TÜV SÜD: Das gab’s noch nie: 911er glänzt in jedem Alter

Gewinner des TÜV Reports 2019: der Porsche 911. Er gewinnt als erstes Fahrzeug über alle Altersklassen hinweg. Klar – 911er, werden viele da sagen, teuer und gepflegt. Aber regelmäßige Wartung macht aus fast jedem Auto einen sicheren Begleiter – jahrelang. Dass Qualität nicht teuer sein muss, zeigt beispielsweise der Hyundai i20, der auch unter den besten Zehn landet. Dass solche Autos lange halten können, beweist der Mazda 2, der nach elf Jahren Platz zwei belegt. Insgesamt gibt es eine leichte Steigerung der Quote der erheblichen Mängel – um 1,3 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent. Weitere Ergebnisse des neuen TÜV Reports, den der VdTÜV am 7.11. in Berlin vorgestellt hat: Licht bleibt Hauptmangel, die Quote der verkehrsunsicheren Fahrzeuge sinkt leicht – um 0,01 auf 0,05 Prozent.

„Die Fahrzeugsicherheit ist weiter auf sehr hohem Niveau“, sagt Jürgen Wolz, Leiter Operations bei der TÜV SÜD Auto Service GmbH. „Dazu trägt nicht zuletzt die Hauptuntersuchung bei, die außerdem für eine größere Sensibilität beim Thema Wartung sorgt.“ Zum ersten Mal gewinnt ein Fahrzeug über alle Altersklassen hinweg. Der Porsche 911 mit einer durchschnittlichen Mängelquote von 2,5 Prozent bei den 3-Jährigen und lediglich 11,7 Prozent nach elf Jahren. Die durchschnittliche Quote der erheblichen Mängel steigt aktuell leicht um 1,3 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent; das betrifft 1,8 Millionen Fahrzeuge. Gleichzeitig wächst auch die Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel: von 66,2 Prozent auf 66,7 Prozent (5,8 Millionen Fahrzeuge). Die Quote der geringen Mängel sinkt – von 13,9 auf 12 Prozent, das entspricht etwa 1 Million Fahrzeuge. Der Anstieg bei den erheblichen Mängeln ist laut Wolz auch Ergebnis des gestiegenen Durchschnittsalters auf aktuell 9,4 Jahre (2009 waren es noch 8,2 Jahre).

Auch sorgen die technologischen Neuerungen und die detailliertere Draufsicht dafür, dass Mängel noch treffsicherer zugeordnet und dokumentiert werden, denn die HU wird stets an die technologische Entwicklung angepasst. Seit Ende Mai 2018 gilt beispielsweise auf der Basis der europäischen Richtlinie 2014/45/EG die Mängelkategorie „gefährlicher Mangel“. Mit der Zwischenstufe zwischen „erheblicher Mangel“ und „verkehrsunsicher“ weiß der Halter von der Wichtigkeit, bekommt aber die Möglichkeit, den Mangel in einer Werkstatt beheben zu lassen. Beispiele dafür sind Reifen mit unterschrittener Profiltiefe oder defekte Leuchten. Außerdem wurde die Endrohrmessung wieder eingeführt und es stehen nun auch elektronische Komponenten, Software-Updates und das Rettungssystem eCall im Prüfkatalog.

Insgesamt nimmt der größte unabhängige Gebrauchtwagenbericht fast neun Millionen Hauptuntersuchungen von 231 Fahrzeugmodellen unter die Lupe, vom 2. Halbjahr 2017 bis zum ersten Halbjahr 2018. Neu dabei: Dacia Lodgy, BMW 2er active Tourer und Porsche Cayenne.

Erhebliche Mängel an der Beleuchtung

Licht ist sicherheitsrelevant! Da kennen die Sachverständigen bei der Hauptuntersuchung kein Pardon. Zu tief eingestellte Scheinwerfer, nicht funktionierende Nebelschlussleuchten oder defekte Rückfahrscheinwerfer werden als erheblicher oder eben gefährlicher Mangel eingestuft – der beseitigt werden muss, bevor es die Plakette gibt. Die Quote fürs Abblendlicht beim TÜV Report 2019: 1,7 Prozent der dreijährigen Pkw präsentiert sich auf den Prüfgassen in schlechtem Licht. Bei den Elfjährigen sieht es entsprechend düsterer aus: 7,5 Prozent der Fahrzeuge in dieser Altersklasse haben Mängel am Abblendlicht.

Sieger beim TÜV Report 2019 ist der Porsche 911. Lediglich 2,5 Prozent der Zuffenhausener fallen durch erhebliche Mängel auf, wenn sie das erste Mal zur HU fahren – mit durchschnittlich 26.000 Kilometern auf der Uhr. Der Klassiker verweist die schwäbischen Nachbarn Mercedes B-Klasse und Mercedes GLK (Silber mit jeweils 2,6 Prozent) sowie den Vorjahressieger Mercedes SLK (Bronze mit 2,8 Prozent) auf die Plätze. Diese Ränge belegten im Vorjahr der VW Golf Sportsvan (Platz zwei) sowie Mercedes B-Klasse und Mercedes GLK (Platz drei). Vorjahres Zweiter VW Golf Sportsvan landet aktuell auf Platz 10. Auf Platz 7 beweist der Polo-Konkurrent Hyundai i20 mit lediglich 3,0 Prozent bei den erheblichen Mängeln, dass Qualität nicht teuer sein muss. Der günstige Südkoreaner, der für den europäischen Markt in der Türkei gebaut wird, hat beim HU-Debüt mit 33.000 Kilometern durchschnittlicher Laufleistung sogar 7.000 Kilometer mehr auf dem Buckel als das Gewinnersportcoupé für den wohlhabenderen Autofahrer.

