ZdK-Hauptausschuss fordert Flüchtlingsnot nicht zu ignorieren

Der Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) appelliert an Politik, Gesellschaft und Kirche, die katastrophale Lage der Flüchtlinge, insbesondere auf den griechischen Inseln, nicht aus dem Blick zu verlieren. Sinkende Flüchtlingszahlen dürften kein Grund sein, die bestehenden Herausforderungen zu verdrängen. Menschen dürften nicht im Mittelmeer ertrinken. Rettung, humanitäre Hilfe und Bekämpfung der Fluchtursachen seien weiterhin die zentralen Herausforderungen für ganz Europa.

„Die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern darf uns nicht ruhen lassen. Die vorweihnachtlichen Appelle zur Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen haben diesen wunden Punkt Europas wieder unmittelbar vor Augen geführt“, so der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, vor dem Hauptausschuss. „Wenn eine zusätzliche Aufnahme von minderjährigen Flüchtlingen aus diesen Lagern unter Verweis auf die Notwendigkeit einer europäischen Lösung statt solcher Einzelfalllösungen abgelehnt wird, unterstreicht das in meinen Augen die Notwendigkeit, dass sich auch die neue EU-Kommission und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft dringend dieser humanitären Frage annehmen muss und auf eine europäische Lösung hinwirkt.“

„Die Menschen in den völlig überfüllten Lagern brauchen unsere Hilfe aber auch unmittelbar“, so der ZdK-Hauptausschuss. „Wir rufen dazu auf, die Caritas in Griechenland in ihrer humanitären Hilfe zu unterstützen.“

Der Hauptausschuss forderte die Regierungen noch einmal dazu auf, Wege zu schaffen, Flüchtlinge in Europa zu verteilen. An alle gesellschaftlichen Gruppen, insbesondere an kirchliche Gruppen und Initiativen, appelliert er, alle vorhandenen Möglichkeit für die Rettung, Aufnahme und Integration von Flüchtlingen zu nutzen.

 

 

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