Gesundung von Eltern und Kindern nicht durch Kürzungen gefährden

Viele Familien kommen durch die beabsichtigte Streichung der Haushaltsmittel für Kliniken des Müttergenesungswerks in Not. „Schon jetzt warten belastete Menschen länger als ein Jahr auf einen Platz, was besonders nach der Pandemie und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unverantwortlich ist“, sagte Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg. Der Staat müsse seiner Verpflichtung nachkommen, Eltern und pflegende Angehörige in die Lage zu versetzen, ihre täglichen Aufgaben zu bewältigen und sich bei Überlastung wieder zu erholen.

Angelika Klingel, Geschäftsführerin der Evangelischen Müttergenesung Württemberg, berichtet, dass eine Erweiterung der Kapazitäten im Blick auf spezifische Angebote für besonders gefährdete Zielgruppen, energetische Modernisierung oder der Umbau zu besserer Barrierefreiheit mit den jetzt in Frage stehenden Bundesmitteln künftig umgesetzt werden sollten. „Die Tagessätze unserer Kliniken lassen keine Spielräume für Investitionen zu“, sagt sie. „Dabei müssten wir in absehbarer Zeit das Platzangebot erhöhen und unsere Kliniken zukunftsweisend aufstellen.“ Denn bereits vor der Corona-Pandemie sei eine steigende gesundheitliche Belastung und ein steigender Bedarf nach den stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen nachgewiesen worden. „Die gesundheitliche Situation von Menschen in Erziehungs- und Pflegeverantwortung ist dramatisch. Schwere Erkrankungen drohen, wenn kein Ausweg aus der Belastungssituation gefunden wird.“

Seit fast 70 Jahren fördert das Bundesministerium für Familie,Senioren, Frauen und Jugend die Kliniken der Müttergenesung – in Württemberg sind es drei, bundesweit 72 Häuser. In Deutschland soll die Summe von 5,99 Millionen Euro entfallen. Der Bundesverband fordert jedoch eine Aufstockung der Mittel um 10 Millionen Euro. Alle Kliniken im Verbund der Müttergenesung sind gemeinnützig und wirtschaften ohne Gewinnabsicht und mit geringen Rücklagen. Investitionskosten sind in den Tagessätzen nicht berücksichtigt.

Die evangelische Müttergenesung in Württemberg

betreibt zwei Mutter Kind-Kurkliniken in Loßburg und Scheidegg und eine Frauen- und Mütterkurklinik in Bad Wurzach. Dort finden ganzjährig dreiwöchige Kurmaßnahmen für erschöpfte Mütter, Kinder und pflegende Frauen statt. Durch beste Behandlungserfolge, dem spirituellen Profil und steigendem Bedarf kann der Nachfrage in allen drei Einrichtungen nicht zeitnah nachgekommen werden, es bestehen Wartezeiten von mehr als einem Jahr.

Das Diakonische Werk Württemberg

Die Diakonie Württemberg ist die soziale Arbeit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Freikirchen. Das Diakonische Werk Württemberg mit Sitz in Stuttgart ist ein Dachverband für 1.400 Einrichtungen mit fast 50.000 hauptamtlichen und 35.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, alte und pflegebedürftige Menschen, Arbeitslose, Wohnungslose, Überschuldete und andere Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Mädchen und Frauen in Not. Täglich erreicht die württembergische Diakonie über 200.000 Menschen. Das Diakonische Werk Württemberg ist ebenfalls Landesstelle der Internationalen Diakonie, Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa.

Bundesweit sind rund 525.000 hauptamtlich Mitarbeitende und etwa 700.000 freiwillig Engagierte in der Diakonie aktiv. Der evangelische Wohlfahrtsverband betreut und unterstützt jährlich mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland.

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