Karneval – dieses Jahr nur in der Natur

Leider muss dieses Jahr Karneval, Fasching oder Fassnacht für uns alle ausfallen. Die fünfte Jahreszeit wird vielen sehr fehlen. Da hat es die Tierwelt besser, sie verkleidet sich weiter.

Während wir uns aus Spaß in die Rolle des Piraten, der Hexe oder des Clowns schlüpfen, geht es bei den Tieren oft um Leben und Tod, so die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Bonn. Die Tiere versuchen mit der Verkleidung, ihre Feinde zu täuschen. Sie imitieren andere Tiere oder Pflanzenteile, um entweder gefährlicher auszusehen oder gar nicht erst aufzufallen.

Vielen bekannt ist die Wespenschwebfliege, die völlig harmlos ist, aber dank ihrer Tarnung von vielen Vögeln nicht gefressen wird. Mit ihrem schwarz-gelb gestreiften Körper sieht sie einer Wespe zum Verwechseln ähnlich. Diese Fähigkeit zu einer Warntracht, wobei Eigenschaften zweier Arten verbunden werden, nennt man Mimikry. Sie wird gleichzeitig zum Anlocken von Beute genutzt. So wie der Seeteufel, der am Meeresboden lauert und ein Anhängsel, das wie ein Wurm aussieht, aus seinem Maul hängen lässt.

Auch Pflanzen betreiben Mimikry. Die Blüte der Fliegenragwurz zum Beispiel sieht aus wie ein Insekt und ahmt den Lockduft der Grabwespen-Weibchen so echt nach, dass männliche Grabwespen den Trick erst bemerken, wenn sie schon auf der Blüte sind. Die Pollen der Orchidee bleiben am Wespenkörper haften und werden so zur nächsten Blüte gebracht – eine perfekte Bestäubung durch Täuschung.

Mimikry ist ein Ergebnis der Evolution – also der Veränderung und Anpassung der Lebewesen über einen langen Zeitraum hinweg. Es überlebt derjenige, der sich am besten an seinen Lebensraum anpassen kann. So bekommen auch nur die am besten angepassten Lebewesen Nachwuchs und ihre Anpassung wird im Laufe der Generationen immer besser. Doch auch die Jäger schlafen nicht: Sie verändern ebenfalls ihr Verhalten. Die Evolution ist deshalb ein ständig fortschreitender Prozess.

Über Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesverband e. V.

Vor über 70 Jahren am 5. Dezember 1947 wurde die SDW in Bad Honnef gegründet und ist damit eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Heute sind in den 15 Landesverbänden rund 25.000 aktive Mitglieder organisiert. Neben Waldschutz und Baumpflanzungen ist das Heranführen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an den Wald ein Schwerpunkt ihrer Arbeit. Besonders erfolgreich sind die Waldjugendspiele, Waldmobile, Waldschulen, Schulwälder, die SDW-Waldpädagogiktagungen und die waldpädagogischen Projekte SOKO Wald, die Klimakönner und die Fortbildungen "Nix wie raus in den Wald".

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