Handelskammer fordert Moratorium zum Domsheide-Umbau / Knotenpunkt muss im Zusammenhang der Innenstadtentwicklung gedacht werden

Die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven hält die aktuell verfolgten Planungen zur Umgestaltung der Domsheide für falsch und fordert ein Moratorium, das alle städteplanerischen Überlegungen berücksichtigt. Handelskammer-Präses Janina Marahrens-Hashagen sagt: „Die vom Verkehrsressort favorisierte Zusammenziehung aller Haltestellenanlagen vor der Glocke kann mit Blick auf die Entwicklung der Innenstadt nicht die Lösung sein. Sie wird auch der Bedeutung der Glocke als Konzerthaus nicht gerecht.“

Insbesondere die bereits heute hohe und künftig im Zuge der BSAG-Angebotsoffensive in ihrer Frequenz noch einmal gesteigerte Zahl an Bahnen und Bussen lasse Zweifel aufkommen, so die Handelskammer-Präses, ob sich dies im engen Verkehrsraum vor der Glocke verträglich abwickeln lässt: „Mit einem Heranrücken der Gleise und Haltestelleninseln an die Glocke, wie es die aktuellen Planungen vorsehen, und den aus Gründen der Barrierefreiheit zwingend vorgesehenen Höhenunterschieden und Geländern in den vorgesehenen Bahnsteigbereichen verliert die Domsheide endgültig jede städtebauliche und platzgestalterische Anmutung“, betont Präses Janina Marahrens-Hashagen.

Die Mittelzusage des Bundes für eine Attraktivitätssteigerung der Glocke stelle aus Sicht der Handelskammer eine große Chance für die gesamte Innenstadt dar. Präses Janina Marahrens-Hashagen: „Aus gesamtplanerischer Sicht muss es jetzt vor allem darum gehen, die Glocke als international renommiertes Konzerthaus und Kulturort von Rang zu betonen und in ihrer städtebaulichen Einordnung zu stärken. Die Aufwertung der Glocke ist auch für den Wirtschaftsstandort von großer Bedeutung. Bei dem diskutierten Umbau der Domsheide kann es nicht allein um eine Optimierung der Haltestellenanlagen gehen. Das wäre deutlich zu kurz gesprungen.“

Vielmehr müsse durch eine neue Platz- und Umfeldgestaltung die Entreesituation und die städtebauliche Einordnung des Konzerthauses insgesamt gestärkt werden. „Die Planungen zur Attraktivitätssteigerung der Glocke“, so die Handelskammer-Präses, „brauchen noch Zeit. Durch eine – einzeln betrachtete – Umgestaltung der Domsheide, die allein die Haltestellenoptimierung verfolgt, würden vorzeitig Fakten geschaffen. Dadurch wären alle städtebaulichen Perspektiven im Wortsinn verbaut.“

Im Vergleich zu den momentanen Planungen wäre die Nutzung von verlängerten Haltestellen in der Balgebrückstraße eine praktikable Alternative. Präses Janina Marahrens-Hashagen betont: „Immerhin ist das die zweitbeste von bislang allein verkehrlich bewerteten 12 Varianten. Sie böte erheblich mehr Raum für eine städtebauliche Aufwertung der Innenstadt und für eine Neuinszenierung der Domsheide als Platz und Begegnungsort. In der Balgebrückstraße könnten die ÖPNV-Abfahrten deutlich besser abgewickelt werden.“

Für die weiteren Planungen, so Präses Janina Marahrens-Hashagen, müssen auch die Ergebnisse einer von der Handelskammer geforderten Machbarkeitsuntersuchung zur Verlegung der Straßenbahn aus der Obernstraße abgewartet werden: „Dieses Ergebnis berührt naturgemäß entscheidend das gesamte weitere Vorgehen. Die vorzeitige Festlegung auf eine Umbauvariante macht daher zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn. Wir fordern als Handelskammer daher ein Moratorium für die Domsheide, das der Politik, der BSAG und der Stadtgesellschaft die Zeit verschafft, alle aktuellen und künftigen Anforderungen an diesen zentralen Innenstadtort zu prüfen.“

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