Corona war für viele Schulen ein Weckruf – Sieben Schulen mit Deutschem Schulpreis 20|21 Spezial ausgezeichnet

 

  • Schulen aus Hamburg, Mülheim an der Ruhr, Lengede, Marburg, Nordhorn, Münster und Duisburg dürfen sich über wichtigsten Preis für Schulen freuen.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat als Schirmherr die Preisträger bekanntgegeben und ihnen für ihr Engagement gedankt.
  • Bewerbungen für den Deutschen Schulpreis 2022 sind ab Juni 2021 möglich.

Sieben hervorragende Schulen aus Hamburg (1), Hessen (1), Niedersachsen (2) und Nordrhein-Westfalen (3) erhalten den mit jeweils 10.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial. Mit der Sonderausgabe des renommierten Wettbewerbs zeichnen die Robert Bosch Stiftung GmbH und die Heidehof Stiftung GmbH in Zusammenarbeit mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe die besten während der Corona-Pandemie entstandenen Schulkonzepte aus. Elf weitere Finalisten erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro. Alle nominierten Schulen haben die Möglichkeit, am zweijährigen Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises teilzunehmen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft über den Deutschen Schulpreis Spezial übernommen und die Preisträger heute live auf dem Deutschen Schulportal bekanntgegeben. Bei der Preisverleihung in der rbb Dachlounge in Berlin sagte der Bundespräsident: „Deutschland ist nicht da, wo es sein sollte. Die Pandemie entblößt unsere Schwächen im Bildungssystem. Das muss anders werden! Ich weiß aber auch, dass die Pandemie kreative Stärken hervorgebracht hat: An vielen Schulen haben Schulleiterinnen und Lehrer nicht geklagt, sondern in kürzester Zeit umgedacht und beherzt gehandelt. Viele wachsen in dieser schwierigen Zeit über sich hinaus, um für ihre Schülerinnen und Schüler da zu sein.“

Die Corona-Pandemie hat Schulen an ihre Grenzen gebracht. Von einem auf den anderen Tag standen Schulgebäude leer, Kinder und Jugendliche blieben zuhause. Lehrkräfte mussten den Unterricht neu denken und bewährte Strukturen infrage stellen. „Trotz aller Anstrengungen ist die Pandemie für viele Schulen ein Weckruf gewesen“, sagt Joachim Rogall, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung GmbH. „Durch Mut, Tatendrang und Kreativität wurden diese Schulen in den vergangenen Monaten zum Ideenlabor für ein zukunftsfähiges Schulsystem. Das belegen die Konzepte der diesjährigen Preisträgerschulen. Jetzt gilt es, von diesen Erfahrungen zu profitieren und den Schulen die Freiheiten zu ermöglichen, die sie für ihre individuellen Herausforderungen benötigen, beispielsweise beim Einsatz personeller Ressourcen.“

Die Preisträger (sortiert nach Themen)

Beziehungen wirksam gestalten
Die Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg, 22049, Hamburg, hat im vergangenen Jahr Lernmaterialien und das Schulessen mit dem Bollerwagen verteilt, Unterricht am offenen Fenster gemacht und das besondere Gemeinschaftsgefühl der Schule mit der Youtube-Show „Dulsberg Late Night“ in die Wohnzimmer der Familien gebracht.

Bildungsgerechtigkeit fördern
Die Grundschule am Dichterviertel, Mülheim an der Ruhr, 45468, Nordrhein-Westfalen, hat in der Corona-Krise neue Strukturen und Formate für das digitale Lernen entwickelt. So sollten auch die Kinder zum eigenständigen Arbeiten befähigt werden, die beim Lernen keine Unterstützung der Eltern erhalten.

Digitale Lösungen umsetzen
Die IGS Lengede, Lengede, 38268, Niedersachsen, konnte im Lockdown auf einen digitalen, betriebssystemunabhängigen Werkzeugkasten aufbauen und ihren Unterricht weiterentwickeln. Die Schule verfolgt damit ein zentrales Motiv: Chancengleichheit.

Alle Schülerinnen und Schüler individuell fördern
Die Mosaikschule, Marburg, 35039, Hessen, hat Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf auch während der Schulschließungen erreicht. Hier lernen alle Kinder ab ihrem Schuleintritt digitale Medien zu nutzen und selbstständig zu arbeiten.

Tragfähige Netzwerke knüpfen
Das Evangelische Gymnasium Nordhorn, Nordhorn, 48529, Niedersachsen, schaffte es im Lockdown, seine Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie der Universität Göttingen in den digitalen Raum zu übertragen und seine schulischen Netzwerke sogar international zu erweitern.

