BayernLB erzielt Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1.122 Mio. Euro

  • Starkes Vorsteuerergebnis aufgrund guter operativer Ertragsentwicklung in allen Kundensegmenten, geringer Risikovorsorge sowie Sondererträgen aus Gebäudeveräußerungen
  • RoE bei 10,5 Prozent und CIR bei 56,2 Prozent; Verwaltungsaufwand aufgrund deutlicher Einsparungen in der BayernLB-Kernbank weitgehend stabil
  • Gutes Konzernergebnis erlaubt Ausschüttung an die Eigentümer in Höhe von 225 Mio. Euro; Kapitalbasis gestärkt: CET1-Quote bei 17,4 Prozent
  • Transformation zum Spezialfinanzierer trägt Früchte: Erfolgreiche Profitabilisierung bei Corporates & Markets, starker Neugeschäftsverlauf bei Immobilien, Erweiterung des Geschäftsumfangs und der Kundenbasis bei der DKB sowie sehr gutes Ergebnis im Edelmetallgeschäft

Die BayernLB hat im Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1.122 Mio. Euro erwirtschaftet (Vj.: 816 Mio. Euro). Das Ergebnis ist von einer guten operativen Ertragsentwicklung in allen Kundensegmenten, geringer Risikovorsorge sowie Veräußerungsgewinnen aus Gebäudeverkäufen geprägt. Das Konzernergebnis (nach Steuern) betrug 1.055 Mio. Euro (Vj.: 553 Mio. Euro).

„Wir haben 2022 ein außergewöhnliches Ergebnis erzielt. Besonders erfreulich daran ist, dass das Ergebnis – auch wenn es in dieser Höhe zum Teil natürlich auf Sondereffekte zurückgeht – von den Erfolgen unseres Transformationsprogramms geprägt ist. Wir haben im Segment Corporates und Markets die Profitabilisierung entschieden vorangetrieben, wir haben im Immobilienbereich Neugeschäft in erfreulichem Umfang generiert und auch bei der DKB den Geschäftsumfang sowie die Kundenbasis gesteigert“, sagte Stephan Winkelmeier, Vorstandsvorsitzender der BayernLB. „In diesem Jahr werden wir unsere Transformation weiter entschlossen vorantreiben und zum Abschluss bringen, um die BayernLB nachhaltig erfolgreich als fokussierte Spezialbank und Fortschrittsfinanzierer aufzustellen“, so Winkelmeier weiter.

Finanzzahlen 2022

Der Zinsüberschuss des BayernLB-Konzerns stieg deutlich auf 2.137 Mio. Euro (Vj.: 1.866 Mio. Euro). Die Steigerung resultiert vor allem aus fortgesetzten Volumenzuwächsen im strategiekonformen Kundengeschäft sowie aus der seit Jahresbeginn erfolgten Zinswende. Zudem kamen dem BayernLB-Konzern Tenderbonifikationen aus dem TLTRO III-Refinanzierungsprogramm in Höhe von 136 Mio. Euro zugute (Vj.: 166 Mio. Euro).

Auch der Provisionsüberschuss entwickelte sich weiterhin positiv und erhöhte sich auf 424 Mio. Euro (Vj.: 380 Mio. Euro). Prägend waren vor allem das Fondsgeschäft der Asset Management-Gesellschaften Real I.S. und BayernInvest sowie das Kartengeschäft der DKB.

Wegen der guten Qualität des Kreditportfolios lag die Risikovorsorge des BayernLB-Konzerns trotz des schwierigen Umfelds mit -70 Mio. Euro (Vj.: -48 Mio. Euro) auf einem weiterhin niedrigen Niveau. Um auf mögliche zukünftige Kreditausfälle – u. a. aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs, der Ausweitung der Lieferkettenproblematik sowie weiterer Zinsanstiege – vorbereitet zu sein, hat der BayernLB-Konzern mit der zusätzlichen Bildung einer pauschalen Risikovorsorge (Post Model Adjustment – PMA) vorgesorgt. Der Bestand an Risikovorsorge aus dem PMA erhöhte sich damit – nach einer Reduzierung im ersten Halbjahr – auf 362 Mio. Euro (Vj.: 356 Mio. Euro).

Die gute Qualität des Kreditportfolios zeigt sich auch in der unverändert niedrigen Quote notleidender Kredite (NPL-Quote) von 0,6 Prozent (Vj.: 0,6 Prozent).

