ROLLING ANGELS auf dem Dresdner Heidefriedhof

Ein Kunstprojekt des Kunsthauses Dresden in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz und dem Städtischen Friedhofs- und Bestattungswesen anlässlich des 76. Jahrestages der Kriegszerstörung Dresdens.
Am Samstag, den 13. Februar 2021 findet von 10–13 Uhr eine Performance der dänisch-norwegischen Künstlerin Marit Benthe Norheim auf dem Heidefriedhof statt. In Form eines stillen Gedenkens verweist sie auf die Notwendigkeit einer fortlaufenden, verantwortungsvollen Erinnerungskultur. Die coronabedingten Abstands- und Hygiene-Regelungen werden eingehalten.

Die Wertschätzung von mehr als sieben Jahrzehnten Frieden in großen Teilen Europas wie auch die fortlaufende Weiterarbeit an der Erinnerungskultur steht im Zentrum des diesjährigen stillen Gedenkens auf dem Dresdner Heidefriedhof. Wenn es Engel gäbe, welche Botschaft würden sie heute vermitteln? Die Vorstellung von Engeln verbindet Menschen im Christentum, Judentum und Islam und über unterschiedlichste Mythologien hinweg. Als Boten und Mittler sind sie ein Gegenüber für die Sorgen der Menschen und stehen für Trauer, aber auch deren Überwindung.

Das Projekt Rolling Angels ist eine Performance mit 17 rollenden weißen Betonskulpturen. Im Inneren der Skulpturen befindet sich eine Klanginstallation des norwegischen Komponisten Geir Johnson. Die Performance verbindet unterschiedliche Orte auf dem Friedhof und schließt das private Gedenken ebenso ein, wie die von der Bildhauerin Thea Richter geschaffene Gedenkstätte für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion. Schauplatz der dezentralen Performance ist ebenso die historische Gedenkanlage, die an Widerstandskämpfer:innen und Verfolgte des Nationalsozialismus erinnert sowie der Kundgebungsplatz zum Gedenken an die Opfer des Faschismus in Verbindung mit der Mahn- und Gedenkstätte für die Toten des 13. und 14. Februar 1945.

Wie den folgenden Generationen ein lebendiger Zugang zu den historischen Ereignissen ermöglicht und das Gedenken daran stets erneut vor Instrumentalisierungen bewahrt werden kann, wird eine Frage sein, mit der sich nicht nur die Geschäftsbereiche Kultur und Tourismus sowie Umwelt und Kommunalwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden befassen. Beide planen im Jahr 2021 die Entwicklung einer gemeinsamen Konzeption für den Heidefriedhof als Gedenkort.

Das Projekt Rolling Angels wurde 2020 anlässlich des 75. Jahrestages der Kriegszerstörung Dresdens gemeinsam mit Marit Benthe Norheim initiiert. Marit Benthe Norheim lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Hjørring, Dänemark. Der Autor der Klanginstallation im Inneren der Engel, Geir Johnson, lebt und arbeitet als Komponist in Oslo, Norwegen. Zwei der Schutzengel aus der Schar der 17 Skulpturen, Der Tragende (The Carrier) und Der Sorgende (The Caretaker), wurden 2020 für Dresden geschaffen und der Stadt dauerhaft übergeben.

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