ENIGMA – Museum of Communication in Kopenhagen: „Den kritischen Geist schärfen“

Am 25. Februar eröffnete das "ENIGMA ­– Museum for post, tele og kommunikation" in Kopenhagen. Die von ATELIER BRÜCKNER gestaltete Ausstellung bietet einen Blick in die Vergangenheit der Kommunikation, verbindet diesen mit der Gegenwart und regt zum Nachdenken über die Zukunft an. Es geht ums Entdecken, um Austausch und um Reflexion. Das Museum hinterfragt seine Grenzen als traditionelle Kultureinrichtung und will seine Rolle in einer Gesellschaft des digitalen Zeitalters neu definieren.

"Die Aufgabe, die wir dem ATELIER BRÜCKNER gestellt haben, war eine geradezu kontrapunktische Herausforderung", sagt Jane Mylenberg, Direktorin des Museums. "Wir wollten ein flexibles Ausstellungsdesign, das es uns ermöglicht, auf eine sich ständig verändernde Welt zu reagieren und diese zu reflektieren. Wir werden Inhalt und Design unserer Ausstellungen häufig ändern müssen, um unseren Besucherinnen und Besuchern jeweils die bestmögliche Information zu bieten und ihren kritischen Geist zu schärfen. ATELIER BRÜCKNER hat eine flexible Toolbox entwickelt und damit unsere nachhaltige Vision umgesetzt: ein Museum, in dem alles flexibel ist ­­– so wie unser Leben heute."

Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Postgebäude, das die Ausstellung "Communication in Crisis" (Kommunikation in Krisenzeiten) in einem abgedunkelten Raum als dynamisch aktiviertes Setting inszeniert. Veranschaulicht wird, wie sich in Krisenzeiten die Geschwindigkeit beschleunigt, mit der Menschen Kommunikationstechnologien entwickeln. Im angeschlossenen Nachbargebäude bietet die Ausstellung "Ideas that Connect Us" (Ideen, die uns verbinden) ein Archiv zur Kommunikations- und Mediengeschichte und einen Tinkering-Bereich.

Eine Gitterstruktur an der Decke verbindet die Räume und Ausstellungsthemen des Museums. Sie bietet die Infrastruktur für austauschbare Elemente wie hängende Infotafeln, Screens mit filmischen Erzählungen und Audioinstallationen. Die Präsentation von Objekten, Artefakten sowie haptischen und digitalen Interaktionen ist jederzeit aktualisierbar, ermöglicht durch das flexible Zusammenspiel der Vitrinen mit dem Ausstellungsboden. Ein modulares Beschriftungssystem ergänzt die szenografische Grundstruktur.

Die Erzählung des Museums reicht zurück bis ins Jahr 1624, als der dänische Postdienst gegründet wurde, und bis in die Gegenwart des aktuellen Krieges, in der Starlink-Satelliten von SpaceX die Ukraine mit Internet versorgen. 

Die interaktive Themenausstellung "Communication in Crisis" präsentiert (historische) Augenzeugenberichte, große Narrative und zeigt alternative Denkansätze für die heutige Zeit der Massenkommunikation sowie für die Zukunft auf. 

Ein Schlüsselobjekt ist eine Enigma-Maschine, die den Themenbereich "Strictly confidential" (Streng vertraulich) prägt. Weitere Themenbereiche sind "Someone’s Watching Us" (Jemand beobachtet uns), der die "Abteilung C", eine nationale dänische Überwachungsorganisation vorstellt; "In the Event of War" präsentiert den Notfallplan der dänischen Regierung im Kriegsfall – inszeniert in einem rekonstruierten Bunker, und "Alternative Truths" (Alternative Wahrheiten) befasst sich mit Fragen der staatlichen Transparenz in Bezug auf die Nachrichten- und Informationsverbreitung. Gezeigt wird hier der künstlerische Dokumentarfilm "In the Event of Moon Disaster", eingebunden in ein historisches Wohnzimmer-Setting.

Zu jedem Thema tritt ein "Empowerment Kiosk". Hier sind die Besuchenden eingeladen, selbst aktiv zu werden. Im Bereich "Strictly confidential" geben sie beispielsweise ein persönliches Passwort ein und erleben, wie schnell ein Hacker dies entschlüsseln kann. Ein neues, sicheres Passwort wird ihnen vorgeschlagen. Sie können dieses als QR-Code mit nach Hause nehmen.

Räumlich ordnen sich die vier Themen um ein Forum an, in dem die Besuchenden zur gemeinsamen Debatte eingeladen sind. Wie oft erstellen Sie ein Backup Ihres Computers? Sind Sie auf eine Krise vorbereitet? .. sind zwei der Einstiegsfragen. Ein großer LED-Ring präsentiert die Antworten als abstrakte, farbbasierte Infografik und lässt sie in den Raum ausstrahlen.

Das Nachbargebäude mit seinen hellen, lichtdurchfluteten Räumen zeigt die Ausstellung "Ideas that Connect Us". Die historischen Artefakte sind themen-chronologisch in modularen Regalen entlang der Wände angeordnet. Es geht um Post, Telegrafie, Telefon, Funk, Radio, Fernsehen, Mobiltelefon und Internet. Analoge und digitale Interaktionsmöglichkeiten begleiten die Objekte. QR-Codes bieten "on demand" Zugang zu vertiefenden Informationen. Interaktive Installationen laden ein, die damaligen Technologien zu erkunden.

In der Mitte der Räume stehen große Tische für Workshops bereit. Sie verwandeln den Raum in ein Labor und können von Schulklassen gebucht werden. Tüfteln hilft uns, Technik besser zu verstehen, auch Technologien, die andere für uns erschaffen haben. 

Die Kommunikationswerkzeuge haben sich im Laufe der Zeit verändert und werden dies weiterhin tun. Im "Museum of Communication" sind die Besuchenden eingeladen, die Zukunft mitzugestalten. Jede Technologie begann mit einer Idee ­­– einer Idee, die unsere Welt verändert hat.

Über die ATELIER BRÜCKNER GMBH

ATELIER BRÜCKNER zählt zu den weltweit führenden Ausstellungsgestaltern. Das 1997 gegründete Büro für Szenografie wird von Shirin Frangoul-Brückner, Prof. Eberhard Schlag, Britta Nagel, Stefanie Klinge und René Walkenhorst geleitet. 120 Mitarbeitende tragen interdisziplinär zur Entwicklung narrativer Räume für Museen, Markenwelten und Besuchszentren bei. Aktuelle Projekte sind unter anderem das Demokratikum im Österreichischen Parlament in Wien und das Grand Egyptian Museum in Gizeh. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Inhalten als nachhaltigem Erlebnis. Inhalt und Raum werden gemeinsam gedacht. 

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