Das Ergebnis aus der Fair Value-Bewertung ging auf 67 Mio. Euro zurück (Vj.: 190 Mio. Euro). Ursächlich hierfür waren in größerem Umfang negative zinsinduzierte Bewertungseffekte aus Derivatepositionen sowie negative Bewertungseffekte aus strukturierten Produkten, vor allem bestimmt durch die Auswirkungen des Zinsanstiegs auf die Aktienmärkte. Der positive Ergebnisbeitrag aus dem Geschäft mit physischen Edelmetallen fiel noch stärker aus als im Vorjahr und lag bei 63 Mio. Euro (Vj.: 46 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Sicherungsgeschäften lag aufgrund der starken Zinsbewegungen mit -177 Mio. Euro deutlich unter dem Ergebnis im Vergleichszeitraum (Vj.: -20 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Finanzanlagen ging aufgrund von Bewertungsverlusten auf – 11 Mio. Euro zurück (Vj.: 46 Mio. Euro).

Der Verwaltungsaufwand des BayernLB-Konzerns erhöhte sich leicht auf 1.569 Mio. Euro (Vj.: 1.520 Mio. Euro). Der Anstieg geht hauptsächlich auf Maßnahmen zur zukunftsgerichteten Aufstellung der DKB zurück. Die BayernLB-Kernbank setzte ihren Transformationspfad auch 2022 konsequent fort und hat ihren Verwaltungsaufwand nochmals leicht reduziert. Strategisch notwendige Ausgaben, vor allem für den Aus- und Umbau der IT-Anwendungslandschaft, die Digitalisierung und Prozessoptimierungen, zogen im Sachaufwand eine Erhöhung nach sich, die durch den Rückgang des Personalaufwands kompensiert wurde.

Der Aufwand aus Bankenabgabe und Einlagensicherung verringerte sich auf 140 Mio. Euro (Vj.: 195 Mio. Euro). Der Pflichtbeitrag zur Bankenabgabe stieg zwar nochmals deutlich auf 103 Mio. Euro (Vj.: 75 Mio. Euro), der Pflichtbeitrag zur Einlagensicherung sank jedoch auf 37 Mio. Euro (Vj.: 120 Mio. Euro).

Das Sonstige Ergebnis betrug 356 Mio. Euro (Vj.: 108 Mio. Euro) und war vom Gewinn aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendiger Gebäude am Standort München in Höhe von 299 Mio. Euro (Vj.: 101 Mio. Euro) geprägt.

Das Restrukturierungsergebnis lag bei 108 Mio. Euro (Vj.: 2 Mio. Euro) und setzte sich aus Restrukturierungserträgen in Höhe von 146 Mio. Euro (Vj.: 32 Mio. Euro) und Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 38 Mio. Euro (Vj.: 30 Mio. Euro) zusammen.

Für das Geschäftsjahr 2022 wies der BayernLB-Konzern einen Ertragssteueraufwand von 64 Mio. Euro aus (Vj.: Steueraufwand 259 Mio. Euro) aus. Der Posten setzte sich aus tatsächlichen Steueraufwendungen in Höhe von 128 Mio. Euro (Vj.: Steueraufwand 132 Mio. Euro) und latenten Steuererträgen in Höhe von 64 Mio. Euro (Vj.: Steueraufwand 127 Mio. Euro) zusammen.

Die Bilanzsumme des BayernLB-Konzerns lag bei 259,3 Mrd. Euro (31.12.2021: 266,6 Mrd. Euro). Die risikogewichteten Aktiva (RWA) betrugen 65,3 Mrd. Euro (31.12.2021: 63,3 Mrd. Euro).

Die BayernLB verfügte zum 31. Dezember 2022 weiterhin über eine auch im Wettbewerbsvergleich solide Kapitalbasis. Die CET 1-Quote lag bei 17,4 Prozent (Vj.: 17,3 Prozent).

Die Eigenkapitalrendite (RoE) stieg auf 10,5 Prozent (Vj.: 7,9 Prozent). Die Cost-Income-Ratio (CIR) verbesserte sich auf 56,2 Prozent (Vj.: 59,0 Prozent).

Ausschüttung an die Eigentümer

Vom wirtschaftlichen Erfolg der BayernLB sollen auch deren Anteilseigner, der Freistaat Bayern und die bayerischen Sparkassen, profitieren. Die Bank schüttet daher 225 Mio. Euro an ihre Anteilseigner aus (Vj.: 75 Mio. Euro).

Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine

Die politische Lage ist vor dem Hintergrund der andauernden Kampfhandlungen in der Ukraine weiterhin angespannt und ändert sich fortlaufend. Die BayernLB hat die Auswirkungen, die diese Entwicklungen einschließlich abmildernder Maßnahmen auf den Konzern haben könnten, bewertet und sie im Risikomanagement angemessen berücksichtigt.

Ein Großteil des zum Stichtag verbleibenden Geschäftsvolumens in den Ländern Russland, Ukraine und Belarus ist u.a. mittels deutscher Euler-Hermes Exportversicherungen abgesichert. Im Berichtszeitraum wurde das Netto-Kreditvolumen von 0,2 Mrd. Euro auf nun unter 0,1 Mrd. Euro reduziert.

Insgesamt ist der BayernLB-Konzern angemessen auf eine Verschlechterung der aktuellen Situation vorbereitet, die sich insbesondere aus der Eintrübung der wirtschaftlichen Entwicklung, gestörten Lieferketten sowie deutlich gestiegenen Energiekosten ergeben kann.

Transformation trägt Früchte

Die BayernLB hat ihr im Januar 2020 gestartetes, mehrjähriges Transformationsprogramm Fokus2024 auch im Jahr 2022 konsequent vorangetrieben und bereits deutlich von dessen Erfolgen profitiert.

Im Geschäftsfeld Corporates trägt das im Rahmen der Transformation neu eingeführte Zusammenarbeitsmodell mit speziellen Teams zur Betreuung der Fokussektoren Energie, Mobilität, Technologie, Maschinen- und Anlagenbau sowie Bau und Grundstoffe Früchte. Die Profitabilisierung konnte hier ebenso vorangetrieben werden wie im Geschäftsfeld Markets, in dem sich die Fokussierung auf leistungsstarke Produkte im Kundengeschäft bezahlt macht.

Im Segment Immobilien & Sparkassen/Finanzinstitutionen wurde die eingeschlagene Wachstumsstrategie erfolgreich weiter vorangetrieben. Im Immobiliengeschäft legte die BayernLB trotz der aktuellen geopolitischen Herausforderungen ein starkes Neugeschäftsjahr hin. Im bundesweiten Geschäft mit den Sparkassen ist vor allem das erneut sehr gute Ergebnis im Edelmetallgeschäft hervorzuheben.

Die DKB erreichte wesentliche Meilensteine, unter anderem bei der Profitabilisierung ihres Kundengeschäftes und bei der Automatisierung von Kreditprozessen im Privat- und Geschäftskundenbereich. Weitere Erfolge sind die Steigerung des Geschäftsumfangs und die Erhöhung der Kundenzahl auf rund 5,3 Millionen sowie der erfolgreiche Abschluss des Projekts zur Einführung einer Visa-Debitkarte als primäre Kundenkarte. Die DKB konnte zudem ihr Provisionsergebnis steigern.

Neben den Transformationserfolgen in den Kundensegmenten hat die BayernLB in der Kernbank auch 2022 konsequent Effizienz- und Kostenmaßnahmen durchgeführt. Insgesamt konnte der operative Verwaltungsaufwand in der Kernbank im Rahmen von Fokus2024 im Vergleich zu 2019 um 150 Mio. Euro reduziert werden. Das Personalabbauprogramm wurde abgeschlossen. Parallel dazu hat die BayernLB die Flexibilisierung der Arbeitsplatzmodelle und die Flächenoptimierung an ihrem Kerncampus in München deutlich vorangetrieben.

Ausrichtung auf Nachhaltigkeit

Die BayernLB richtet im Rahmen ihrer Transformation ihre Geschäftstätigkeit konsequent auf Nachhaltigkeit aus. Ihren Kunden steht sie als strategischer Partner für Sustainable Finance zur Seite. 2022 hat die BayernLB als eine der ersten Banken deutschland- und europaweit ihr Sustainable Lending Framework veröffentlicht, das den Rahmen für das Angebot von nachhaltigen Finanzierungen setzt.

