„Homeoffice mit Augenmaß in der Pandemie“

Homeoffice, wo immer es geht – mit dieser Forderung ist Bundesarbeitsminister Hubertus Heil an die Öffentlichkeit getreten. Im Zuge der Coronapandemie forderte er alle Betriebe auf, ihre Mitarbeiter möglichst zum Arbeiten nach Hause zu schicken, um Kontakte maximal zu reduzieren. Bei der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB) stößt eine Homeofficepflicht auf geteiltes Echo: "Unsere Mitgliedsbetriebe sind da grundsätzlich schon mit dabei", verweist BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka auf die Flexibilität der Bauunternehmen. Er stellt aber auch eine klare Forderung auf: "Die Rahmenbedingungen müssen erst mal passen", so Gilka, "sonst funktioniert das nicht."

Baubetriebe stehen Heimarbeit dort, wo es erforderlich ist, offen gegenüber "Gerade die mittelständischen Bauunternehmen sind auch in Sachen Corona-Schutz und Homeoffice sehr flexibel", kontert BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka, die Baufirmen würden in diesem Punkt nicht Schritt halten. Die Unternehmen haben ihre Büroorganisation an die gültigen Corona-Arbeitsschutzstandards angepasst und stellen ausreichend sichere Büroarbeitsplätze sowie Homeoffice-Lösungen zur Verfügung. Allerdings passen die nötigen Rahmenbedingungen nach wie vor noch nicht: "Wir mahnen seit vielen Jahren eine Beschleunigung insbesondere des Breitbandausbaus an", so der BVMB-Vertreter. Der sei aber bis heute noch nicht ausreichend in die Gänge gekommen. Auch die Verwaltungen arbeiten in vielen Bereichen noch mit Mitteln des letzten Jahrhunderts, wie Gilka es selbst festgestellt hat: "Die Bauverwaltung ist oftmals – insbesondere auf der Arbeitsebene – nur unzureichend in der Lage, einfachste Videokonferenzen oder digitale Prozesse durchzuführen und anzubieten." Nicht selten fehlt es auch an der technischen Ausstattung.

Dass bis heute auch immer noch keine hinreichend schnellen Internetverbindungen zur Verfügung stehen, sorgt laut Michael Gilka dafür, dass auch die Homeofficemöglichkeiten für die Bauwirtschaft eingeschränkt sind. "Die Mitarbeiter kalkulieren, planen und betreuen die Arbeitsvorbereitung – das können sie nur, wenn sie auch aus der Ferne auf die entsprechende Datengrundlage auf dem Firmenserver zugreifen können", erklärt BVMB-Hauptgeschäftsführer Michael Gilka. Das seien "zum Teil massive Datenmengen, die da hin- und hergeschoben werden müssen", so der Verbandsvertreter. In vielen Regionen Deutschlands sei das bis heute allerdings nicht zufriedenstellend möglich: "Zum einen Teil funktioniert das überhaupt nicht, weil die Übertragung wegen der unzureichenden Leitungen immer wieder abbricht. Zum anderen Teil funktioniert eine Übertragung zwar, aber sie ist so langsam, dass kein sinnvolles Arbeiten möglich ist", kritisiert Gilka weiter.

"Wer A sagt, muss auch B sagen", fasst es Michael Gilka zusammen. Will heißen: "Wer in Richtung einer Homeofficepflicht steuert und eine Arbeit im angestammten Büro nur mehr ausnahmsweise zulassen möchte, muss auch sicherstellen, dass die Infrastruktur stimmt", so die klare Forderung der BVMB. "Der Wille der Baufirmen ist da, keine Frage", bestätigt Gilka die Bereitschaft der mittelständischen Bauunternehmen und erneuert zugleich die Forderung der BVMB, den Breitbandausbau "endlich mit mehr Dampf anzugehen, um dieses Problem zu lösen". Das umfasse neben der Bereitstellung ausreichender Finanzmittel auch die Sicherstellung einer zügigen Umsetzung des Ausbaus in die Praxis.

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