Selbstständige und Kleinstunternehmen: Geschäftlsage sinkt nach Aufwärtstrend wieder deutlich

„Die Entwicklung bei den Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen fällt im April gegenläufig zur Gesamtwirtschaft aus”, sagt Katrin Demmelhuber vom ifo Institut. „Dort nahm der Pessimismus bei den Erwartungen noch einmal ab und das Geschäftsklima klarte zum sechsten Mal in Folge weiter auf. Bei den Selbstständigen hingegen hat sich das Geschäftsklima wieder eingetrübt mit einem Rückgang von fünf Punkten zum Vormonat.” Bei ihnen verschlechterten sich gegenüber März beide Komponenten des Geschäftsklimas: die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen.

Die Schere bei den laufenden Geschäften geht wieder auseinander

Die Geschäftslage der Selbstständigen ist um spürbare 6,6 Punkte zwischen März und April auf nun 1,3 Punkte zurückgegangen. Bei der Gesamtwirtschaft sind die laufenden Geschäfte zwar auch gesunken, aber nur leicht um 1,1 Punkte auf nun 16,4 Punkte. Die Schere bei der Geschäftslage ist damit zum ersten Mal seit vier Monaten wieder unerwartet größer geworden. Der Unterschied zwischen Groß und Klein beträgt aktuell 15,1 Punkte. Matthias Henze, CEO und Gründer von Jimdo, unterstreicht daher: „Wir müssen jetzt in den kommenden Wochen genau hinschauen, was da gerade passiert bei den Selbstständigen. Die Frage ist, warum der Aufwärtstrend bei der Geschäftslage wieder beendet ist. Ist das ein vorübergehender Dämpfer oder eine echte Trendwende? Die Schwankungen des Index zeigen jedenfalls, dass die Lage der Selbstständigen volatil ist.” 

Forderungskatalog der Verbände ist lang und konkret

Auch Dr. Andreas Lutz, der Vorstandsvorsitzende des Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) drängt weiter zum Handeln: 

„Der Rückgang des Index zeigt, dass der vorsichtige Aufschwung der vergangenen Monate kein Selbstläufer ist. Es ist für die Politik jetzt endlich an der Zeit, konkrete Maßnahmen zu beschließen, um die Lage von Selbstständigen zu verbessern und ihnen Planungssicherheit zu bieten. Die Liste an Projekten und Vorschlägen hierfür ist lang. Der VGSD fordert etwa schon seit Langem die Mindestbeiträge für die Gesetzliche Krankenversicherung zu senken und für Rechtssicherheit bei der Statusfeststellung zu sorgen.”

Einigkeit bei Groß und Klein: Erst einmal keine weiteren Preiserhöhungen

Bei den Preiserwartungen bewegen sich Selbstständige und die Gesamtwirtschaft auf sehr ähnlichem Niveau: Immer weniger Unternehmen planen, ihre Preise in den kommenden Monaten zu erhöhen.

*Der Jimdo-ifo Geschäftsklimaindex für Selbstständige befragt monatlich 1500 Solo-Selbstständige (ohne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen) sowie Kleinstunternehmen (mit bis zu 9 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

Mehr Infos zum ifo-Schnelldienst: https://www.ifo.de/publikationen/2021/aufsatz-zeitschrift/das-neue-geschaeftsklima-fuer-soloselbstaendige-und

Folgende Grafiken gibt es zum Download: Geschäftsklima, Geschäftslage, Geschäftserwartungen, Geschäftsentwicklung, Preiserwartungen

Über das ifo Institut

Die Forschung am ifo Institut verbindet akademische Exzellenz mit wirtschaftspolitischer Relevanz. Fünf Handlungsfelder sind die Grundlage für diesen Brückenschlag: Forschung, Politikberatung, Information und Service, Beteiligung an öffentlichen Debatten, Nachwuchsförderung. In all diesen Bereichen möchte das Institut exzellente Leistungen erbringen. Die fünf Handlungsfelder sind eng miteinander verzahnt: Forschung ist die Grundlage der Politikberatung. Und auf Basis neu gewonnener Erkenntnisse kann das ifo Institut sich an öffentlichen Debatten beteiligen.

Über den Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen

Der „Jimdo-ifo Geschäftsklimaindex" wird seit Dezember 2021 monatlich veröffentlicht. Das Ziel: Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen mit einem eigenen Index mehr Sichtbarkeit in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion zu verschaffen. Das ifo Institut berechnet die Konjunkturindikatoren für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen (weniger als neun Mitarbeiter) auf Basis seiner Unternehmensbefragungen. Die teilnehmenden Betriebe decken alle Sektoren wie im Gesamtindex ab: Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Dienstleistungssektor. Die Gewinnung der neuen Teilnehmer*innen erfolgt in Kooperation mit Jimdo sowie dem Verband der Gründer und Selbstständigen in Deutschland (VGSD e.V.). Jimdo ruft weiterhin Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer*innen dazu auf, sich unter wir-im-ifo.de zu registrieren und Gehör zu verschaffen.

Über die Jimdo GmbH

Jimdo ist ein Anbieter von Online-Tools, die speziell auf die Bedürfnisse von Selbstständigen und kleinen Unternehmen abgestimmt sind. Das Ziel: Die Kraft und den Ideenreichtum der kleinen Unternehmen zu entfesseln und ihnen zu mehr Erfolg zu verhelfen. Mit dem Website-Baukasten von Jimdo wurden bis heute mehr als 32 Millionen Seiten und Onlineshops erstellt. Hauptsitz von Jimdo ist Hamburg, weltweit beschäftigt das Unternehmen über 250 Mitarbeiter*innen. CEO und Gründer Matthias Henze ist seit der ersten Stunde dabei. Er hat die Jimdo GmbH 2007 gemeinsam mit zwei Partnern gegründet. Statista und Capital kürten Jimdo 2022 zu einem der fünf innovativsten deutschen Internet-Unternehmen und vergaben volle Punktzahl.
Mehr zu Jimdo unter https://presse.jimdo.com

Jimdo Forschungswerkstatt Selbstständigkeit

3,5 Millionen Solo-Selbstständige, 6,3 Millionen Beschäftigte in Kleinstunternehmen, 500 Milliarden Euro Jahresumsatz – Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen sind eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Doch welche Themen beschäftigen sie? Was erhoffen sie sich von der Zukunft? Antworten auf diese Fragen und mehr bietet die Jimdo Forschungswerkstatt für Selbstständige und Kleinstunternehmen.
Mehr zur Forschungswerkstatt Selbständigkeit unter https://forschungswerkstatt.jimdo.com

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