Auch ihr Portfolio nachhaltiger Refinanzierungsinstrumente hat die BayernLB weiter erfolgreich ausgebaut und setzt diesen Weg konsequent fort. Dazu hat die Bank ihr Sustainable Financing Framework für ihr eigenes Green Bond Portfolio erweitert. Neben Solarenergie und Windkraft beinhaltet das Regelwerk nun auch die Kategorien Schienenverkehr und Immobilien. Das Rahmenwerk, das die Basis für nachhaltige Kapitalmarktemissionen bildet, orientiert sich an den Zielen und Standards der EU-Taxonomieverordnung. Der Konzern gehört nach zahlreichen erfolgreich platzierten ESG-Kapitalmarktemissionen der BayernLB sowie der DKB und der BayernLabo zu den erfahrensten Emittenten im Segment nachhaltiger Transaktionen.

Die DKB hat ihre nachhaltige Unternehmensausrichtung ebenfalls konsequent fortgesetzt. So wurden u.a. ESG-Kriterien verstärkt in die Kernprozesse der Bank integriert. Das Kreditportfolio der DKB erreicht eine sogenannte SDG-Signifikanz von 79 Prozent – dieser Anteil der von der DKB vergebenen Kredite hat also auf die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen eingezahlt. Mit mehr als 12 Mrd. Euro Finanzierungsvolumen im Bereich erneuerbare Energien ist die DKB außerdem eine bedeutende Finanziererin der Energiewende. Zudem konnte die DKB zum achten Mal in Folge im Rating der unabhängigen Agentur ISS ESG mit „B-“ die höchste vergebene Note erlangen. In der Gruppe „Financials/Public & Regional Banks“ mit mehr als 270 Banken ist die DKB damit Branchenführer. Die BayernLB konnte ihren „Prime-Status“ halten, mit dem sie seit 2001 regelmäßig für ihr überdurchschnittliches Engagement auszeichnet wird.

Ergebnisse der operativen Kundensegmente

Immobilien & Sparkassen/Finanzinstitutionen
Die BayernLB konnte ihr Vorsteuerergebnis im Segment Immobilien & Sparkassen/Finanzinstitutionen auf 287 Mio. Euro steigern (Vj.: 271 Mio. Euro).

Das Geschäftsfeld „Immobilien“ hat mit einem erfreulichen Neugeschäftsverlauf und gesteigerten operativen Erträgen ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 187 Mio. Euro (Vj.: 164 Mio. Euro) erarbeitet und damit erneut maßgeblich zum Segmentergebnis beigetragen. Die Ergebnissteigerung resultierte im Wesentlichen aus der Steigerung des Zins- und Provisionsüberschusses auf insgesamt 315 Mio. Euro (Vj.: 280 Mio. Euro) infolge der Ausweitung der Geschäftsvolumina. Die Risikovorsorge fiel mit -36 Mio. Euro (Vj.: -26 Mio. Euro) wegen zusätzlicher Bildung von Post Model Adjustments (PMA) höher aus als im Vorjahr.

Das Geschäftsfeld „Sparkassen & Finanzinstitutionen“ hat sein Vorsteuerergebnis auf 76 Mio. Euro verdoppelt (Vj.: 38 Mio. Euro). Ursächlich für das gute Ergebnis war neben positiven Auswirkungen des Zinsanstiegs die hohe Nachfrage nach Edelmetallprodukten. Mit einem Handelsvolumen von rund 85 Tonnen hat die BayernLB im Jahr 2022 mehr Gold umgesetzt als je zuvor. Der Verwaltungsaufwand des Geschäftsfelds konnte im Zuge des Transformationsprogramms auf 142 Mio. Euro (Vj.: 156 Mio. Euro) reduziert werden. Die Risikovorsorge war mit +1 Mio. Euro leicht positiv (Vj.: -6 Mio. Euro).

Die BayernLabo erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 25 Mio. Euro (Vj.: 38 Mio. Euro). Der Ergebnisrückgang steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem geänderten Zinsumfeld und den daraus resultierenden Ergebniseffekten im Rahmen der Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Das Ergebnis vor Steuern der Real I.S. lag mit 31 Mio. Euro (Vj.: 27 Mio. Euro) über Vorjahresniveau. Die BayernInvest erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4 Mio. Euro (Vj.: 5 Mio. Euro).

Corporates & Markets
Das Segment „Corporates & Markets“ hat sein Ergebnis vor Steuern auf 154 Mio. Euro gesteigert (Vj.: 87 Mio. Euro).

