Europäische Aktien zurückhaltend bewertet und unterschätzt

Europas Aktienmarkt verdient mehr Aufmerksamkeit, sagt Maximilian Weidler, Client Portfolio Manager im europäischen Aktienteam bei Lazard Asset Management. Seiner Meinung nach hat sich Europa positiv gewandelt, sei ertrags- und wachstumsstark mit einer globalen Ausrichtung. Dies spiegele sich jedoch noch nicht in der Bewertung wider. 

Maximilian Weidler begründet sein Vertrauen in europäische Aktien so: „Während wir bei unseren unmittelbaren Aussichten für die europäische Wirtschaft und europäische Aktien vorsichtig bleiben, glauben wir, dass die Region aus Sicht der Vermögensallokation weiterhin relativ attraktiv ist. Wir sind der Meinung, dass Europa mehr Interesse bei den Anlegern verdient, als es bekommt.“ 

Viele Anleger würden die europäischen Aktienmärkte mit Sektoren, die auf eine alte Wirtschaft und geringes Wachstum ausgerichtet sind, assoziieren. Diese Sichtweise verkennt nach Meinung des Experten jedoch, wie sehr sich das Profil des europäischen Marktes in den vergangenen Jahren verändert habe. „Europa hat einen größeren Schwerpunkt auf Wachstumssektoren mit einer globalen Ertragsdimension entwickelt. Dies führt zu einer höheren Finanzproduktivität und einem widerstandsfähigeren Ertragsprofil“, sagt der Experte. Dennoch seien die Aktienmärkte der Region in absoluten Zahlen und im Vergleich zu anderen entwickelten Märkten nach wie vor zurückhaltend bewertet. „Wir glauben, dass sich dies bald ändern wird“, hält Weidler fest.

Wirtschaftliches Umfeld bleibt trüb

Die zahlreichen Zinserhöhungen der großen westlichen Zentralbanken scheinen Wirkung zu zeigen: Denn die Inflation geht zurück, während sich die Wirtschaft abkühlt. Doch das hat Nebenwirkungen, erklärt Weidler: „Angesichts des Ausmaßes der geldpolitischen Straffung durch die Europäische Zentralbank (EZB) und des raschen Rückgangs der Geldmenge war eine deutliche Verlangsamung der europäischen Wirtschaftstätigkeit unvermeidlich.“ 

Die Experten von Lazard Asset Management halten einen wirtschaftlichen Rückgang für wahrscheinlich. Maximilian Weidler führt dazu aus: „Die höheren Zinssätze wirken sich auf die europäischen Unternehmen aus, die weitaus stärker von variabel verzinsten Bankkrediten abhängig sind als ihre US-Konkurrenten. Darüber hinaus bestätigt der Anstieg der Renditen europäischer Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt unsere Ansicht, dass härtere wirtschaftliche Zeiten bevorstehen könnten.“  

Rückläufige Inflation gibt Anlegern Hoffnung

Aus makroökonomischer Sicht sei das Bild jedoch nicht gänzlich düster. Die Inflation sei in vielen europäischen Ländern stark rückläufig, wie der jüngste Rückgang des deutschen Verbraucherpreisanstiegs von 6,4 % im August auf 4,3 % im September zeige – ein etwas stärkerer Rückgang als erwartet und der langsamste jährliche Preisanstieg hierzulande seit September 2021. Generell sei die Inflationsrate in der Eurozone stetig gesunken. Im September erreichte sie mit 4,3 % den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren (basierend auf dem Flash-Report) und übertraf damit erneut die Schätzungen. „Allerdings sind die Daten nicht gänzlich auf einem rückläufigen Pfad: Die französischen und spanischen Inflationszahlen haben sich dem allgemeinen Abwärtstrend des Preiswachstums im Sommer widersetzt“, gibt Weidler zu bedenken.

Trotz der ermutigenden Inflationsdaten sei die Schlacht noch nicht gewonnen. Gerade der sommerliche Anstieg der Ölpreise nach der Entscheidung Saudi-Arabiens und Russlands, ihre Öllieferungen zu drosseln, erschwere die Lage. Die jüngsten Zinspausen der Fed und der Bank of England, begleitet von den sanfteren Tönen der EZB, würden jedoch darauf hindeuten, dass der Höhepunkt des aktuellen Straffungszyklus erreicht oder er sehr nahe sei. 

Aus europäischer Sicht könne auch das Timing des Zyklus trösten: „Europa scheint die Auswirkungen der Zinserhöhungen früher zu spüren als die stärkere US-Wirtschaft“, sagt der Experte, „aber das deutet darauf hin, dass es auch die erste der beiden Regionen sein könnte, in welcher Zinssenkungen im nächsten Jahr möglich sind.“

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