Geschenktüten und Essensausgabe für Bedürftige an Heiligabend

Heiligabend bedeutet vor allem für Wohnungslose und Bedürftige häufig Einsamkeit, Teller bleiben leer und Wünsche unerfüllt. Damit das nicht so ist, haben Mitarbeitende aus Gemeinden und der Diakonie vielerorts Aktionen auf die Beine gestellt. Es werden Lebensmittel verteilt, Gaben für bedürftige Kinder gesammelt und persönliche Anliegen erfüllt. Beispiele aus dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

1000 Geschenktaschen werden in Saarbrücken verteilt
Seit inzwischen 51 Jahren organisieren die katholische und evangelische Kirche in Saarbrücken eine Heiligabendaktion für Bedürftige. Diese Weihnachtsfeier mit gemeinsamem Essen und Bühnenprogramm muss 2020 coronabedingt ausfallen. Um einsamen, bedürftigen und wohnungslosen Menschen dennoch eine Freude zu bereiten, verteilt das Organisationsteam am 24. Dezember 1000 Geschenketaschen mit Lebensmitteln im Wert von je rund 25 Euro im Saarbrücker E-Werk. Für die kontaktlose Ausgabe wurde ein spezielles Hygienekonzept entwickelt. Los geht es um 12 Uhr. „Wir sind äußerst dankbar, dass die Aktion stattfindet. Wenn wir den Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, diese Aktion verweigern, wäre das ein schlechtes Zeichen“, betont der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West, Christian Weyer.

Wuppertaler „Tüten-Engel“
Als Ersatz für die abgesagte Heiligabendfeier für einsame und alleinstehende Menschen in der Historischen Stadthalle Wuppertal bietet die Diakonie Wuppertal eine „Tüten-Engel“-Aktion. Nach einem gemeinsamen Aufruf von Diakonie und Caritas wurden rund 3000 Weihnachtstüten mit vielen Überraschungen bei den Organisatoren abgeben, wie Veronika Wimmer von der Diakonie mitteilt. Diese Tüten seien für die Einsamen und Alleinstehenden gedacht, die sonst als Gäste bei der Heiligabendfeier in der Stadthalle dabei sind. „Weil der Zuspruch so riesig war, können wir aber noch mehr Menschen beschenken“, sagt Wimmer. Die Tüten können unter Beachtung aller Corona-Regeln bis zum 23. Dezember an folgenden diakonischen Ausgabestellen abgeholt werden: im Sozial-Info-Café „fambiente“, Bahnstraße 9, Vohwinkel (Abholung von 9 bis 14 Uhr), bei der Zentrale der Diakonie Wuppertal im Hofkamp 63 (9 bis 15 Uhr) und im Wiki Stadtteilzentrum in der Westkotter Straße 198 (9 bis 16 Uhr).
 
Evangelische Kirche Köln-Lövenich erfüllt Weihnachtswünsche
Die Evangelische Kirche Lövenich erfüllt in diesem Jahr Weihnachtswünsche von und für Menschen, die es sich selbst nicht leisten können, weil die Rente oder das Arbeitslosengeld nicht ausreichen. Und so funktioniert das Ganze: Wer in einem der zehn Orte der Kirchengemeinde – Baal, Gevelsdorf, Granterath, Hetzerath, Holzweiler, Hottorf, Katzem, Kleinbouslar, Lövenich und Ralshoven wohnt und auf Unterstützung angewiesen ist, kann sich mit seinem Wunsch bei der Kirchengemeinde unter der Telefonnummer 02435/1078 melden. Darüber hinaus können auch Tipps abgegeben werden, wem etwas Gutes getan werden kann. Denn häufig würden sich Bedürftige laut den Organisatoren nicht selbst trauen, um etwas zu bitten. Die Geschenke werden von den Mitarbeitenden der Gemeinde verteilt.

Gabentische für Babys und Kinder in Oberstein und Nahbollenbach
Die Kirchengemeinden Oberstein und Nahbollenbach im Kirchenkreis Obere Nahe laden zu einem interaktiven Heiligabend ein. Die Idee dahinter: Interessierte können vor den Kirchen das geschmückte Portal sowie die Krippe begutachten und dabei Klänge der Orgel belauschen. Der Höhepunkt dieses Heiligabendangebots ist aber das „Weihnachtswunder“, an dem die Besucherinnen und Besucher teilnehmen können: Wer möchte, kann eine Kleinigkeit für bedürftige Babys und Kinder mitbringen. Die Geschenke werden auf einem Gabentisch gesammelt und später vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises verteilt. Die Aktion findet am 24. Dezember an der Kreuzeskirche, Hohlstraße 67 in Idar-Oberstein, von 15.30 Uhr bis 17 Uhr und an der Kirche in Nahbollenbach, Rechstraße 6 in Idar-Oberstein, von 16 bis 17.30 Uhr statt.

Weihnachtsfeier für alleinstehende Männer in Düsseldorf
Mehr als 500 alleinstehende Männer haben in den vergangenen Jahren eine Anlaufstelle an Heiligabend bei der Feier des CVJM in der Düsseldorfer Rheinterrasse gefunden. Für Ralf Wittig, leitender Sekretär des CVJM, und den Vereinsvorsitzenden Matthias Fischer war klar: „Die Gäste verlassen sich auch in diesem Jahr auf uns. Wir haben eine Verantwortung für ihr Wohlergehen.“ Und so gibt es am 24. Dezember vier Weihnachtsgottesdienste für alleinstehende Männer an der Rheinterrasse unter Beachtung eines speziell entwickelten Hygienekonzepts. Startschuss ist ab 15:30 Uhr im Stundentakt, sodass der letzte Gottesdienst um 18:30 Uhr beginnt. Am Ende der Gottesdienste werden Geschenktüten mit Lebensmitteln und praktischen Dingen verteilt. Einlasskarten können am 22. und 23. Dezember zwischen 10 und 18 Uhr sowie am 24. Dezember zwischen 10 und 12 Uhr am CVJM-Haus, Graf-Adolf-Str. 102, abgeholt werden.

„Weihnachtsessen to go“ in Euskirchen
In der Kirchengemeinde Euskirchen können sich Bedürftige im Rahmen der „Suppenkirche to go“ Braten, Rotkohl und Klöße sowie eine „bunte Tüte“ mit Nüssen und Süßem abholen. Die Suppenkirche blieb auch während der Corona-Pandemie stets offen. Seit März wurden dabei jeden Donnerstag bis zu 90 Mahlzeiten frisch zubereitet und verteilt.
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Stichwort: Weihnachtsgottesdienste online und in Präsenz
Die Mitarbeitenden in den Gemeinden der rheinischen Kirche bieten Interessierten trotz der Corona-Beschränkungen zahlreiche Möglichkeiten, über die Weihnachtsfeiertage Gottesdienst zu feiern. Alle Informationen zu den Präsenz- sowie Online-Angeboten gibt es nach Orten sortiert unter www.ekir.de/weihnachten.

 

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