Tom Blue Wolf, Musiker und Schwitzhüttenmeister

Es ist dies die Zeit der lebenserfahrenen, über siebzigjährigen Musiker. Prominentes Beispiel ist Ex-Beatle Paul McCartney, geboren 1942, der mit „Egypt Station“ mal wieder auf Platz 1 der Charts steht. Oder Paul Simon, Jahrgang 1941, ehemals „Simon & Garfunkel“, der mit seinem Album „In The Blue Light“ auch die Klassik-Kritiker bei MDR Kultur begeistert. Tom Blue Wolf, Jüngster des zugegeben etwas salopp zusammengestellten Ü-70 Trios, wurde am 19. Februar 1946 auf der Terrasse seiner Großeltern in Langdale, Alabama während eines Schneesturms geboren. Am 13. und 14. Oktober 2018 in Bad Sulza leitet er wieder seine legendären indianischen Schwitzhüttenzeremonien, international als Sweat Lodge bekannt.

Gut, in der Schwitzhütte wird zwischen glühenden Steinen, Kräutern und zischendem Wasserdampf bei erhöhter Temperatur getrommelt, gerasselt, geschwitzt und gesungen, aber macht das Blue Wolf zu einem Musiker? Wer sein Wirken über die Jahre verfolgt hat, und er ist in der Region seit 18 Jahren immer wieder zu Gast, kann das bestätigen. So hat er zum Richtfest der Maloca in Auerstedt am 23.Juni 2005 ein ergreifendes indianisches Flötensolo beigetragen.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Tom Blue Wolf in den USA in mehreren Bands spielt, und dass er für Kevin Kostners epischen Film „Der mit dem Wolf tanzt“ die indianischen Zelte konstruiert hat. Dass er sein fundiertes Wissen über die Beziehung der indigenen Völker zur Natur nicht nur „hat“, sondern „lebt“, und dass er dieses Wissen anschaulich vermitteln kann, zeigt sich, wenn er im Laufe der Schwitzhüttenzeremonie von Abenteuern mit Wölfen, Bären und Adlern erzählt, oder im Bienenmuseum in Weimar einen Vortrag über die Kommunikation mit Bienen hält. Das sind nicht nur packende Stories, obwohl sie das unbestreitbar auch sind, sondern raffiniert gewobene, einprägsame Geschichten mit einer tiefen, oft nachdenklich stimmenden Botschaft.

Popularität im Himmel der Popmusk ist das eine. Reichtum an Lebenserfahrung ist das andere. Unter dem Aspekt ist Tom Blue Wolf mit Paul Simon und Paul McCartney ebenbürtig. Das ist auch der Grund, warum sich Prof. Tiago de Oliveira Pinto, Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Transkulturelle Musikstudien an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, gern mit Tom Blue Wolf austauscht. In beider Verständnis beschränkt sich Musik eben nicht auf das abgeschlossene Werk, den Hit, die Komposition, für sie ist Musik untrennbar verbunden mit dem kulturellen Kontext, aus dem sie entstanden ist und in dem sie den Zusammenhalt der Gemeinschaft sichert. Bei Blue Wolf ist der Drehund Angelpunkt seine Herkunft vom Stamm der Muscogee aus dem Südosten Nordamerikas. Hier liegen die Wurzeln, denen er verpflichtet ist, in dieser Tradition mit ihren präzisen Vorgaben führt er die authentischen Schwitzhüttenzeremonien durch, ob in Bad Sulza oder anderswo auf der Welt. Der rhythmische Schlag der Trommel, der gemeinsame Gesang, das Schwitzen und das Beten gehören zusammen, sie sind Teil eines Rituals, das sich nicht auf seine Einzelteile reduzieren lässt. Er wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass Musik und Ritual für die körperliche und geistige Gesundheit und das Lebensgefühl von alten und neuen Stämme quer durch die Menschheitsgeschichte eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist und darum auch in jeder Kultur zu finden ist, mal mehr mal weniger ausgeprägt.

Oberflächliche Betrachter könnten nun meinen, die Sweat Lodge müsse wohl so etwas wie Sauna mit Winnetou sein und die Sache damit abtun. Aber Vorsicht, der umfassend informierte Tom Blue Wolf hat auch Karl Mays Winnetou gelesen und würdigt durchaus die humane Botschaft des fiktiven Apachenhäuptlings, wie ihn der sächsische Fantast Karl May gezeichnet hat. Winnetou ist nur eines von den vielen Themen, über die man Tom Blue Wolf gerne erzählen hört. Aber was ist der Kern der Schwitzhüttenerfahrung?
Eine Teilnehmerin der Zeremonie in Bad Sulza hat ihre Erlebnisse so zusammengefasst: „Tom Blue Wolf strahlt Ruhe, Gelassenheit und Weisheit aus, vor allem aber Sympathie. Er nimmt uns mit auf eine Reise zu unseren Vorfahren, zu den Großvätern, zu Mutter Erde. Wir sind Teil seiner traditionellen, indianischen Schwitzhütten Zeremonie, die er weltweit, aber auch regelmäßig im kleinen Örtchen Bad Sulza durchführt. Während der Zeremonie eröffnet er uns die Sichtweise seines Volkes auf uns Menschen und gibt uns damit vielleicht Hinweise auf die großen Fragen. Eins bleibt mir in Erinnerung: Wir Menschen sind alle Engel, die für eine kurze Zeit auf Erden gekommen sind, um zu erfahren, wie es sich anfühlt Mensch zu sein. Diese Zeit sollten wir nutzen, denn sie ist begrenzt. Die Beweggründe der Schwitzhüttenteilnehmer sind unterschiedlich: Empfehlungen, Neugierde, Glaube, Schicksalsschläge…alle haben ihre eigenen Wünsche, denen auf den Grund gegangen wird und die sich im Laufe der Zeremonie auch verwandeln können.

Wir alle verlassen die Sweat Lodge mit anderen Augen. Ich bin tief ergriffen von der Kultur der Indianer. Ich fühle mich frei und gleichzeitig auf den Boden geholt.“

Weitere Infos und Anmeldung zur Schwitzhüttenzeremonie am 13. und 14. Oktober 2018 unter Tel. 036461-92000, info@toskanaworld.net und www.toskana-therme.de

 

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