Das Kerngeschäft von „Corporates & Markets“ war von einer deutlichen Steigerung des Kreditgeschäfts und der Ausweitung des Kundengeschäfts mit Financial Markets-Produkten in einer volatilen Marktlage geprägt. Zu dem deutlichen Ergebnisanstieg trugen wesentlich die geringere Risikovorsorge und der reduzierte Verwaltungsaufwand bei. Während die Risikovorsorge im Vorjahr noch -60 Mio. Euro ausgemacht hatte, lag sie 2022 trotz zusätzlicher Bildung von Risikovorsorge im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg nur bei -17 Mio. Euro.

Durch die Konzentration auf ein fokussiertes wettbewerbsfähiges Leistungsangebot im Kundengeschäft konnte die BayernLB zudem den Verwaltungsaufwand des Segments auf 250 Mio. Euro (Vj.: 283 Mio. Euro) reduzieren. Der Zinsüberschuss lag bei 292 Mio. Euro (Vj.: 315 Mio. Euro), der Rückgang geht unter anderem auf positive Einmaleffekte im Vorjahr zurück. Beim Provisionsüberschuss machte sich die Ausweitung der Volumina im Geschäft mit Unternehmenskunden bemerkbar. Der Wert stieg auf 87 Mio. Euro (Vj.: 80 Mio. Euro).

DKB
Das Segment „DKB“ konnte mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 354 Mio. Euro das Vorjahresniveau trotz globaler Marktverwerfungen und damit verbundener Risiken halten (Vj.: 369 Mio. Euro).

Zins- und Provisionsüberschuss stiegen deutlich auf 1.390 Mio. Euro (Vj.: 1.077 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss erhöhte sich auf 1.310 Mio. Euro (Vj.: 1.023) und profitierte neben den Folgen der Zinswende unter anderem von den Erträgen aus der Tender-Teilnahme in Höhe von 136 Mio. Euro (Vj.: 107 Mio. Euro). Der deutliche Anstieg des Provisionsüberschusses auf 80 Mio. Euro (Vj.: 53 Mio. Euro) geht wesentlich auf die positive Entwicklung im Kartengeschäft zurück.

Das Ergebnis aus der Fair Value Bewertung, das im Vorjahr in erheblichem Umfang von Bewertungsgewinnen bei den DKB-Nachhaltigkeitsfonds profitiert hatte, fiel im Zuge der Marktverwerfungen im aktuellen Geschäftsjahr auf – 44 Mio. Euro (Vj.: + 51 Mio. Euro). Damit einhergehend reduzierte sich auch das Ergebnis aus Sicherungsgeschäften, das die Verluste aus Zinssicherungsinstru-menten der DKB infolge des starken Zinsanstiegs im Jahresverlauf abbildet, auf -175 Mio. Euro (Vj.: -3 Mio. Euro). Die Risikovorsorge belief sich auf -13 Mio. Euro (Vj.: +3 Mio. Euro) und blieb auf Basis eines konjunkturresistenten Branchenportfolios trotz eines schwierigen Umfelds auf einem geringen Niveau. Potentiellen geopolitischen und inflationsbedingten Risiken wurde durch einen zusätzlichen pauschalen Risikovorsorgebestand in Höhe von 137,5 Mio. Rechnung getragen.

Die DKB hat die Zahl ihrer Privatkunden auf rund 5,3 Millionen (Vj.: knapp über 5,0 Millionen) gesteigert und damit ihre Position als zweitgrößte Direktbank und einer der Marktführer im digitalen Banking in Deutschland weiter gefestigt. Zur nachhaltigen Sicherung der Marktposition erfolgten im Geschäftsjahr weitere Investitionen in Vertrieb, Digitalisierung sowie Personalaufbau, was einen Anstieg des Verwaltungsaufwands auf 740 Mio. Euro (Vj.: 689 Mio. Euro) zur Folge hatte. Die Aufwendungen aus Bankenabgabe und Einlagensicherung lagen mit 79 Mio. Euro (Vj.: 79 Mio. Euro) auf Vorjahresniveau.

Ausblick

Für das Jahr 2023 erwartet der BayernLB-Konzern ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 600 bis 800 Mio. Euro. Angesichts des andauernden Russland-Ukraine-Kriegs, hoher geopolitischer Risiken und der Inflationsentwicklung ist die Prognose mit einem erhöhten Maß an Unsicherheit behaftet.

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