Sechs neue Mitglieder in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur hat sechs neue Mitglieder aufgenommen. Zu den ordentlichen Mitgliedern zählen nun die Schriftstellerinnen Katharina Hacker, Olga Martynova und Antje Rávik Strubel sowie der Historiker Kiran Klaus Patel. Neue korrespondierende Mitglieder sind die Astrophysikerin Laura Baudis und der Physiker Manfred Fiebig.

Katharina Hacker, 1967 in Frankfurt am Main geboren, studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Hebräischen Universität Jerusalem. Neben ihrem Studium in Jerusalem ab 1990 arbeitete sie an der School for Cultural Studies in Tel Aviv. Seit 1996 lebt sie als freie Autorin in Berlin. 2006 wurde sie für ihren Roman ›Die Habenichtse‹ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den Droste-Preis. Ordentliches Mitglied der Klasse der Literatur und der Musik

Olga Martynova, 1962 geboren bei Krasnojarsk in Sibirien, studierte russische Sprache und Literatur in Leningrad. 1990 emigrierte sie nach Deutschland. Bis 2010 schrieb sie ausschließlich auf Russisch, mit ihrem ersten Roman ›Sogar die Papageien überleben uns‹ wechselte sie erstmals ins Deutsche. Sie wurde anderem mit dem Adelbert-von-­Chamisso-Förderpreis, dem Roswitha-von-Gandersheim-Preis sowie mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschien der Essayband ›Über die Dummheit der Stunde‹. Ordentliches Mitglied der Klasse der Literatur und der Musik

Antje Rávik Strubel, 1974 geboren in Potsdam, gelernte Buchhändlerin, studierte Literaturwissenschaften, Amerikanistik und Psychologie an der Universität Potsdam und der New York University. Im deutschen Sprachraum hat sie sich auch als Übersetzerin, unter anderem von Joan Didion und Lucia Berlin, einen Namen gemacht. Strubel leitete die Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin und lehrt regelmäßig am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Bereits vielfach ausgezeichnet, erhielt sie auf der Frankfurter Buchmesse 2021 für ihren Roman ›Blaue Frau‹ den Deutschen Buchpreis. Ordentliches Mitglied der Klasse der Literatur und der Musik

Prof. Dr. Kiran Klaus Patel, 1971 geboren in Villingen, studierte Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2019 ist er Professor für Europäische Geschichte an der LMU München und Gründungsdirektor des Projekthauses Europa, einem interdisziplinär orientierten Forschungszentrum zu europäischen Geschichte seit 1918. Davor hatte er einen Lehrstuhl an der Universität Florenz sowie an der Universität Maastricht inne. Seit 2019 ist er Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KNAW). Ordentliches Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse

Prof. Dr. Laura Baudis, 1969 geboren in Temeswar (Rumänien), studierte Physik an der Universität Heidelberg, wo sie 1999 im Fach Experimentelle Astroteilchenphysik promovierte. Für ihre Forschung erhielt sie unter anderem die Lichtenberg-Professur der Volkswagenstiftung sowie eine Ernennung zum Fellow der American Physical Society (APS)  und den Advanced Investigator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC). Seit 2007 lehrt sie als ordentliche Professorin Physik an der Universität Zürich. Korrespondierendes Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse

Prof. Dr. Manfred Fiebig, 1965 geboren in Iserlohn, studierte Physik an der Technischen Universität Dortmund, wo er sich 2001 habilitierte. Von 1997 bis 1999 arbeite er an der University of Tokyo als Research Fellow. Seit 2011 lehrt er am Department Materialwissenschaft der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Für seine Forschung wurde er zum Fellow der American Physical Society (APS) ernannt und erhielt einen Advanced Investigator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC). Er ist der designierte Empfänger des Frank-Isakso-Preises 2022 der APS. Korrespondierendes Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse

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