BKK Dachverband: Sprunghafter Anstieg und Höchststand des durchschnittlichen Krankenstandes im Jahr 2022 im Vergleich zu den Vorjahren

Mit 5,98 Prozent erreichte der durchschnittliche Krankenstand im Jahr 2022 einen Höchstwert im Vergleich zu den Vorjahren (2016-2021: 4,51 – 4,67 Prozent). Der sprunghafte Anstieg um knapp 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr ist auf die deutliche Zunahme der COVID-19-Infektionen sowie vor allem auch auf andere übertragbare Erkrankungen wie Atemwegserkrankungen zurückzuführen. Die Atem­wegserkrankungen haben ihren Anteil am Durchschnitt der 12 Monatswerte mehr als verdoppelt (siehe Grafik).

Welche Beschäftigten sind am stärksten betroffen?

Zum Jahresende 2022 erreichte der durchschnittliche Krankenstand im Dezember mit 7,17 Prozent den höchsten Wert des Jahres. Insgesamt haben die Rekordwerte erheblichen Einfluss auf Unternehmen und Betriebe. Die Heime heben sich im Dezember beispielweise mit 10,6 Prozent Krankenstand deutlich vom Bundesdurchschnitt ab. Und auch die Beschäftigten im Gesundheitswesen liegen über dem Durchschnitt und belegen per AU-Zahlen die Personalengpässe, die zuletzt immer wieder medial thematisiert wurden.

Um die Personal-Situation in diesen beiden Wirtschaftsgruppen zu verdeutlichen, lohnt sich auch ein Blick in die COVID-19-Statistik: Die Corona-bedingten AU-Tage lagen im Dezember 2022 in den Heimen mit 882,8 AU-Tagen je 10.000 Beschäftigte und im Gesundheitswesen mit 752,3 AU-Tagen je 10.000 Beschäftigte um 80 Prozent (Heime) und 52 Prozent (Gesundheitswesen) über dem Bundesdurchschnitt von 493,1 AU-Tage je 10.000 Beschäftigte.

„Wir sehen deutlich, dass die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr keine Sommerpause eingelegt hat, was auch am höheren Ansteckungsrisiko der Omikron-Variante liegt. Gleichzeitig zirkulierten im zweiten Halbjahr parallel unterschiedliche virale Erreger, die den Krankenstand angetrieben haben. Es schleicht sich darüber hinaus die Erkenntnis ein, dass wir hinsichtlich des Präsentismus wenig aus der Pandemie gelernt haben: Arbeitgeber müssen weiterhin an die Beschäftigten appellieren, nicht krank, infiziert oder mit Symptomen zur Arbeit zu kommen. Wenn möglich sollte die Nutzung von Homeoffice bzw. mobiler Arbeit nach wie vor angeboten werden.“, so Franz Knieps, Vorstandsvorsitzender des BKK Dachverbandes.

Wo sind die Beschäftigten am stärksten betroffen?

Wie bereits im letzten Jahr sind in den Bundesländern Hamburg und Baden-Württemberg die Krankenstände unter den Beschäftigten am niedrigsten.

Auffällig an der regionalen Auswertung der AU-Daten des monatlichen Krankenstandes sind die überdurchschnittlichen Werte in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Im Jahresdurchschnitt liegen die Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern monatlich 32 Prozent über dem Bundesdurchschnitt des allgemeinen Krankenstandes. In Thüringen sind es 30 Prozent.

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