PACT Zollverein präsentiert hybride Saison mit Premieren On- und Offline – Werke von Forced Entertainment, Mette Ingvartsen, Noé Soulier und Kate McIntosh

Anschließend an das stark online-basierte Programm der letzten Monate nimmt PACT im Herbst auch den Spielbetrieb vor Ort wieder auf – on- und offline erwartet das Publikum ein dichtes Programm u.a. mit Premieren und Koproduktionen von Forced Entertainment, Kate McIntosh, Mette Ingvartsen und Noé Soulier. Der Vorverkauf für die Aufführungen vor Ort beginnt am 01. September.

36 ABENDE – 36 PREMIEREN MIT FORCED ENTERTAINMENT

An die enorme Resonanz der im April und Mai ausgestrahlten Online-Produktion ›End Meeting For All‹ anknüpfend, präsentiert PACT ab September eine weitere Arbeit von Forced Entertainment: in Reaktion auf die Corona-Krise haben die Ibsen-Preisträger ihre Erfolgsarbeit ›Complete works: Table Top Shakespeare‹ neu als ›At Home Version‹ verfilmt. Das Konzept ist so simpel wie genial: gewöhnliche Alltagsgegenstände werden zu den Protagonist*innen von Shakespeares Dramen, ein Tisch dient als Bühne für Komplott, Mord und große Liebesgeschichten. An 36 Abenden spielen sich die großen Geschichten des englischen Dramatikers auf Küchentischen in Sheffield, London und Berlin ab, erzählt von je einer der charismatischen Performer*innen von Forced Entertainment. Die Episoden von ›Table Top Shakespeare: At Home Edition‹ (Uraufführung der Neufassung, 17.09. – 15.11.) werden sukzessive an vier Abenden in der Woche (Donnerstag bis Sonntag,) ausgestrahlt – die einzelnen Stücke bleiben anschließend bis zum Ablauf des Projektes online abrufbar.

Seit Juni läuft außerdem das von PACT koproduzierte Online-Projekt ›1000 Scores‹, initiiert von Helgard Haug, David Helbich und Cornelius Puschke: In Tradition konzeptueller Kunstwerke wie etwa von Yoko Ono oder der Fluxus-Bewegung, präsentiert das Trio neue Instruktionswerke internationaler Künstler*innen der Performing Arts, die von je einer Person realisiert werden können. Die Sammlung wächst kontinuierlich: Aufträge werden gemeinsam von dem künstlerischen Team mit Partnerinstitutionen vergeben – die von PACT in Auftrag gegebenen Scores erscheinen im Sommer auf www.1000scores.com.

Unterstützt von PACT präsentiert die Theatergruppe Laokoon mit ›Performing Data‹ (November 2020) ein virtuell erlebbares Experiment, in dem sich Choreographie und digitale Daten verbinden. Die Grundlage hierfür sind jene Datenspuren, die User*innen im Netz hinterlassen: in einem Open Call lädt Laokoon zur Mitwirkung ein. Interessierte können bis zum 17. Juli unter www.performingdata.org mit ihrer Datenspende anonym Teil der Performance werden.

URAUFFÜHRUNG VON KATE MCINTOSH, DEUTSCHLANDPREMIERE VON METTE INGVARTSEN UND NOW! FESTIVAL MIT NOÉ SOULIER

Die Saison auf der Bühne eröffnet Kate McIntosh, die mit außergewöhnlichen, häufig partizipativen Arbeiten das Publikum bei PACT u.a. mit ›All Ears‹ (2013) oder ›In Many Hands‹ (2015) in den Bann zog und die Fülle des sinnlichen Erlebens auslotete – mit betörende Bildwelten, über den Tastsinn bis hin zu eindrücklichen, akustischen Erfahrungen. Mit ihrer neuen Kreation ›To Speak Light Pours Out‹ (Uraufführung, 16. & 17.10.) konzentriert sich McIntosh auf die Beziehung von Klang und Körper und lädt ein, in eine Welt aus Percussion und Stimme einzutauchen. ›To Speak Light Pours Out‹ zelebriert die eindrücklichen Momente, in denen Klang und starke Stimmen den Körper erfassen. Gemeinsam mit Komponist*innen, Schriftsteller*innen und Performer*innen kreiert die neuseeländische Choreographin einen Resonanzraum, der nur so vibriert vor Emotion: Wut, Freude und Vergnügen und der Geist des Umbruchs treffen aufeinander.

Erneut ist PACT Ko-Veranstalter des NOW! Festivals für Neue Musik und zeigt in diesem Rahmen ›The Waves‹ (31.10. & 01.11.), eine Arbeit des französischen Choreographen Noé Soulier: Bereits in seinen Arbeiten ›Removing‹ (2015) und ›Faits et gestes‹ (2016), die bei PACT Uraufführung feierten, bildeten Bewegungsmuster und Gesten den Ausgangspunkt seiner Recherche. Für ›The Waves‹ fügt der P.A.R.T.S.-Absolvent und studierte Philosoph diesem Dialog eine weitere Ebene hinzu und integriert Improvisation als Teil der Choreographie, die sich auf diese Weise mit jeder Aufführung anders ausgestaltet. Innerhalb eines festgelegten Repertoires aus Bewegungs- und Klanganordnungen bildet sich eine eindringliche, improvisierte Komposition. Eine komplexe Erfahrung, die die sechs Tänzer*innen im gemeinsamen Wechselspiel mit zwei Percussionisten des Brüsseler Ictus Ensemble für zeitgenössische Musik kreieren, das seit den 90er Jahren an verschiedenen Produktionen von Anne Teresa De Keersmaeker mitwirkte, international tourt und bei renommierten Festivals gastiert, darunter die Donaueschinger Musiktage, die Wittener Tage für Neue Kammermusik sowie die Ruhrtriennale.

Anschließend an ihre gefeierte Serie der ›Red Pieces‹, in denen sich Mette Ingvartsen mit dem Verhältnis von Körper, Gender und Sexualität beschäftigte, analysiert die dänische Künstlerin in ›Moving in Concert‹ (Deutschlandpremiere, 27. & 28.11.) wie Technologie zunehmend in den Körper integriert wird. Die Ausgangsfrage: können wir die technischen Geräte noch bewusst abschalten, sie ausblenden oder sind sie nicht längst ein additiver Teil des Körpers, teils gar mit diesem verwachsen? Ingvartsen denkt weiter und entwirft ein Universum, in dem Menschen, Technologie und organische Materialien als Wesen koexistieren und ineinander übergehen – ein Wechselspiel aus Bewegung und Plastizität, Sinnestäuschungen und geschärfter Wahrnehmung, Licht und Farbe, Rausch und Abgründigkeit.

Neben den genannten Aufführungen werden im Herbst weitere Veranstaltungen veröffentlicht, sowie das im letzten Jahr erstmals veranstaltete Festival- und Diskursprogramm ›Blue Skies‹ und das Symposium ›IMPACT‹ als hybride Formate anvisiert. Auch die Wiederaufnahme der regelmäßigen Aktivitäten in der WerkStadt sowie des PACT Cafés sind geplant. Nähere Informationen sind zum Saisonstart im September unter www.pact-zollverein.de abrufbar.

Der Vorverkauf für die Aufführungen beginnt am 01. September.

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