„Schweigend steht der Wald“ – Berlinale-Kino in Fürstenberg in Anwesenheit der Regisseurin Saralisa Volm
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Die Kinoadaption des gleichnamigen Romans von Wolfram Fleischhauer führt in die bayerische Provinz, die alles andere als heimelig ist – und deren Bewohner die düstere Vergangenheit ihrer Gemeinde buchstäblich unter der Oberfläche halten wollen. Denn im nahen Wald befindet sich ein Massengrab, in dem viele Opfer eines Todesmarsches von KZ-Häftlingen im Jahr 1945 verscharrt wurden. Der Film ist ein packender, atmosphärisch dichter Thriller und zugleich eine Geschichte über die Verdrängung von historischer Schuld.
Der deutsche Umgang mit der NS-Vergangenheit beschäftigte die junge Regisseurin Saralisa Volm schon lange Zeit: „Besonders spannend an der Geschichte fand ich, dass sie nicht das klassische Narrativ bedient. Aktuell sehen wir sehr viel Täter-Opfer-Umkehr im Kino und TV“, so Saralisa Volm. „Die Frage war: Wie kann man über die Shoah sprechen – ohne die ganze Zeit über die Shoah zu sprechen? Wie kann man über Schuld, Verantwortung und Verschweigen sprechen – und zwar in einer Geschichte, die uns heute nahekommt?“
Freitag, 3. März 2023, 19.00 Uhr
Filmvorführung „Schweigend steht der Wald“
Thriller | D 2022 | 90 Min | Regie: Saralisa Volm
anschließend: Publikumsgespräch mit Saralisa Volm
Ort: Kino im Kulturgasthof "Alte Reederei" | Brandenburger Str. 38 | 16798 Fürstenberg/Havel
Eintritt: 10 €
Information: www.ravensbrueck.de | schweigendstehtderwald.de/
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
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