Der Markt für digitale Diabetes-Versorgung wächst bis 2022 um jährlich 50% auf 742 Mio. US Dollar

Der globale Markt für digitale Diabetes-Care-Lösungen wird im Jahr 2022 742 Mio. US Dollar groß sein und jährlich durchschnittlich um 50% wachsen (CAGR). Für Anbieter von digitalen Diabetes-Lösungen werden folgende Produkte die Hauptumsatzquellen sein: Produkt-Bundles, digitale Coaching-Services und Technologie-Lizenzierung. Diese Ergebnisse stammen aus dem neuen Bericht Digital Diabetes Care Market 2018-2022: Ready to Take Off, der kürzlich von Research2Guidance veröffentlicht wurde. Der Bericht wirft einen frischen Blick auf digitale Lösungen für Diabetes-Patienten, medizinisches Fachpersonal und Kostenträger, analysiert historische Markttrends (2008 bis 2017) und gibt einen Ausblick auf den Markt bis 2022.

Diese Ergebnisse stammen aus dem neuen Bericht Digital Diabetes Care Market 2018-2022: Ready to Take Off, der kürzlich von Research2Guidance veröffentlicht wurde. Der Bericht wirft einen frischen Blick auf digitale Lösungen für Diabetes-Patienten, medizinisches Fachpersonal und Kostenträger, analysiert historische Markttrends (2008 bis 2017) und gibt einen Ausblick auf den Markt bis 2022.

Die Kosten für die Behandlung der weltweit 425 Millionen diagnostizierten Diabetes-Patienten haben die Grenze von 700 Milliarden US-Dollar[1] bereits überschritten. Digitale Technologie, vor allem mobile Apps, galten schon seit längerem als Weg, um diese enormen Kosten zu senken. Der Bericht Digital Diabetes Care Market 2018-22 zeigt, dass dieses Versprechen nun gute Chancen hat, verwirklicht zu werden.

In der dritten Ausgabe dieses Berichts zeigt Research2Guidance, wie sich der Diabetes-App-Markt wandelt: In einen Markt komplexer digitaler Diabetes-Versorgungslösungen. "Seit unserem letzten Update im Jahr 2016 hat sich der Markt stark verändert", sagt Ralf-Gordon Jahns, Geschäftsführer von Research2Guidance und Mitglied der Healthcare Shapers. "Was früher ein begrenztes digitales App-Segment war, hat sich zu einem komplexen Ökosystem entwickelt, das vernetzte Geräte, Einweg-Teststreifen und Coaching-Services umfasst. Der Markt hat sich über reine mobile Apps hinausentwickelt und bietet jetzt sowohl Lösungen für Endnutzer als auch für medizinisches Fachpersonal“.

Diese Expansion führte zu einem beeindruckenden Umsatzwachstum: Der Umsatz im digitalen Diabetes-Markt stieg 2017 um das Dreifache auf 98 Millionen US-Dollar. Auf der anderen Seite wurden neue Einnahmequellen für digitale Publisher geschaffen, welche es ermöglichen, außerhalb von App Stores Geld zu verdienen. Im Markt für digitale Diabetes-Lösungen gibt es sechs wichtige Einnahmequellen:

  1. Bundle-Verkäufe: Verkauf von Paketangeboten, welche vernetzte Geräte, Teststreifen und digitale Coaching-Dienste umfassen.
  2. Dienstleistungen: Umsätze durch Dienstleistungen, die über Apps verkauft wurden sowie Coaching-Dienstleistungen, die außerhalb der App-Stores verkauft wurden.
  3. Technologielizenz: Einnahmen aus der Bereitstellung von App- und Portaltechnologie-Diensten für B2B-Kunden.
  4. Geräteverkauf: Erlöse aus App-bezogenen Verkäufen von „connected devices“ (Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen und Konnektoren) außerhalb von App Stores.
  5. App Store: Einnahmen aus App-Downloads und In-App-Käufen.
  6. Werbe- und Promotion-Einnahmen: Einnahmen aus In-App-Werbung und von Geräte-Promotion für B2B-Kunden.

Im Jahr 2017 wurden über 40% des Marktwerts durch Bundle-Angebote generiert. Bundle-Angebote stellen mithin die Haupteinnahmequelle für digitale Diabetesangebote dar. Im aktuellen Markt umfasst ein typisches Bundle-Angebot: eine App mit unterschiedlichen Funktionen und digitalen Premium-Inhalten, angeschlossenen Geräten (hauptsächlich Blutzuckermessgeräte), Teststreifen, Zubehör (wie etwa Tragetaschen) und Coaching-Dienstleistungen. Da die gebündelten Angebote eine breite Palette von täglichen Diabetes-Versorgungsaktivitäten abdecken, können sie Millionen von Typ-I-Diabetes-Patienten bei ihrem täglichen Kampf mit der Krankheit effizient unterstützen.