Selbstorganisiertes Lernen ermöglichen
Mit individuellen Lernplänen, Logbüchern und Lernbüros gelang es der Städtischen Gesamtschule Münster-Mitte, Münster, 48143, Nordrhein-Westfalen, im ersten Lockdown, ihr Konzept des eigen­verantwortlichen Lernens in den digitalen Raum zu über­führen und dort weiter­zu­entwickeln.

Zusammenarbeit in Teams stärken
Dank professioneller Teamarbeit hat die Städtische Gesamtschule Körnerplatz, Duisburg, 47226, Nordrhein-Westfalen, Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Elternhäusern in der Corona-Krise nicht verloren und für das Lernen motiviert – mit einem Kollegium, das zur Hälfte aus Quereinsteigerinnen und -einsteigern besteht.

Ausführliche Porträts und Hintergrundinformationen zu den Preisträgern finden Sie unter den Links auf dem Deutschen Schulportal und in der Broschüre „Der Deutsche Schulpreis 20|21 Spezial – Jetzt lernen, was morgen Schule macht“ in der Anlage.

Hintergrund zum Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial
Mit der Ausschreibung des Deutschen Schulpreises 20|21 Spezialhaben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie reagiert. Gesucht wurden zukunftsweisende Konzepte, die Schulen im Umgang mit der Corona-Krise entwickelt haben und die das Lernen und Lehren langfristig verändern können. 

Seit 2006 wird der Deutsche Schulpreis verliehen. Unter dem Motto „Für mehr gute Schulen!“ haben es sich die beiden Stiftungen zum Ziel gesetzt, die Qualität von Schule und Unterricht in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Sie unterstützen bundesweit Schulen bei ihrer Schulentwicklung und bieten dazu praxisorientierte Programme für alle Schularten an. Im Mittelpunkt steht dabei die hervorragende pädagogische Arbeit, die viele gute Schulen in Deutschland bereits leisten. Diese Leuchttürme zeichnen die beiden Stiftungen jährlich mit dem Deutschen Schulpreis aus und machen exzellente Praxis damit sichtbar.

Im Zentrum des Wettbewerbs 2020/2021 standen sieben Themen, die Schulen aktuell besonders beschäftigen. Dazu gehören beispielsweise digitale Lehr- und Lernformate, das selbstorganisierte Lernen oder die Frage, wie Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern wirksam gestaltet werden können. Insgesamt haben sich 366 Schulen beworben. 121 von ihnen wurden von der Jury des Deutschen Schulpreises für die Teilnahme am Schulpreis-Camp Ende Februar 2021 ausgewählt. Das Deutsche Schulportal präsentiert alle Konzepte dieser Vorauswahl online.

Eine Bewerbung für den Deutschen Schulpreis 2022 ist ab Juni 2021 möglich.

Die Deutsche Schulakademie, eine Tochter der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung, bereitet die Konzepte der ausgezeichneten Schulen auf und organisiert auf dieser Grundlage Fortbildungsmaßnahmen und Schulentwicklungsangebote, um mit dem Wissen aus den Preisträgerschulen anderen Schulen Impulse zu geben, die eigene Schulentwicklung in die Hand zu nehmen.

Das Deutsche Schulportal stellt als Onlineplattform die erfolgreichen Konzepte der Preisträgerschulen einer breiten Öffentlichkeit vor. Neben den Konzepten bietet das Schulportal aktuelle Informationen und Beiträge zu den Themen Schulpraxis, Bildungspolitik und Wissenschaft. Das Deutsche Schulportal ist eine Initiative der Robert Bosch Stiftung, der Deutschen Schulakademie und der Heidehof Stiftung in Kooperation mit der ZEIT Verlagsgruppe.

Hinweise

  • Laudationes, Portraits und Fotos der Preisträgerschulen, Informationen zum Wettbewerb und zu den Mitgliedern der Jury sind am 10. Mai ab 12:15 Uhr im Internet abrufbar. Aktuelle Fotos der Preisverleihung stehen ab ca. 16 Uhr zur Verfügung (www.deutscher-schulpreis.de/presse).
  • Das Video der Preisverleihung, ergänzende Informationen und die Konzepte der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises finden Sie auf dem Deutschen Schulportal (https://deutsches-schulportal.de/schulpreis-2021/).
  • Das Filmmaterial der Verleihung wird allen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten zur Verfügung gestellt. Kontakt: Julia Rommel, 0711/ 46084-750, presse@bosch-stiftung.de.
Über die Robert Bosch Stiftung GmbH

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. Sie arbeitet in den Fördergebieten Gesundheit, Bildung und Globale Fragen. Mit ihrer gemeinnützigen Tätigkeit trägt sie zur Entwicklung tragfähiger Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bei. Dazu setzt sie eigene Projekte um, geht Allianzen mit Partnern ein und fördert Initiativen Dritter.
Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung rund 1,9 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben. www.bosch-stiftung.de

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