Klassenbeste: In der Klasse „Mini“ siegt erneut der Opel Adam (4,4 Prozent). Bei den Kleinwagen belegt der Hyundai i20 (3,0 Prozent) den ersten Platz. Bei den Kompakten manifestiert die Mercedes A-Klasse die Position (3,2 Prozent). In der Mittelklasse übernimmt wieder die C-Klasse (3,0 Prozent) vom Vorjahressieger Volvo V40 (4,2 Prozent), davor war es umgekehrt. Wechsel auch bei den Vans: B-Klasse (2,6 Prozent) übernimmt von Golf Sportsvan (3,3 Prozent) die Position zurück. Mercedes GLK (2,6 Prozent) verteidigt die Klasse „SUV“.

Am Ende der Tabelle alte Bekannte: „Dauerschlussleuchte“ Dacia Logan (14,6 Prozent).

Auf dem vorletzten Platz: der Renault Clio (13,0 Prozent); Drittletzter: der Fiat Punto mit 12,1 Prozent.

Er läuft, und läuft, und läuft

Beim Blick auf die Langstrecke behält der Porsche 911 in allen Altersstufen die Nase vorn – von 3,6 Prozent bei den Vierjährigen über 6,0 und 8,3 (6-Jährige und 8-Jährige) bis 11,7 Prozent bei den zehn Jahre alten Autos. Ansonsten fährt man von vier bis fünf Jahren am sichersten in der Mercedes B-Klasse oder im Audi Q5 (5,0 Prozent). Die Rote Laterne in dieser Altersklasse trägt der Peugeot 206 (28 Prozent). Nach sechs bis sieben Jahren stehen Mercedes SLK (7,0 Prozent) und der Audi TT (7,7 Prozent) mit dem 911er auf dem Treppchen, bei den Acht- bis Neunjährigen: der BMW X1 und der Audi TT (12,2 Prozent). Bei den zehn bis elf Jahre alten Autos sticht der Mazda 2 hervor. Selbst nach durchschnittlich 92.000 Kilometern schafft es der Japaner auf Platz zwei. Auf Platz drei: wieder der Audi TT. Mit seiner durchschnittlichen Quote bei den erheblichen Mängeln von 15,7 Prozent muss der Mazda 2 den Vergleich mit den Jungen nicht scheuen: Ein zehn Jahre alter Mazda 2 fiel beim

TÜV Report 2019 beinahe nur halb so oft durch wie ein vier Jahre alter Peugeot 206.

Sachsen weiter mit niedrigster Mängelquote im Vergleich der TÜV SÜD-Regionen

TÜV SÜD wertet zusätzlich seine Daten aus den Marktgebieten Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Hamburg aus. Ergebnis über alle Altersklassen hinweg: Sachsen hat mit 16,1 Prozent die niedrigste Mängelquote an erheblichen Mängeln, gefolgt von Bayern mit 18,6 Prozent, Baden-Württemberg mit 20,4 Prozent. In Hamburg fiel die Quote am höchsten aus: Im TÜV HANSE-Stammland mussten 24,2 Prozent aller Fahrzeuge wegen erheblicher Mängel die Werkstattrunde drehen.

Der TÜV Report wird jedes Jahr vom Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) veröffentlicht und gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Ratgeber für Autofahrer und Gebrauchtwagenkäufer. In den TÜV Report fließen die Hauptuntersuchungsergebnisse aller TÜV-Gesellschaften in Deutschland ein – aktuell insgesamt 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen (HU) zwischen Juli 2017 und Juni 2018. TÜV SÜD hat als größter HU-Anbieter mehr als vier Millionen Resultate beigesteuert.

Info: Der TÜV Report 2019 ist ab Freitag, 9. November 2018, zum Preis von 4,90 Euro in den TÜV SÜD Service-Centern und im Handel erhältlich.

Alle Informationen zum TÜV Report 2019 unter http://www.tuev-sued.de/tuev-report-2019 und www.vdtuev.de. Weitere Informationen unter www.tuev-sued.de.

Hinweis für Redaktionen: Die Pressemeldung und das Bild in reprofähiger Auflösung sind zu finden unter www.tuev-sued.de/pressemeldungen.

Über die TÜV SÜD AG

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 24.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuev-sued.de

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

TÜV SÜD AG
Westendstraße 199
80686 München
Telefon: +49 (89) 5791-0
Telefax: +49 (89) 5791-1551
http://www.tuev-sued.de

Ansprechpartner:
Vincenzo Lucà
Unternehmenskommunikation MOBILITÄT
Telefon: +49 (89) 579116-67
Fax: +49 (89) 579122-69
E-Mail: vincenzo.luca@tuev-sued.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.