"Bundle-Angebote haben dem Markt zu einem echten Durchbruch verholfen", sagt Oleksiy Danilin, Senior Analyst bei Research2Guidance. "Sie führen Aktivitäten in der täglichen Diabetes-Versorgung digital zusammen. Ihr Wert für den Kund en ist somit viel höher als der einer isolierten digitalen App. Darüber hinaus haben zahlreiche klinische Versuche und Studien gezeigt, dass Bundle-Lösungen tatsächlich helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken und letztendlich zu Kosteneinsparungen führen können. Kostenträger zeigen eine zunehmende Bereitschaft, diese Angebote in ihre Gesundheitspläne aufzunehmen. Dies wird die Nachfrage nach digitaler Diabetes-Versorgung weiter vorantreiben".

Die zunehmende Akzeptanz von digitaler Diabetes-Versorgung durch Krankenkassen hat auch die Einnahmen aus der Technologielizenzierung angeheizt. Diese ist zur zweitwichtigsten Einnahmequelle geworden. Technologielizenzdienste werden ihre Bedeutung in der Zukunft weiter beibehalten. Ihr Wachstum wird hauptsächlich durch die verbesserte Qualität und fortgeschrittene Integration von Populationsmanagement-Modulen der digitalen Diabetes-Versorgungsunternehmen beschleu nigt werden.

Marktteilnehmer ergänzen ihre Serviceangebote kontinuierlich um Coaching-Dienste. Noch im Jahr 2016 haben nur wenige Unternehmen Coaching-Dienste für Diabetiker über Apps angeboten. Heute haben rund 5% aller verfügbaren digitalen Diabetes-Apps eine Art Coaching integriert. Ähnlich wie bei den Bundle-Angeboten wird die Rückerstattung der Versicherer die Nachfrage nach Coaching-Diensten ankurbeln – und sowohl deren Verfügbarkeit als auch deren Qualität deutlich steigern.

In den Anfangszeiten des Marktes konnten Gerätehersteller einen Preisaufschlag verlangen, wenn ihr Gerät mit einem Smartphone verbunden werden konnte. Geräteverkauf war die wichtigste Einnahmequelle auf dem Markt für digitale Diabetes. Heute ist die Gerätekonnektivität jedoch Standard, während die Preise für verbundene Blutzuckermessgeräte weiter fallen. Noch w ichtiger ist, dass vernetzte Geräte zunehmend in Bundle-Angebote integriert werden. Folglich wird der Verkauf von Stand-alone Geräten und Konnektoren in Zukunft ein Nischensegment bleiben.

App-Store-Einnahmen, d.h. Einnahmen, die aus digitalen Inhalten und App-Funktionen resultieren, werden weiter steigen, allerdings  viel langsamer als andere Einnahmequellen. Da die In-App-Monetarisierungsmöglichkeiten in der digitalen Diabetesversorgung eher begrenzt sind, sind App Stores als Monetarisierungsmöglichkeiten vergleichsweise unwichtig. Gleiches gilt für In-App-Werbung und Promotion, welche beide auf dem Markt eine eher zu vernachlässigende Rolle spielen. Unternehmen werden jedoch weiterhin versuchen, ihre große Reichweite zu monetarisieren, indem sie zusätzliches Inventar oder Werbeflächen für relevante Produkte anbieten.

Im Großen und Ganzen steht fes t, dass Innovationen den Markt für digitale Diabetesversorgung vorantreiben und dass sich hier Geld verdienen lässt. Die Marktteilnehmer haben die Trial-and-Error-Phase hinter sich gelassen und komplexe digitale Lösungen entwickelt, welche die Erwartungen von B2B- und B2C-Kunden erfüllen. Obwohl der Markt noch keinen wirklichen Durchbruch erreicht hat, deuten alle Zeichen darauf, dass er er kurz vor dem Take-Off in einen Massenverbrauchermarkt steht.

Für weitere Informationen zum Bericht " Digital Diabetes Care Market 2018-2022: Ready to Take Off " klicken Sie hier.

[1] Quelle: International Diabetes Federation (IDF)

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Research2Guidance ist das führende Analysten- und Strategie-B eratungsunternehmen für die digitale Gesundheitsindustrie. Mit Sitz in Berlin helfen wir unseren Kunden, Chancen und Risiken des digitalen Gesundheitsmarktes zu evaluieren. Wir verbinden "Hidden Champions" mit etablierten Healthcare-Unternehmen und integrieren sie in ihre Geschäftsmodelle. Darüber hinaus betreiben wir das Forschungsprogramm mHealth Economics, das weltweit größte Forschungsprogramm für mHealth-App-Entwickler.

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