Per Pachtvertrag zu mehr Artenvielfalt

Mit ihrem neuen Projekt «Biodiversität verpachten» unterstützt Pro Natura Besitzende von Kulturland, die auf ihrem Grundstück die Artenvielfalt fördern möchten. Die Verpächterinnen und Verpächter erhalten kostenlose Beratung, wie sie gemeinsam mit den Bewirtschaftenden auf ihrem Land für mehr Blumen, Schmetterlinge und Vögel sorgen können.

Im Kulturland ist die Biodiversität besonders stark unter Druck. 45 Prozent dieses Landes werden von Privatpersonen, Gemeinden, Kirchgemeinden, Firmen oder Stiftungen an Landwirte verpachtet. «Diese Menschen und Institutionen können einen grossen Beitrag dazu leisten, dass es im Landwirtschaftsland wieder mehr blumenreiche Wiesen, Hecken, Hochstammobstbäume und Kleingewässer gibt. Das sind wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und andere wildlebende Tiere», sagt Andrea Lips, Leiterin des Projekts «Biodiversität verpachten».

Massgeschneiderte Beratung durch Profis

Seit März dieses Jahres berät Pro Natura Besitzerinnen und Besitzer von landwirtschaftlichen Grundstücken ab 1000 Quadratmetern, wie sie gemeinsam mit dem Pächter oder der Pächterin die Naturvielfalt auf ihrem Land fördern können. Interessierte mit einzelnen, kleinen Flächen erhalten telefonische Auskünfte zur Förderung der Artenvielfalt im Kulturland und Vorschläge, wie sie diese in ihrem Pachtvertrag festhalten können. Bei grösseren Flächen beraten die Fachpersonen direkt vor Ort, bei komplexeren Anfragen von Institutionen übernehmen Landwirtschaftsexperten von Beratungsbüros die Vorabklärungen oder die Erarbeitung eines Vorprojekts.

Gute Zusammenarbeit bringt erste Erfolge

Pro Natura arbeitet für «Biodiversität verpachten» eng mit erfahrenen Landwirtschaftsexperten zusammen. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, dass die neuen biodiversitätsfreundlicheren Pachtverträge im Einvernehmen mit den Bewirtschaftenden des Landes ausgehandelt werden. Im Kanton Aargau etwa konnte eine Erbengemeinschaft mit 4 Hektaren Ackerland ihren Pachtvertrag so ausgestalten, dass auf 20 Prozent der Fläche eine blumenreiche Brache angelegt und die Ackerkulturen in Zukunft pestizidfrei bewirtschaftet werden. «Solche Beispiele zeigen, dass wir mit unserem Projekt auf dem richtigen Weg sind. Je mehr Beratungen wir anbieten dürfen, desto mehr profitiert die Natur», sagt Andrea Lips.

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