Community Health Nursing sichert die Gesundheitsversorgung

Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) hat für alle seine Mitgliedsverbände einen Runden Tisch zum „Community Health Nursing“ eingerichtet und ein gemeinsames Positionspapier (siehe Anlage, Link) veröffentlicht.

„Aufgabe des Runden Tischs des Deutschen Pflegerats ist es, bestehende Initiativen und Vorarbeiten zum Community Health Nursing zu bündeln und dieses Projekt konstruktiv und erfolgreich bei der Umsetzung zu begleiten“, macht Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, deutlich:

„Das jetzt vorliegende Positionspapier enthält unsere Standpunkte zur Qualifikation, zum Tätigkeitsprofil und zu den Voraussetzungen zur Einführung des Berufsbildes der Community Health Nurse in Deutschland. Damit wird die politische Intention aus dem Koalitionsvertrag der Ampel unterstützt, das Berufsbild der ´Community Health Nurse´ in Deutschland flächendeckend einzuführen.“

Community Health Nurses können direkt bei den Menschen vor Ort in deren Häuslichkeit erste Ansprechpartner*innen bei chronischen oder Mehrfacherkrankungen, bei einer Behinderung oder bei einem Pflegebedarf sein. Sie können damit eine Schlüsselposition in der Gesundheitsversorgung einnehmen, an der es in Deutschland bisher dringend fehlt.

„Community Health Nurses sind ein wichtiger Brückenpfeiler. Mit ihrer Hilfe kann die medizinische und pflegerische Versorgung in Deutschland stabilisiert, entlastet und ausgebaut werden. Denn die Community Health Nurses erkennen frühzeitig den Bedarf notwendiger medizinischer und pflegerischer Leistungen und reagieren darauf. Das kann dazu führen, dass schwerere Fälle in der Gesundheitsversorgung erst gar nicht entstehen“, betont Vogler weiter.

Hintergrund:

In Ländern wie Kanada, Finnland oder Slowenien ist der Einsatz von Community Health Nurses schon lange üblich und bewährt sich.

Qualifizierte Pflegefachpersonen wirken als Community Health Nurses in der primären Gesundheitsversorgung, der Gesundheitsförderung und Prävention mit, die sie steuern, koordinieren, beraten, überwachen und leiten.

Ihre Aufgaben gehen dabei weit über den in Deutschland üblichen Arztbesuch hinaus. Es gibt Angebote in der gesundheitlichen Bewältigung des Alltags für Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige, demenziell Erkrankte, chronisch oder mehrfach Erkrankte, zu Selbsthilfegruppen, für werdende Eltern, Familien, Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Mobilitätseingeschränkte.

In all diesen Fällen können Community Health Nurses erste Ansprechpartner*innen für Unterstützungsmöglichkeiten sein und somit die Lücke bei der hausärztlichen Versorgung in Deutschland schließen. Sie können einen wichtigen Beitrag leisten, um das Gesundheitssystem qualitativ und quantitativ zu sichern und zu verbessern.

Überwunden werden muss hierfür die starre Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen. Diese ist ein Hemmschuh für innovative Lösungen in der Gesundheitsversorgung.

Um das volle Potenzial der Community Health Nurses auszuschöpfen, braucht es eine Ausweitung der Kompetenzbereiche der Pflegefachpersonen und die Möglichkeiten für deren eigenverantwortliches Handeln. Den Community Health Nurses müssen heilkundliche Aufgaben übertragen werden.

Über Deutscher Pflegerat e.V. – DPR

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 18 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsidentin des Deutschen Pflegerats ist Christine Vogler. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Annemarie Fajardo.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. (DEGEA); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Initiative Chronische Wunden e.V. (ICW); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

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