EZB unterstützt weiterhin mit lockerer Geldpolitik

In einer an Daten ereignisarmen Woche stand die EZB-Sitzung im Mittelpunkt. Wie allgemein erwartet worden war, hat sich der EZB-Rat auf eine moderate Reduktion der Höhe der PEPP-Anleihekäufe verständigt. EZB-Präsidentin Lagarde vermied es jedoch, das Wort „Tapering“ in den Mund zu nehmen, und war sichtlich bemüht, jeglichen Anschein eines Beginns einer strafferen Geldpolitik zu vermeiden. Ansonsten wurde in Deutschland der ZEW-Index veröffentlicht. Hier gaben die Konjunkturerwartungen für Deutschland das vierte Mal in Folge nach und der Index fiel um 13,9 auf 26,5 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich hingegen leicht um 2,6 auf 31,9 Punkte. In den USA wurden Daten zur Entwicklung der Produzentenpreise veröffentlicht. Diese stiegen im August gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent, was leicht über den Erwartungen lag. Die Jahresrate stieg von 7,8 auf nunmehr 8,3 Prozent, was den stärksten Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im November 2010 darstellt.

In diesem Umfeld entwickelten sich die globalen Aktienmärkte negativ. Einzig der japanische Aktienmarkt konnte wie bereits in der Vorwoche deutlich zulegen. Die Märkte in Europa und den USA entwickelten sich hingegen negativ. Die Schwellenländer zeigten ebenfalls eine negative Entwicklung, verloren jedoch deutlich weniger als die Industriestaaten. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung entwickelten sich Small Caps in den USA und in Europa schwächer als Large Caps. In beiden Regionen konnte zudem das Growth-Segment Value outperformen. Auf Sektorebene sah es in den USA wie folgt aus: Relative Stärke bewiesen Titel aus den Sektoren zyklischer Konsum, Kommunikationsdienstleistungen und nichtzyklischer Konsum. Relative Schwäche zeigten die Sektoren Gesundheit, Industrials und IT. In Europa ergab sich folgendes Bild: Am besten schnitten Aktien aus den Bereichen IT, zyklischer Konsum und Energie ab. Eine Underperformance zeigten die Sektoren Gesundheit, Versorger und Finanzen.

Im Rentenbereich zogen die Zinsen an und Staatsanleihen in der Eurozone und in den USA wiesen eine leicht negative Wertentwicklung auf. Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating konnten sich dem Zinsanstieg nicht entziehen und gaben ebenfalls nach. Hochzinsanleihen konnten jedoch leicht zulegen.

Auf der Währungsseite legte der US-Dollar gegenüber dem Euro um 0,39 Prozent zu. Der japanische Yen zeigte sich 0,32 Prozent stärker. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent tendierte seitwärts und schloss bei 72,92 US-Dollar.

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