Mädchen und Technik: 16 Schülerinnen programmieren bei „MINT for Girls“ Sensoren und Apps

Der Bedarf an gut ausgebildeten Informatikerinnen und Informatikern ist so groß wie nie. Doch Frauen sind in dem Berufsfeld bisher rar gesät. Genau das wollen die beiden Osnabrücker Hochschulen ändern: Beim Modul „MINT for Girls“ für Schülerinnen aus der Region dreht sich gerade alles um Informationstechnologien. Trockene Theorie hat dabei keinen Platz: In den vier Tagen tüfteln und experimentieren die Zehntklässlerinnen in den Laboren der Hochschule und der Universität.

„Jawoll, es funktioniert!“, freut sich Teilnehmerin Theresa Havekost. Die Schülerin hält einen Infrarot-Sensor in ihrer Hand, der Entfernungen messen kann und in ähnlicher Form auch als Einparkhilfe in Autos zum Einsatz kommt. Eine blaue LED-Lampe leuchtet auf, als sie die andere Hand vor den Sensor hält. „Den kann man programmieren. Wir haben ihn jetzt so eingestellt, dass er Alarm schlägt, wenn ein Hindernis nur noch wenige Zentimeter entfernt ist. Und es klappt tatsächlich.“ An der Hochschule werden solche Sensoren zum Beispiel beim autonom fahrenden Modellauto „Oscar“ verwendet, wie Prof. Dr. Winfried Gehrke den Schülerinnen erklärt. Durch die entsprechende Programmierung könne der Flitzer nicht nur eigenständig Kurven fahren, sondern auch seitlich einparken.

Dass digitale Technologien nicht bloß Spielereien sind, sondern auch für Unternehmen immer wichtiger werden, erfahren die Schülerinnen bei einem Besuch im Experimentallabor für Wirtschaftsinformatik der Universität. Immer häufiger kommen in der Industrie Roboter und smarte Maschinen zum Einsatz, die schnell und präzise arbeiten können und dabei fast ohne menschliche Bedienung auskommen. Ein anderes großes Thema für Unternehmen sei Virtual und Augmented Reality, erklärt Benedikt Zobel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Im Bereich der Lagerlogistik gebe es schon heute spezielle Brillen, die erkennen können, welche Ware aus dem Regal genommen wird, um sie dann automatisch nachzubestellen.

„Mit Informatik hatte ich bisher kaum Berührungspunkte, an meiner Schule wird dazu nichts angeboten. Deswegen bin ich umso gespannter, was mich hier erwartet“, sagt Teilnehmerin Le Hai Yen. Theresa ist sich dagegen schon ziemlich sicher: „Ich kann mir gut vorstellen, später im Bereich Informatik zu arbeiten. Die Bandbreite ist ja ziemlich groß. Wer weiß, vielleicht ist App-Entwicklung was für mich.“ Genau das kann sie schon in den nächsten Tagen herausfinden, denn dann werden die Schülerinnen ihre erste eigene App programmieren.

Das Modul „MINT for Girls“ wird bis zu dreimal im Jahr angeboten. Jedes Mal steht ein anderer Themenschwerpunkt aus den MINT-Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik im Vordergrund. Neben Laborexperimenten erhalten die Schülerinnen auch bei Unternehmensbesuchen erste Einblicke in die Praxis und in mögliche spätere Arbeitsbereiche. Workshops bieten ihnen außerdem die Möglichkeit, die gesammelten Erfahrungen zu reflektieren und mit den eigenen Fähigkeiten und Interessen abzugleichen. „MINT for Girls ist sozusagen die kleine Schwester des Niedersachsen-Technikums, einer Kombination aus Berufspraktikum und Schnupperstudium. Während sich das Technikum an Abiturientinnen und Fachabiturientinnen richtet, soll das MINT for Girls-Programm technisch interessierten Mädchen schon in der Mittelstufe eine Orientierung bieten“, sagt Marika Gervens, eine der drei Koordinatorinnen des Programms.

 

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Marika Gervens

Koordinatorin „MINT for Girls“

E-Mail: m.gervens@hs-osnabrueck.de

 

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