Den Weinsektor „klimafit“ machen – Green Vineyards gestartet

Partner aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Nordmazedonien haben das Projekt „Green Vineyards“ gestartet. Damit sollen in den kommenden zweieinhalb Jahren das Wissen und die praktischen Kenntnisse rund um Klimaschutz und Klimawandelanpassung in Weinbaubetrieben in Europa verbessert werden.  "Der Klimawandel ist die größte Bedrohung, mit der wir konfrontiert sind, und es besteht kein Zweifel, dass seine Auswirkungen auf den ländlichen Raum verheerend sind“, sagte Daniel Burgos, Direktor des Instituts für Forschung, Innovation und Bildungstechnologien (UNIR iTED) und Koordinator des Projektes bei der Vorstellung in Logroño (Spanien).

Andreas Ziermann, Projektleiter bei der Bodensee-Stiftung, sagte dazu: „Um diesen langfristigen Herausforderungen mit Anpassung einerseits und Klimaschutz andererseits zu begegnen, braucht es eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft mit einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Diese kann nur durch entsprechende Arbeitskräfte erreicht werden, die sie unterstützen.“ Und Ziermann weiter: „Deshalb ist es wichtig, Arbeitskräfte mit den für grüne Arbeitsplätze erforderlichen Qualifikationen auszubilden.“

Hauptziel von Green Vineyards, ist es, Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Weinbauern zu verbessern, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

Konkrete Ergebnisse von Green Vineyards

Zu den erwarteten Ergebnissen des europäischen Projektes gehören frei zugängliche Online-Schulungsinhalte im Rahmen eines spezifischen Kurses für Arbeitenden und Betriebsleitenden weinbaulicher Betriebe. Als Basis hierfür wird unter Einbindung weiterer Experten in den verschiedenen Ländern ein Kompetenzrahmens erarbeitet, der notwendiges Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Weinbauern beschreibt, um die Umweltwirkung weinbaulicher Betriebe zu verbessern und sich an den Klimawandel anzupassen.

Ein Instrument zur Selbsteinschätzung mit Empfehlungen unterstützt Arbeitende im Weinsektor bei der Auswahl passender Ausbindungsinhalte. Green Vineyards bringt so Umwelt, Digitalisierung und den Agrar- und Ernährungssektor zusammen, drei der Prioritäten der Europäischen Kommission für den Programmplanungszeitraum 2021-2027.

„Wir von der Bodensee-Stiftung freuen uns sehr, gemeinsam mit den Partnern an den Inhalten des Projektes arbeiten zu können. Gerade nach den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass es einen drastischen Handlungsbedarf gibt, um die Landwirtschaft und damit auch den Weinbau an den Klimawandel anzupassen und fit für die zukünftigen Herausforderungen zu machen. Mit dem Herzstück des Projekts, der webbasierten Lernplattform, können das Wissen und die Fähigkeiten der Winzer verbessert werden, um diese Herausforderungen zu meistern“ fasst Dr. Kerstin Fröhle, Co-Projekt-Leiterin bei der Bodensee-Stiftung die Motivation der Bodensee-Stiftung zusammen.

Das internationale Konsortium

Italien, Frankreich und Spanien sind die wichtigsten Wein-Erzeugerländer der Welt. Deutschland ist das viertgrößte Produzentenland in Europa. Alle Projektpartner werden die Projektergebnisse an die jeweiligen Akteure in ihren Ländern weitergeben. Alle sechs Partner bringen umfangreiche Erfahrungen in den Projektfeldern Weinbau, Nachhaltigkeit und Online-Fortbildung ein:

Die Universidad Internacional de la Rioja (UNIR) wird das Projekt koordinieren. UNIR ist eine 100%ige Online-Universität, die mit Hilfe der innovativsten Technologien eine qualitativ hochwertige Hochschulbildung anbietet, bei der mehr als 55.000 Studenten, die in ihren persönlichen und virtuellen Klassenzimmern in mehr als 100 Ländern eine umfassende und personalisierte Ausbildung erhalten.

Das französische Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Wein und Weinanbau Institut Francais de la Vigne et du vin (IFV) wird sein Wissen darüber einbringen, wie sich der Klimawandel auf die Weinproduktion auswirkt und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die Auswirkungen zu verringern.

Das Centro per lo Sviluppo Agricolo e Rurale (CeSAR) in Italien wird seine Erfahrung bei der Verwaltung von Ausbildungsprogrammen in den Bereichen Lebensmittelverarbeitung, Umwelt und EU-Politik für Landarbeiter einbringen.

Das nordmazedonische Institute for Research in Environment, Civil Engineering and Energy (IECE) verfügt über Erfahrung bei der Durchführung von umweltbezogenen Ausbildungskursen aus einer unternehmerischen Sichtweise heraus.

Der spanische Weinverband Federacion Española del Vino (FEV), in dem mehr als 700 Weinkellereien aus dem ganzen Land zusammengeschlossen sind, stellt sowohl die Verbindung zu den spanischen Erzeugern als auch zu den nationalen und europäischen wie dem renommierten europäischen Verbands Comité Européen des Enterprises Vins.

Die Bodensee-Stiftung hat in verschiedenen Projekten in Deutschland und Europa zu sowohl Klimaschutz als auch Klimaanpassung in der Landwirtschaft und dem Weinbau gearbeitet. Die Natur- und Umweltstiftung hat zudem ein größeres Projekt zu Biodiversität im Weinbau koordiniert.

Im Projekt Green Vineyards arbeitet das multinationale Team aus den folgenden Organisationen aus fünf europäischen Ländern zusammen: Bodensee-Stiftung (DE), CeSAR, Centro per lo Sviluppo Agricolo e Rurale (IT), Federacion Española del Vino – FEV (ES), Institute for Research in Environment, Civil Engineering and Energy – IECE, Institut Français de la vigne et du vin – IFV (FR); Universidad Internacional de La Rioja (UNIR) (ES). Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Erasmus+ für 30 Monate bis 2024 gefördert. Weiter Informationen unter www.bodensee-stiftung.org/green-vineyards/ und www.greenvineyards.eu.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Bodensee-Stiftung
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell
Telefon: +49 (7732) 9995-40
Telefax: +49 (7732) 9995-49
http://www.bodensee-stiftung.org

Ansprechpartner:
Andreas Ziermann
Telefon: +49 (7732) 9995-46
E-Mail: andreas.ziermann@bodensee-stiftung.org
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel