Wissens-basierte Businesses brauchen klare Nischen, so Prof. Dr. Oliver Pott

Unsere klare Botschaft: Suchen Sie sich eine Nische für Ihr Wissens-Business!

Es gibt eine recht bekannte Theorie für diese Nischen in den Wirtschaftswissenschaften dazu: Die Blue-Ocean-Theorie von W. Chan Kim und Renée Mauborgne.

Die Idee dahinter ist schnell erklärt:

Verschiedene Märkte sind von Anbietern unterschiedlich gut erschlossen. In einigen Märkten gibt es einen vergleichsweise hohen Wettbewerbsdruck, in anderen ist dieser eher gering. Das kann verschiedene Ursachen haben: der Markt wurde noch nicht von Anbietern als solcher entdeckt, oder er ist nicht lukrativ, beispielsweise, weil es dort keine Kunden gibt. In der Medizin gibt es etwa für seltene Erkrankungen oft kaum wirksame Medizin, einfach weil die Pharmaindustrie lieber an Medikamenten für häufige Erkrankung forscht – der Markt ist einfach aussichtsreicher.

Und weil sich Medikamente in der Regel sogar gut schützen lassen, ist man dank Patent auch gleich aus der Preiselastizität befreit.

Märkte mit vielen Anbietern nennen wir hier nach Kim rote Ozeane. Das Bild beschreibt die Anbieter im Markt als Fische, die sich darin bekämpfen und blutig beißen. Märkte mit wenig oder keinen Anbietern und ohne solche Beißereien sind dann blaue Ozeane.

Der Markt kann dabei durchaus blau sein, weil die Markteintrittsbarrieren sehr hoch sind. Würden Sie morgen versuchen, eine Firma für Tiefseeexploration zu gründen, die dort zum Beispiel Rohstoffe erschließt? Vermutlich nicht, wir können auch kaum dazu raten. Das Investment müsste doch sehr hoch sein, Lizenzen erworben werden, Forscher und Schiffstechniker angeheuert usw.

Das ist alles teuer, kostet Zeit und ist sehr schwierig. Aber es gäbe wenig Konkurrenz. Der Ozean ist blau, aber keine wirkliche Empfehlung wert.

Dann doch lieber so etwas wie Versicherungsvergleiche anbieten. Das ist sogar auf eine Art ziemlich smart, denn die Produkte müssten Sie nicht einmal selbst erstellen, sondern nur vergleichen. Ihr Angebot wäre, die Übersicht über frei verfügbaren Content zu geben, und ihn damit zu veredeln. Das ist gut und die Programmierung eines Vergleichsrechners ist schnell erledigt, die Webseite morgen gebaut. Die Anfangsinvestition könnte gering sein, es würde keine aufwendige Produktionstechnik und kein Personal benötigt.

Aber die Markteintrittsbarrieren sind dadurch für jeden eher gering, so dass die Konkurrenz sehr stark ist und den Markt komplett im Griff hat. Einige sehr große Fische beißen sich speziell in diesem Markt zudem um alles, was an Marktpotenzial da ist. Hier ist der Ozean rot von den Beißereien der Fische.

Wissen, insbesondere allgemein zugängliches, lässt sich schlecht schützen. Das muss anders geschützt und damit im Wert erhalten werden.

Varianten, den Ozean zu erobern

Markteintritt in einen roten Ozean: Sie begeben sich trotz viel Konkurrenz und starken Wettbewerbs in einen roten Ozean.

Vorteile:

  • der Markt ist da
  • Der Markt ist eher leicht zu finden
  • es gibt auf jeden Fall Kunden
  • Die Kunden kennen Produkte Ihrer Art
  • Die Kunden reagieren auf Angebote (positiv oder negativ)

Nachteile:

  • Viel Konkurrenz
  • Gefahr der Vergleichbarkeit
  • Erfolg über Preisführerschaft oder Qualitätsführerschfaft, beide tendenziell aufwendig zu erreichen
  • Eher hohe Markteintrittsbarrieren

Markteintritt in den blauen Ozean: Sie finden den Markt, den noch kaum jemand oder niemand besetzt.

Vorteile:

  • Wenig oder keine Konkurrenz
  • Kein Preis- und Qualitätskampf
  • Niedrigere Markteintrittsbarrieren

Nachteile:

  • Vielleicht gibt es den Markt gar nicht
  • Kunden wissen vielleicht nicht, was sie benötigen
  • Tendenziell hohe Marketingkosten am Beginn, um das Problem anzusprechen
  • Konkurrenten können sehr schnell nachrücken

Kim, W. Chan, Mauborgne, Renée: Der blaue Ozean als Strategie: Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt. München: Carl Hanser Verlag 2015

Über die Pott Holding GmbH

Prof. Dr. Oliver Pott ist Seriengründer und Digitalisierungs-Vorreiter im deutschsprachigen Raum. Sein Unternehmen Blitzbox.de war 2003 der erste Software-Download-Shop Deutschlands. Zu diesem Zeitpunkt wurde Computer-Software ausschließlich im Regal in Boxen verkauft. Dieses Unternehmen hat Pott an den französischen Avanquest-Konzern verkauft und berät seitdem Freiberufler und Unternehmen zum Thema Digitalisierung.

Sein Buch "Wissen zu Geld" ist soeben bei Campus erschienen.

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