Schadstoffarme Matratzen

Matratzenhersteller sind gesetzlich nicht verpflichtet, ihre Produkte auf Schadstoffe zu untersuchen. Die Verbraucher haben das Nachsehen: Weder Material noch Preis lassen einen Rückschluss auf mögliche problematische Stoffe in der Matratze zu. Orientierung bieten verschiedene Gesundheits- und Umweltsiegel, nach denen Hersteller ihre Produkte freiwillig prüfen lassen können. Wie wichtig regelmäßige Kontrollen sind, zeigt der TDI-Skandal bei Kaltschaummatratzen vor wenigen Monaten – BASF lieferte wochenlang eine verunreinigte Chemikalie an die Hersteller.

Die verschiedenen Materialien einer Matratze – synthetisch produzierte Schaumstoffe, Latex oder Kunststofffasern und Naturmaterialien wie Naturlatex, Baumwolle oder Schurwolle – können unerwünschte Chemikalien enthalten. „Diese gelangen meist bei der Herstellung, manchmal auch schon über Vorprodukte – beispielsweise durch pestizidbelastete Baumwolle – in die Matratze“, sagt Annette Esklony vom QUL Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.

Schadstoff-Cocktail

Zu den möglichen Schadstoffen zählen bedenkliche flüchtige organische Verbindungen (VOC) – gasförmige Substanzen, die die Matratzen an die Raumluft abgeben. Zu den VOC gehört auch das möglicherweise krebserregende Dichlorbenzol, das Chemiker in erhöhter Konzentration im Toluoldiisocyanat (TDI) – einem Ausgangsprodukt zur Schaumstoffherstellung – im Rahmen des BASF-TDI-Skandals nachgewiesen haben. Neben VOC können weitere problematische Stoffe wie Weichmacher, Pestizide, Schwermetalle oder halogenorganische Verbindungen in Matratzen enthalten sein.

Gesundheits- und Umweltsiegel bieten Orientierung

Der Schadstoffgehalt in Matratzen wird vom Gesetzgeber nicht reguliert. Matratzenhersteller können ihre Produkte aber freiwillig nach den Kriterien verschiedener Gesundheits- und Umweltsiegel (beispielsweise ÖkoControl-Siegel, eco-INSTITUT-Label oder QUL-Siegel) testen lassen.

An diesen Gütesiegeln können sich Verbraucher auf der Suche nach einer schadstoffarmen Matratze orientieren. Die Label setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: „Der QUL prüft ausschließlich Naturlatexmatratzen und garantiert mit seinem Gütezeichen einen Naturlatexanteil von 100 Prozent“, so Esklony. Zudem werden alle mit dem QUL-Siegel ausgezeichneten Matratzen einmal jährlich umfassend auf über 300 verschiedene Schadstoffe untersucht.

 

Über den QUL Qualitätsverband Umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.

Seit 1994 stellt der Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL e.V.) Kriterien für die Standards von Naturmatratzen auf. Er ist heute eine der wesentlichen Instanzen zur Schadstoffprüfung von Matratzen und hat mit dem QUL-Siegel ein eigenes Gütezeichen für umfassende Verbrauchersicherheit ins Leben gerufen. Zu den Mitgliedern des QUL gehören derzeit 15 Matratzenhersteller, Latexlieferanten und -verarbeiter.

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