Schulwegsicherheit hängt an der Infrastruktur

Über 37.000 Schulanfänger*innen werden diesen Samstag eingeschult. Der BUND Berlin ruft deren Eltern auf, ihre Kinder umweltfreundlich zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu bringen. Sollten die Kinder bereits selbstständig an ihren Lernort kommen können, ist das die beste Option.

Der Schulweg ohne Auto schont nicht nur das Klima und trägt zur Sicherheit im Schulumfeld bei, sondern wirkt sich auch positiv auf die Entwicklung der Kinder aus. Bewegung an frischer Luft fördert die Konzentrationsfähigkeit und ist gesund. Zudem können die Kinder nur durch eigene Mobilitätserfahrungen lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Auch für das neue Kita-Jahr ruft der BUND dazu auf, die Wege mit den Kindern von Anfang an zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu absolvieren.

Der BUND unterstützt und berät Berliner Kitas und Schulen im Rahmen seiner Aktion „Zu Fuß zur Kita und zur Schule“, wie sie die selbstständige Mobilität der Kinder fördern, Inhalte der Mobilitätsbildung umsetzen und das Umfeld sicherer gestalten können.

Gleichzeitig fordert der BUND den Senat und die Bezirke auf, mehr für die Verkehrssicherheit der Kinder zu tun. An zahlreichen Kitas und Schulen muss die Infrastruktur verbessert werden, um die Wege sicher zu machen.

Ein Beispiel ist die Grundschule am Karpfenteich in Lichterfelde-Ost. Bereits seit mehr als drei Jahren fordern Eltern und Anwohnende einen Zebrastreifen auf der Mariannenstraße. Dieser ist inzwischen angeordnet, aber die Umsetzung lässt auf sich warten. Nur mit großen Umwegen können die Schüler*innen diese Gefahrenstelle vermeiden.

Gabi Jung, Referentin für Mobilitätsbildung des BUND Berlin, erklärt: „Wir rufen Eltern seit Jahren dazu auf, ihre Kinder zu Fuß zur Schule zu schicken. Dafür müssen die Wege auch sicher sein. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man nicht erwarten, dass Eltern ihre Kinder alleine gehen lassen. Vor allem, wenn eine sichere Route mit größeren Umwegen verbunden ist. Da liegt vielen dann das ‚Elterntaxi‘ näher. Das wird sich leider nicht ändern, solange sichere Rad- und Fußwege sowie Straßenquerungen an vielen Orten in der Hauptstadt nicht umgesetzt sind. Sichere Wege für Nutzende des Umweltverbundes sind Voraussetzung für die Mobilitätswende.“

Kitas und Schulen, die sich an der Aktion „Zu Fuß zur Kita und zur Schule“ beteiligen möchten, können sich beim BUND Berlin melden. Infos gibt es auf der Projekthomepage mobilitaetsbildung-berlin.de
 Den Aufruf "Zu Fuß zur Kita" finden Sie hier: mobilitaetsbildung-berlin.de/aufruf_kita_2023/ Ansprechpartnerin für Kitas ist Stefanie Perrot: perrot@bund-berlin.de
 Den Aufruf "Zu Fuß zur Schule" finden Sie hier: mobilitaetsbildung-berlin.de/aufruf_2023-2/ Ansprechpartnerin für Schulen ist Gabi Jung: jung@bund-berlin.de 
Der BUND Berlin fordert eine sichere Infrastruktur im Umfeld der Kitas und Schulen, insbesondere

  • Tempo 30 im Umfeld von Kitas und Schulen
  • Sichere Querungsmöglichkeiten auf Kita- und Schulwegen (Ampeln, Zebrastreifen, Gehwegvorstreckungen und Mittelinseln)
  • Eine konsequente Verfolgung von Regelverstößen, insbesondere im Umfeld von Kitas und Schulen (Geschwindigkeitsüberwachung auch in Tempo-30-Bereichen und Ahndung von Falschparkern, besonders an Kreuzungen).

Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr Klima und Umweltschutz gefördert.
www.mobilitaetsbildung-berlin.de Beachten Sie in diesem Zusammenhang auch unsere Forderung nach einer dauerhaften Perspektive für die Jugendverkehrsschule Schöneberg.

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