Patienten-Trennung, Abstriche und Intensivbetten

Die Universitätsmedizin Greifswald bereitet sich weiter intensiv auf Covid-19-Patienten mit schweren und schwersten Symptomen vor. Gleichzeitig ist die medizinische Versorgung selbstverständlich weiter sichergestellt.

Trennung der Patienten

Experten verschiedener Fachrichtungen arbeiten intensiv an Konzepten, um künftige Covid-19-Patienten von nicht-infizierten Patienten zu trennen. Dazu werden Stationen komplett verlegt und eine Reihe temporärer Wände eingezogen.

Zum Verständnis: Es wird nicht „die eine Corona-Station“ geben. Vielmehr müssen die meisten Fachabtei­lungen wie Augenklinik, Urologie oder auch Kinderchirurgie gedoppelt werden, um die jeweiligen Patienten fachgerecht zu behandeln und sie gleichzeitig von den Nicht-Infizierten zu trennen. Das ist eine enorme logistische Herausforderung.

Wenn Patienten nicht mehr stationär behandelt werden müssen, werden sie auch dann entlassen, wenn sie positiv getestet sind. Sie begeben sich dann in häusliche Isolation – wie andere Positiv-Getestete auch.

Zugangsrestriktionen und Eingänge

Seit Wochenbeginn gilt ein grundsätzliches Besuchsverbot. Nur in Ausnahmefällen können die zuständigen Ärzte genehmigen, dass ein Patient einen Besucher bekommt. Um die Infektionsgefahr weiter zu senken, sind unterschiedliche Eingänge eingerichtet: Zugang für Akut-Patienten ist über die Zentrale Notaufnahme, Gebärende kommen über das Eltern-Kind-Zentrum, auch die Blutspende ist über ihren eigenen Zugang auf der Seite der Sauerbruch-Straße zu erreichen.

Intensivmedizinische Versorgung

In Erwartung von Covid-19-Patienten mit schwersten Symptomen, insbesondere mit schweren Atempro­blemen, hält die Unimedizin Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten bereit. Bisher verfügte die UMG über 66 solcher Betten, von denen mittlerweile ein Drittel frei ist. Inzwischen stehen weitere gut 20 Betten bereit. Die Unimedizin hat zudem 15 weitere Beatmungsgeräte geordert. Um dann alle Betten bestmöglich zu versorgen, sind aber zusätzliche Pflegekräfte erforderlich.

Medizinische Versorgung ist sicher

Die Universitätsmedizin Greifswald stellt die medizinische Versorgung auch weiterhin sicher. Das gilt selbstverständlich nicht nur für zu erwartende Corona-Patienten, sondern für alle Fälle, in denen eine Aufnahme und Behandlung in einem Krankenhaus erforderlich sind. Ausgesetzt sind lediglich alle verschiebbaren, also nicht akuten Operationen und Behandlungen.

Abstriche und Tests

Seit Donnerstag, dem 12. März, ist das Greifswalder Abstrichzentrum auf dem Mensavorplatz in Betrieb. Es startete als eines der beiden ersten in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurden seitdem bis gestern Nach­mittag 424 Abstriche genommen, davon 51 am gestrigen Mittwoch, 124 am Dienstag. Insgesamt wurden an der Unimedizin 517 Tests durchgeführt, 17 Proben davon waren positiv. Darunter waren auch Kontroll-Tests bereits bekannter Fälle.

Erfreuliche Fehlanzeige

Nach wie vor hat die UMG keine positiv getesteten Mitarbeiter oder stationären Patienten.

Medienarbeit, in eigener Sache

Liebe Kolleginnen und Kollegen, aktuell haben die Information der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit zu wichtigen Fragen rund um das Virus sowie die Versorgung in der UMG absolute Priorität. Zugleich sind alle UMG-Angehörigen vor vielfältige, teils sehr komplexe und herausfordernde Aufgaben gestellt. Ich nenne als Beispiel den Aufbau eines mobilen Abstrichzentrums inklusive Personal, technischer Ausstattung und Patientenerfassung innerhalb von 36 Stunden.

Zugleich bitte ich um Verständnis dafür, dass die Mitarbeiter nicht zusätzlich durch Gespräche, Interviews oder Drehs belastet werden können. Auch fraglos interessante Geschichten wie „ein Tag mit der Intensiv­ärztin“, die Fahrt mit der Kamera durchs Abstrichzentrum oder die Begleitung eines Krankenpflegers während der aktuellen Umbauarbeiten sind bis auf weiteres nicht möglich. Die aktuelle Phase verlangt allen viel ab; wer gerade nicht gebraucht wird, ist im Home Office. Die Personaldecke wird bewusst dünn gehalten.

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