeister und sein Team gehen das Thema Ausbildung mit viel Engagement an. „Mir macht das Handwerk des Zimmerers sehr viel Spaß und es bringt mir Freude, diese Leidenschaft weiterzugeben“, sagt der 32-Jährige Betriebsinhaber. „Es ist inspirierend junge Menschen innerhalb der Ausbildung wachsen zu sehen.“
Dominik Hug hat erst vor Kurzem die Geschäftsführung der Hug Zimmerei GmbH in Oberried von seinem Vater übernommen. Der Betrieb hat eine 122-jährige Geschichte, mit Dominik Hug ist nun die vierte Generation am Ruder. Ausbildung wird im Betrieb seit vielen Jahrzehnten großgeschrieben – und hat auch aktuell einen hohen Stellenwert für das Unternehmen. „Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig“, sagt Hug. „Nur mit einer guten und fundierten Ausbildung ist es uns möglich, weiterhin auf neue Fachkräfte bauen zu können.“
Für Hug ist klar, dass es bei der Ausbildung neben der Vermittlung von Fachwissen um mehr geht. „Im Normalfall ist es für die Jugendlichen die erste große Entscheidung im Leben – das ‚Wo will ich hin, was macht mir Spaß?‘. Und dann verpflichten Sie sich mit dieser Entscheidung gleich für drei Jahre Lehrzeit.“ Bei und mit dieser Entscheidung müsse man den Auszubildenden unter die Arme greifen. „Genau da beginnen die Herausforderungen – da liegt aber auch der Spaß“, lächelt er.
„Ein Handwerk lernt man immer für sein Leben“, macht Hug deutlich. „Man kann sich danach immer noch in verschiedene Richtungen bewegen, aber wer einmal eine gute Handwerksausbildung erfahren hat, bereut dies nie und kann das Wissen und die Erfahrungen in seinem Leben immer wieder gebrauchen.“ Enno Theis hat seinen Weg im Handwerk erst begonnen. Er richtet seinen Blick aber auch schon in die Zukunft. „Ich freue mich darauf, viele neue Dinge zu lernen.“ Sein Ziel: „Einmal ein eigenes Holzhaus bauen zu können.“
Konditor-Azubi Anna-Lena Meußler: Vom Praktikum zu Pralinen
Anna-Lena Meußler aus Lörrach hat ihre Ausbildung zur Konditorin sogar schon am 1. August begonnen. Ihre ersten vier Wochen bei der Bäckerei Paul in Lörrach sind wie im Flug vergangen – auch weil die Arbeit abwechslungsreich und spannend ist. „Es macht wirklich Spaß, die verschiedenen Produkte kennenzulernen und selbst herzustellen“, sagt die 20-Jährige.
Zu ihrem Ausbildungsplatz kam sie auch durch Eigeninitiative. „Ich habe immer schon gerne und viel gebacken“, berichtet sie. Sie habe deshalb einfach bei der lokalen Bäckerei Paul nach einem Praktikum gefragt – und nach den praktischen Einblicken in den Betrieb war ihr klar, dass sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen möchte.
Ihr Ausbildungsbetrieb bildet seit vielen Jahren aus – nicht nur im Konditoren- sondern auch im Bäcker-Handwerk. „Ohne gut qualifizierte Fachkräfte hätten unser Betrieb und unser Handwerk keine Zukunft“, sagt Bettina Paul. „Junge Menschen auszubilden, ist dafür der beste Weg.“ Die Familie Paul führt ihre Bäckerei seit mehreren Generationen – die Ausbildung spielte schon immer eine Rolle. „Besonders Spaß macht es natürlich, wenn die Auszubildenden Begeisterung und Interesse am Beruf zeigen“, so Bettina Paul. Wenn alle im Team arbeiteten, sei man gemeinsam erfolgreich.
„Im Handwerk hat man jeden Tag ein sichtbares Erfolgserlebnis“, sagt sie. „Wenn abends die Verkaufstheke leer ist, ist das eine Bestätigung für die gute Arbeit aller Beteiligter – ob Konditorin, Bäcker oder Fachverkäuferin.“ Aber auch die Vielfalt und die Kreativität machten das Bäcker- und das Konditoren-Handwerk jeden Tag aufs Neue spannend und zu einem Traumberuf. Anna-Lena Meußler will auf jeden Fall jeden Tag ihrer Ausbildung und die unterschiedlichen Aufgaben auf sich zukommen lassen – vor allem freut sie sich aber auf die Herstellung von Pralinen. „Das wird sicher cool.“
Weitere Informationen rund um den Ausbildungsstart im regionalen Handwerk unter www.hwk-freiburg.de/ausbildungsstart
Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.
Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Beratungs- und Bildungszentren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und – übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.
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