Vivat! 25 Jahre Ensemble Obligat Hamburg

Das Jahr 2020 ist für das Ensemble Obligat Hamburg ganz seinem 25-jährigen Jubiläum gewidmet. Seit einem Vierteljahrhundert zelebrieren die Musikerinnen und Musiker, die sich 1995 unter der Leitung der Flötistin Imme-Jeanne Klett zusammengefunden haben, die hohe Kunst der Kammermusik. Seit dem Jahr 2006 veranstaltet das Ensemble – häufig gemeinsam mit bekannten Stars aus der internationalen Klassik-Szene – im Weißen Saal des Jenisch Hauses unter dem Titel „Sommerliche Serenade“ ein jährliches Festival der Kammermusik, dass 2020 mit einem besonderen Programm zum Ensemblejubiläum aufwartet. Neben ausgewählten Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms stehen auch einige kammermusikalische Raritäten und kompositorische Besonderheiten auf dem Programm – zum Finale der Saison sind dann Meisterwerke des französischen Impressionismus zu hören.

Zum Start des Jubiläumsjahres tritt das Ensemble Obligat Hamburg am 21. März 2020 zunächst im atmosphärisch einmaligen Galionsfigurensaal des Altonaer Museums als solistisch besetztes Kammerorchester auf. Unter dem Motto „Bläserklang und Saitenzauber“ präsentiert sich das Ensemble bei diesem Auftaktkonzert mit dem Einsatz von Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass in seiner ganzen Vielfalt. Von Mai bis September folgen dann vier Konzertwochenenden im klassizistischen Ambiente des Weißen Saals im Jenisch Haus.

Die zentrale Komposition des Abends am 21. März ist die Serenade op. 11 D-Dur von Johannes Brahms, der dieses Werk am 28. März 1859 in Hamburg in Nonett-Besetzung zur Uraufführung brachte. Sie ist das Resultat eingehender Beschäftigung von Brahms mit den Serenaden Mozarts und den Sinfonien Haydns und stellt aufgrund ihrer besonderen Besetzung eine höchst selten zu hörende Rarität dar, in der Brahms’ spätere Symphonik bereits ihren genialen Ursprung findet. Im ersten Teil des Abends erklingt zunächst Louis Spohrs Nonett op. 31 in F – Dur.
Spohr, der als „deutscher Paganini“ gilt, schuf mit dieser Komposition ein satztechnisch meisterhaftes Werk mit faszinierender Harmonik und reichen Klangfarben. Jedes Instrument ist solistisch und zugleich als Stimme im Ensemble vertreten und spiegelt damit das Credo und die Bedeutung des Namens Ensemble Obligat wieder: jede Stimme ist wichtig. Witold Lutoslawskis Dance Preludes bilden dann in ihrer zupackenden Folkloristik und dem schnellen Wechsel von stark motorischen und idyllischen Tanz-Sätzen das kurze und brillante Intermezzo dieses Eröffnungskonzerts.

Zu hören sind beim Eröffnungskonzert der diesjährigen Sommerlichen Serenade die folgenden Mitglieder des Ensemble Obligat Hamburg: Imme-Jeanne Klett, Flöte, Gonzalo Mejía, Oboe; Johann-Peter Taferner und Lena Beißwanger, Klarinette; Jan-Niklas Siebert, Horn; Christian Elsner, Fagott; Anette Behr-König, Violine; Boris Faust, Viola; Charles-Antoine Archambault, Violoncello; Hiroyuki Yamazaki, Kontrabass.

Anbei finden Sie Übersicht zum gesamten Jubiläumsprogramm des Ensemble Obligat Hamburg.

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