Wasserrohrsanierung in den Nürnberger Stadtteilen Gebersdorf, Pillenreuth und Wetzendorf

Um die hohe Trinkwasserqualität in Nürnberg aufrecht zu erhalten, führt die N-ERGIE Netz GmbH ab Mittwoch, 19. Mai wieder eine umfangreiche Zementmörtelsanierung der Wasserversorgungsleitungen im Stadtgebiet durch. Bis in den Oktober hinein werden insgesamt rund fünf Kilometer Leitungen in den Stadtteilen Gebersdorf, Pillenreuth und Wetzendorf saniert. Die N-ERGIE investiert dafür rund eine Million Euro.

Von der Baumaßnahme sind folgende Straßen im Stadtteil Gebersdorf betroffen:
• Ailsbachweg
• Am Birnbaum
• Aurachweg
• Dr. Feldmeier-Weg
• Gebersdorfer Straße
• Glafeystraße
• Hembachweg
• Hügelstraße
• Neumühlweg
• Rezatweg

Im Stadtteil Pillenreuth ist folgende Straße betroffen:
• Zum Klösterle

Und im Stadtteil Wetzendorf sind folgende Straßen betroffen:
• Schleswiger Straße
• Wachtelstraße

Direkt betroffene Anwohner werden vorab schriftlich informiert, da für kürzere Zeiträume das Wasser ganz abgestellt werden muss. Während der Arbeiten werden die Kunden über eine Ersatzleitung mit Trinkwasser versorgt.

Im Laufe der Bauarbeiten kann es vorübergehend zu Druckschwankungen und zu unschädlichen Trübungen kommen, die durch die Änderung der Fließrichtung entstehen. Die N-ERGIE Netz GmbH wird die Einschränkungen der betroffenen Verkehrsflächen auf das Notwendigste minimieren. Während der Maßnahmen kann es jedoch zu Verkehrsbehinderungen und Lärmbelästigung kommen. Die N-ERGIE Netz GmbH bittet alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Sanierung von Wasserleitungen in Nürnberg

Bis in die 1960er Jahre wurde als Rohrmaterial für Wasserleitungen Grauguss ohne Innenauskleidung eingesetzt. Dadurch kann es zu unschädlichen Ablagerungen im Rohr kommen. Diese verengen den Rohrquerschnitt und verringern somit die Durchflussmenge.

Seit den frühen 1980er Jahren saniert die N-ERGIE sukzessive die Wasserrohre in Nürnberg. Die Ablagerungen werden entfernt und die Rohre mit einer trinkwassergeeigneten Zementmörtelschicht ausgekleidet.

Ressourcenschonendes Verfahren

Um an den Innenraum der Rohre zu gelangen, die etwa eineinhalb bis zwei Meter unter der Oberfläche liegen, gräbt die N-ERGIE Netz GmbH jeweils eine Start- und eine Zielgrube, die circa 100 Meter voneinander entfernt liegen. So wird das aufwändige Öffnen der gesamten Oberfläche entlang der Leitungen umgangen.

Die Arbeiten erfolgen in mehreren Schritten: Zuerst wird das Innere der Rohre gereinigt – diese messen zehn oder 20 Zentimeter im Durchmesser. Im Anschluss daran führen die Arbeiter eine Rotationspumpe in das Rohrnetz ein, die den Zementmörtel an die Innenwand der Rohre schleudert. Ist das Material getrocknet, überprüft die N-ERGIE Netz GmbH das durchfließende Wasser auf den Teilstücken, um die einwandfreie Qualität sicherzustellen.

Das angewandte Verfahren der Zementmörtelsanierung bietet gegenüber einer Erneuerung der Rohre entscheidende Vorteile: Eine Sanierung ist – hinsichtlich des Arbeitsaufwands – etwa 50 Prozent günstiger als der herkömmliche Austausch der Leitungen. Außerdem schont sie die Ressourcen. So kann die N-ERGIE Netz GmbH sowohl ökonomisch als auch ökologisch effizient arbeiten.

Vorteile von Zementmörtel

Zementmörtel hat sich als idealer Beschichtungsstoff im Trinkwasserbereich erwiesen: Das Material ist mikrobiologisch unbedenklich, weist eine hohe Festigkeit auf und bietet einen hervorragenden Korrosionsschutz.

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